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	<title>Das Uruguay-Blog von Immobilien van Bevern</title>
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	<description>Das Blog von www.van-bevern.com - Immobilien in Uruguay</description>
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		<title>Gute und schlechte Erfahrungen in Uruguay</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorab: Dieser Artikel wird der vorerst letzte in diesem Blog sein. Einige Besucher werden längst festgestellt haben, dass es in letzter Zeit immer seltener neue Artikel gab. Das hat verschiedene Gründe.
Auf den ersten habe ich bereits mehrfach hingewiesen: Mir fehlt zunehmend die Zeit, eine Tatsache, über die ich mich keinesfalls beklagen möchte, denn unser Immobiliengeschäft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Vorab: Dieser Artikel wird der vorerst letzte in diesem Blog sein. Einige Besucher werden längst festgestellt haben, dass es in letzter Zeit immer seltener neue Artikel gab. Das hat verschiedene Gründe.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Auf den ersten habe ich bereits mehrfach hingewiesen: Mir fehlt zunehmend die Zeit, eine Tatsache, über die ich mich keinesfalls beklagen möchte, denn unser Immobiliengeschäft nimmt uns sehr in Anspruch – gut so!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Aber es gibt auch andere Gründe. Es hängt mir ehrlich gesagt einfach zum Hals raus, für meine Meinung und meine Darstellung des Landes immer wieder angegriffen zu werden. Warum soll ich mir das weiter antun? &#8220;Schwachsinn&#8221;, &#8220;Klappe halten&#8221;, &#8220;keine Ahnung&#8221;, &#8220;ihr wollt doch nur eure überteuerten Immobilien verkaufen&#8221;, &#8220;oberflächlicher, angesapperter Oberabzocker&#8221; – alles Beschimpfungen, die ich mir wegen meiner und unserer Darstellung und Sichtweise des Landes schon eingehandelt habe – das Meiste davon in anonymer Form. Wir haben uns noch nie an irgendwelchen Schlammschlachten beteiligt und uns aus allen Uruguay-Foren heraus gehalten. Wenn ich alle Kommentare zu meinen Artikeln in diesem Blog veröffentlicht hätte, wäre auch das eine Schlammschlacht geworden – nein, das ist nicht unser Stil und es macht uns auch keinen Spaß!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Es gibt im Internet inzwischen genügend Informationen über Uruguay, sehr viel Positives, aber auch Negatives, sehr viel Sachliches, aber auch Unsachliches &#8211; wer sich einen Eindruck von Land und Leuten verschaffen möchte, der wird zwangsläufig bald feststellen, dass es DAS einzig wahre objektive Uruguay-Bild einfach nicht gibt und auch wohl nicht geben kann.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Es ist so eine Sache mit der Objektivität. Muss nicht jeder Bericht und jeder Foren- oder Blog-Kommentar zwangsläufig subjektiv sein? Ich wundere mich immer über diejenigen, die ihre eigene Meinung in den Status der Objektivität erheben. Es wird, genau wie zu so vielen anderen Themen, auch über Uruguay und die Uruguayer immer die verschiedensten Meinungen und Einstellungen geben und ich meine, das ist gut so. Jeder gewinnt naturbedingt seine eigenen Einsichten, keiner kann erwarten, die gleichen Erfahrungen wie irgendjemand anderes zu machen. Aus dieser Binsenweisheit jedoch gleich zu schließen, dass der Andere die Unwahrheit sagt, oder gar &#8220;Schwachsinn&#8221; oder &#8220;Lügenmärchen&#8221; verbreitet, ist entweder anmaßend oder einfach nur boshaft.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Einer unserer Kunden machte mich jüngst auf folgenden Artikel eines anderen Uruguay-Blogs aufmerksam, in dem der Verfasser unterstellt, dass positive Berichte über Uruguay lediglich die Taschen derjenigen füllen sollen, die, in welcher Weise auch immer, an einer positiven Darstellung des Landes verdienen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hier der Text:</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;&#8216;&#8230;&#8230;&#8230;.viele verstehen das nicht und nehmen diese heile vorgegaukelte Welt als bare Münze. Ich habe nichts dagegen, aber dazu sollte man dann auch stehen. Daher tut man alles, damit die Einwanderer, die nach Paraguay (bzw. Uruguay &#8211; Anm. des Verf.) wollen, nur die Sonnenseiten zu Gesicht bekommen. Den Leuten wird was vorgespielt indem man ihnen vermitteln will, dass man hier 365 Tage im Jahr Urlaub feiert. Man verdient ja mit ihnen und nicht schlecht: es werden Papiere gemacht, Häuser gebaut, Zimmer vermietet, Immobilien und Autos verkauft etc.. Man vermittelt Kontakte, kassiert Provisionen und der Neuankömmling bedankt sich noch artig dafür&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;! &#8216;Speziell die letzten beiden Sätze passen auch zu Uruguay &#8230; &#8211; aber das wird wohl in vielen Ländern so sein&#8230;&#8230;.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Dazu ein paar Anmerkungen:</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">1. Ich würde gern einmal die Uruguay-Seite kennen lernen, auf der an einer Einwanderung nach Uruguay Interessierten etwas von 365 Tagen Urlaub erzählt wird!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">2. Wir kennen tatsächlich eine Menge Einwanderer in Uruguay, die genau das tun. Sie machen 365 Tage Urlaub in ihrer neuen Heimat &#8211; und warum auch nicht?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">3. Jedes Land hat seine Sonnen- und Schattenseiten, das ist ganz klar. Ebenso klar scheint es mir, dass jeder mit seiner grundsätzlichen Lebenseinstellung zu seinem persönlichen Uruguay-Bild selbst einen gehörigen Teil beiträgt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Wir haben das Glück, uns nicht anstrengen zu müssen, um immer wieder die überwiegend positiven Seiten Uruguays zu sehen, ganz unabhängig davon, dass wir natürlich von unserem Immobilien-Geschäft leben &#8211; und, das ist richtig, wohl nicht so schlecht. Aber sollen wir uns dafür entschuldigen? Wir arbeiten schließlich sehr viel dafür und wir gehören zu der offenbar aussterbenden Spezies derer, für die das Wort &#8220;verdienen&#8221; kein Unwort ist, oder für etwas schrecklich Anrüchiges steht. &#8220;Verdienen&#8221; hat etwas mit &#8220;Dienst&#8221; zu tun. Unsere Kunden wissen, dass wir unseren Verdienst nicht einfach &#8220;kassieren&#8221;, wie der Verfasser schreibt, sondern dass wir ihn uns erarbeiten. Wir danken unseren Kunden, dass sie uns ihr Vertrauen schenken und freuen uns, wenn wir einen kleinen Anteil daran haben, dass sie sich hier in Uruguay wohlfühlen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">4. Besonders erstaunt sind wir immer wieder über &#8220;Schwarzseher&#8221; und &#8220;Miesmacher&#8221;, die gerade erst hier angekommen sind, aber im Internet schon nach wenigen Monaten als Uruguay-Spezialisten auftreten. Als wir 2006 endgültig hierher kamen, taten wir das nach mehreren Aufenthalten im Land und nach vierjähriger Südamerika-Erfahrung. Wir wussten, worauf wir uns einließen und kannten die südamerikanische Mentalität bereits recht gut. Wir haben daher gar nicht erst angefangen, alles und jeden an unseren Deutschland-Erfahrungen zu messen. Ich frage mich oft, was die Leute, von denen man immer und immer wieder negatives zu Land und Leuten hört und liest, wohl zu dem Uruguay gesagt hätten, welches wir zur Zeit der Krise 2002 kennen lernten. Die letzten 8 Jahre haben das Land in mancherlei Hinsicht vollständig verändert, und &#8211; da beißt die Maus keinen Faden ab &#8211; überwiegend zum Positiven. Uruguay ging es 2002 wirklich sehr dreckig – wir haben uns damals trotzdem in das Land und vor allem auch seine von manchen Einwanderern so oft geschmähten Einwohner verliebt. Das ist bis heute so geblieben. Wir haben eben unsere eigenen Erfahrungen gemacht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Fast alles läuft langsamer und manches nach deutschen Maßstäben ungenau oder gar mangelhaft, es gibt Betrüger, es gibt Halsabschneider (wo gäbe es die nicht?), es gibt viel Unverständliches, im wahrsten Sinne des Wortes natürlich vor allem dann, wenn man die Sprache nicht beherrscht, aber es gibt auch sehr viel Positives.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Uns ist dieses Land meist sehr freundlich begegnet und wir hatten persönlich noch nicht ein einziges Mal den Eindruck, betrogen zu werden oder auch nur mehr zu bezahlen, als ein Einheimischer. Vielleicht war das nur Glück und vielleicht war das im Einzelfall auch einmal blauäugig, vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass wir nicht von vornherein davon ausgehen, schlechte Erfahrungen machen zu müssen und eventuell auch damit, dass wir manches &#8220;unrund&#8221; laufende nicht sofort als schlechte Erfahrung nehmen und schon gar nicht gleich verallgemeinern.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Wir haben in unserer bisherigen Uruguay-Zeit an drei wirklich extrem unterschiedlichen Orten gelebt, u. a. auch im &#8220;unbekannten&#8221; Uruguay, im sog. &#8220;Interior&#8221;, dem dünn besiedelten Inland, wir haben vier Autos gekauft und drei wieder verkauft und haben, nicht zuletzt aufgrund unserer gewerblichen Tätigkeit, reichlich Behörden kennen gelernt. Bei alldem haben wir kein einziges Mal auch nur ansatzweise schlechte Erfahrungen gemacht – jedenfalls keine, an denen Uruguayos beteiligt waren. Wir waren uns darüber im Klaren, dass Autos in Uruguay alles andere als billig sind und wir wussten vorher, dass wir vor allem bei privat annoncierten Gebrauchtfahrzeugen auf das hier allgegenwärtige &#8220;impecable&#8221; (tadellos, einwandfrei) und die diez puntos (10 Punkte sind in Uruguay das Maß aller Dinge) in den Beschreibungen nicht allzu viel geben dürfen, wir waren vorbereitet auf die – zugegeben – manchmal extrem langsam mahlenden Mühlen der uruguayischen Behörden und haben auf unsere eigene Residencia (Daueraufenthaltsgenehmigung) länger gewartet, als irgendeiner unserer Kunden – aber als &#8220;schlechte Erfahrung&#8221; haben wir auch das nicht empfunden. Bei all diesen Dingen sind wir stets freundlich und zuvorkommend behandelt worden – das z. B. ist eine gute Erfahrung! Natürlich, die macht sicher nicht jeder, aber ich frage mich und den Verfasser obigen Artikels: Wozu sonst, wenn nicht zu eben diesen unseren Erfahrungen sollten wir wohl stehen?</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">5. Jeder weiß: ganz egal, was jemand verkaufen möchte, zunächst einmal verkauft er immer auch sich selbst. Zu diesem &#8220;Selbst&#8221; gehören auch die eigenen Sichtweisen. Auch der Verfasser des zitierten Textes versucht verschiedene Dienstleistungen und Waren in Uruguay zu verkaufen und wirbt auf seiner Webseite dafür. Wir wissen, dass er in Uruguay bislang nicht die besten Erfahrungen gemacht hat und dass er daher sicher auch nichts anderes tut, als sein real empfundenes Uruguay-Bild zu vermitteln. Ich kann mich also nicht hinstellen und ihm unterstellen, er täte dies nur, um den Anschein zu erwecken, besonders offen und ehrlich zu sein, um auf diese Weise mehr Kunden zu gewinnen. Genauso wenig sollte er umgekehrt jedoch unterstellen, dass Andere ein positives Bild vom Land nur &#8220;vorgaukeln&#8221;, um mehr &#8220;kassieren&#8221; zu können. Jeder auf seine Art, aber bitte ehrlich und immer in dem Bewusstsein, dass die eigenen Erfahrungen, Sicht- und Darstellungsweisen nur im Ausnahmefall einen Anspruch auf Objektivität haben können.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Abschließend möchte ich sagen, dass dies nicht zwingend der unwiderruflich letzte Artikel in unserem Blog bleiben muss, dass ich mich aber vorläufig ausschließlich um unser Geschäft kümmern werde und wir in diesem Rahmen unsere Erfahrungen selbstverständlich auch weiterhin gerne an unsere Kunden weitergeben, durch Informationen und Tipps und die, wie wir glauben und immer wieder auch bestätigt bekommen, hilfreichen Kontakte und Empfehlungen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Unsere Immobilien-Webseite www.van-bevern.com hat hinsichtlich ihrer Gestaltung und manchmal sogar ihrer Inhalte inzwischen mindestens drei Nachahmer in Uruguay gefunden, teilweise wäre &#8220;schamlose Kopie&#8221; wohl der passendere Begriff – wir sehen dies als weiteren Ansporn und überaus positive Erfahrung, denn es bestätigt uns, dass wir nicht auf einem völlig falschen Weg sind.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">In diesem Sinne</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hasta luego y una proxima vez!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Michael van Bevern</div>
<p>Vorab: Dieser Artikel wird der vorerst letzte in diesem Blog sein. Einige Besucher werden längst festgestellt haben, dass es in letzter Zeit immer seltener neue Artikel gab. Das hat verschiedene Gründe.</p>
<p>Auf den ersten habe ich bereits mehrfach hingewiesen: Mir fehlt zunehmend die Zeit, eine Tatsache, über die ich mich keinesfalls beklagen möchte, denn unser Immobiliengeschäft nimmt uns sehr in Anspruch – das freut uns!</p>
<p>Aber es gibt auch andere Gründe.</p>
<p>Ich habe z. B. einfach die Nase voll, für meine Meinung und meine Darstellung des Landes von bestimmten Personen immer wieder angegriffen zu werden. Warum soll ich mir das weiter antun?</p>
<p>Schlammschlachten sind mir zuwider, deshalb haben wir uns nie an ihnen beteiligt und uns u. a. aus allen Uruguay-Foren herausgehalten, womit ich keinesfalls sagen möchte, dass Schlammschlachten kennzeichnend seien für diese Foren. Im Gegenteil, es gibt sehr wohl auch ausgesprochen informative und behutsam und sachlich administrierte Foren. Trotzdem sind einige von ihnen manchmal Keimzellen ziemlich würdelosen Gezänks und daher werden wir uns auch in Zukunft fernhalten. Wenn ich sämtliche Kommentare zu meinen Artikeln in diesem Blog tatsächlich veröffentlicht hätte, wäre auch das eine Schlammschlacht geworden – nein, das ist nicht unser Stil und es macht uns auch keinen Spaß!</p>
<p>Ein weiterer Grund ist, dass es im Internet inzwischen genügend Informationen über Uruguay gibt, sehr viel Positives, aber auch Negatives, sehr viel Sachliches, aber auch Unsachliches &#8211; wer sich einen Eindruck von Land und Leuten verschaffen möchte, der wird zwangsläufig bald feststellen, dass es DAS einzig wahre objektive Uruguay-Bild einfach nicht gibt und auch wohl nicht geben kann.</p>
<p>Es ist so eine Sache mit der Objektivität. Muss nicht jeder Bericht und jeder Foren- oder Blog-Kommentar zwangsläufig subjektiv sein? Ich wundere mich immer über diejenigen, die glauben, ihre eigene Meinung in den Rang einer Objektivität erheben zu können. Es wird, genau wie zu so vielen anderen Themen, auch über Uruguay und die Uruguayer immer die verschiedensten Meinungen und Einstellungen geben und ich meine, das ist gut so. Jeder gewinnt naturbedingt seine eigenen Einsichten, keiner kann erwarten, die gleichen Erfahrungen wie irgendjemand anderes zu machen. Aus dieser Binsenweisheit jedoch gleich zu schließen, dass der andere die Unwahrheit sagt, oder gar &#8220;Schwachsinn&#8221; oder &#8220;Lügenmärchen&#8221; verbreitet, ist entweder anmaßend oder einfach nur boshaft.</p>
<p>Einer unserer Kunden machte mich jüngst auf folgenden Artikel eines anderen Uruguay-Blogs aufmerksam, in dem der Verfasser unterstellt, dass positive Berichte über Uruguay lediglich die Taschen derjenigen füllen sollen, die, in welcher Weise auch immer, an einer vorteilhaften Darstellung des Landes verdienen.</p>
<p>Hier der Text:</p>
<p>&#8220;&#8216;&#8230;&#8230;&#8230;.viele verstehen das nicht und nehmen diese heile vorgegaukelte Welt als bare Münze. Ich habe nichts dagegen, aber dazu sollte man dann auch stehen. Daher tut man alles, damit die Einwanderer, die nach Paraguay (bzw. Uruguay &#8211; Anm. des Verf.) wollen, nur die Sonnenseiten zu Gesicht bekommen. Den Leuten wird was vorgespielt indem man ihnen vermitteln will, dass man hier 365 Tage im Jahr Urlaub feiert. Man verdient ja mit ihnen und nicht schlecht: es werden Papiere gemacht, Häuser gebaut, Zimmer vermietet, Immobilien und Autos verkauft etc.. Man vermittelt Kontakte, kassiert Provisionen und der Neuankömmling bedankt sich noch artig dafür&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;! &#8216;Speziell die letzten beiden Sätze passen auch zu Uruguay &#8230; &#8211; aber das wird wohl in vielen Ländern so sein&#8230;&#8230;.&#8221;</p>
<p>Dazu ein paar Anmerkungen:</p>
<p>1. Ich würde gern einmal die Webseite kennen lernen, auf der an einer Einwanderung nach Uruguay Interessierten etwas von 365 Tagen Urlaub erzählt wird!</p>
<p>2. Wir kennen tatsächlich eine Menge Einwanderer in Uruguay, die genau das tun. Sie machen 365 Tage Urlaub in ihrer neuen Heimat &#8211; und warum auch nicht?</p>
<p>3. Jedes Land hat seine Sonnen- und Schattenseiten, das ist ganz klar. Ebenso klar scheint es mir, dass jeder selbst mit seiner grundsätzlichen Lebenseinstellung zu seinem eigenen Uruguay-Bild einen gehörigen Teil beiträgt.</p>
<p>Wir haben das Glück, uns nicht anstrengen zu müssen, immer wieder die überwiegend positiven Seiten Uruguays zu sehen, ganz unabhängig davon, dass wir natürlich von unserem Immobilien-Geschäft leben &#8211; und, das ist richtig, wohl nicht so schlecht. Aber sollen wir uns darum entschuldigen? Wir arbeiten schließlich dafür und gehören zu der offenbar aussterbenden Spezies derer, für die das Wort &#8220;verdienen&#8221; kein Unwort ist, oder für etwas schrecklich Anrüchiges steht. &#8220;Verdienen&#8221; hat etwas mit &#8220;Dienst&#8221; zu tun. Unsere Kunden wissen, dass wir unseren Verdienst nicht einfach &#8220;kassieren&#8221;, wie der Verfasser schreibt, sondern dass wir ihn uns erarbeiten, wir sind ihnen dankbar, dass sie uns ihr Vertrauen schenken und freuen uns, wenn wir einen kleinen Anteil daran haben, dass sie sich in Uruguay gut einleben und wohlfühlen.</p>
<p>4. Besonders erstaunt sind wir immer wieder über &#8220;Schwarzseher&#8221; und &#8220;Miesmacher&#8221;, die gerade erst hier angekommen sind, im Internet aber schon nach wenigen Monaten als Uruguay-Spezialisten auftreten. Als wir 2006 endgültig hierher kamen, taten wir das nach mehreren Aufenthalten im Land und nach vierjähriger Südamerika-Erfahrung. Wir wussten, worauf wir uns einließen und kannten die südamerikanische Mentalität bereits recht gut. Wir haben daher gar nicht erst angefangen, alles und jeden an unseren Deutschland-Erfahrungen zu messen. Ich frage mich oft, was die Leute, von denen man immer und immer wieder negatives zu Land und Leuten hört und liest, wohl zu dem Uruguay gesagt hätten, welches wir zur Zeit der Krise 2002 kennen lernten.</p>
<p>Die letzten 8 Jahre haben das Land in mancherlei Hinsicht ziemlich verändert, und zwar &#8211; da beißt die Maus keinen Faden ab &#8211; überwiegend zum Positiven. Uruguay ging es 2002 wirklich dreckig – und trotzdem haben wir uns damals in das Land und vor allem auch seine von manchen Einwanderern so oft geschmähten Einwohner verliebt. Das ist bis heute so geblieben. Wir haben eben unsere eigenen Erfahrungen gemacht.</p>
<p>Fast alles läuft langsamer und manches nach deutschen Maßstäben ungenau oder gar mangelhaft, es gibt, wie überall auf der Welt, Betrüger, es gibt Halsabschneider, es gibt viel Unverständliches, im wahrsten Sinne des Wortes natürlich vor allem dann, wenn man die Sprache nicht beherrscht, aber es gibt auch sehr, sehr viel Positives – die vor allem in den letzten fünf Jahren stetig wachsende Zahl der in Uruguay lebenden Ausländer spricht für sich.</p>
<p>Uns ist dieses Land meist sehr freundlich begegnet und wir hatten persönlich noch nicht ein einziges Mal den Eindruck, betrogen zu werden oder auch nur mehr zu bezahlen als ein Einheimischer. Vielleicht war das nur Glück und vielleicht war das im Einzelfall auch einmal blauäugig, vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass wir nicht von vornherein davon ausgehen, schlechte Erfahrungen machen zu müssen und eventuell auch damit, dass wir manches &#8220;unrund&#8221; laufende nicht sofort als schlechte Erfahrung nehmen und schon gar nicht gleich verallgemeinern.</p>
<p>Wir haben in unserer bisherigen Uruguay-Zeit an drei wirklich extrem unterschiedlichen Orten gelebt, u. a. auch im &#8220;unbekannten&#8221; Uruguay, im sog. &#8220;Interior&#8221;, dem dünn besiedelten Inland, das mit der Küste etwa soviel zu tun hat, wie ein sizilianisches Dorf mit einer mitteleuropäischen Großstadt, wir haben vier Autos gekauft und drei wieder verkauft und haben, nicht zuletzt aufgrund unserer gewerblichen Tätigkeit, reichlich Behörden kennen gelernt.</p>
<p>Bei alldem haben wir kein einziges Mal auch nur ansatzweise schlechte Erfahrungen gemacht – jedenfalls keine, an denen Uruguayos beteiligt waren. Wir waren uns darüber im Klaren, dass Autos in Uruguay alles andere als billig sind und wir wussten vorher, dass wir vor allem bei privat annoncierten Gebrauchtfahrzeugen auf das hier allgegenwärtige &#8220;impecable&#8221; (tadellos, einwandfrei) und die diez puntos (10 Punkte sind in Uruguay das Maß aller Dinge) in den Beschreibungen nicht allzu viel geben dürfen, wir waren vorbereitet auf die – zugegeben – manchmal extrem langsam mahlenden Mühlen der uruguayischen Behörden und haben auf unsere eigene Residencia (Daueraufenthaltsgenehmigung) länger gewartet, als irgendeiner unserer Kunden – aber als &#8220;schlechte Erfahrung&#8221; haben wir auch das nicht empfunden. Bei all diesen Dingen sind wir zumeist überaus freundlich und zuvorkommend behandelt worden – das z. B. ist eine gute Erfahrung!</p>
<p>5. Jeder weiß: ganz egal, was jemand verkaufen möchte, zunächst einmal verkauft er immer auch sich selbst. Zu diesem &#8220;Selbst&#8221; gehören natürlich auch die eigenen Sichtweisen. Auch der Verfasser des zitierten Textes versucht verschiedene Dienstleistungen und Waren in Uruguay zu verkaufen und wirbt auf seiner Webseite dafür. Wir wissen, dass er in Uruguay bislang nicht die besten Erfahrungen gemacht hat und dass er folglich ohne Frage auch nichts anderes tut, als sein real empfundenes Uruguay-Bild zu vermitteln. Kann ich daher nun hingehen und ihm unterstellen, er täte dies nur, um den Anschein zu erwecken, besonders offen und ehrlich zu sein und auf diese Weise mehr Kunden zu gewinnen? Sicher nicht! Genauso wenig jedoch sollte er umgekehrt unterstellen, dass andere ein positives Bild vom Land nur &#8220;vorgaukeln&#8221;, um mehr &#8220;kassieren&#8221; zu können. Jeder auf seine Art, aber bitte ehrlich und immer in dem Bewusstsein, dass die eigenen Erfahrungen, Sicht- und Darstellungsweisen höchstens im Ausnahmefall einen Anspruch auf Objektivität haben können.</p>
<p>6. Aus dem zitierten Text ist eine Sache herauszulesen, die in der Tat oft der ausschlaggebende Grund für die manchmal extrem unfreundliche Atmosphäre einiger Einwanderer untereinander ist. Es gibt immer mehr Leute, die mit sehr bescheidenen finanziellen Möglichkeiten nach Uruguay kommen und glauben, ihre Einkünfte nebenbei mal eben mit dem Verkauf oder der Vermittlung von Immobilien aufbessern zu können unter dem Motto: Das kann doch jeder!</p>
<p>Definitiv nicht jeder bringt jedoch erstens eine entsprechende Ausbildung und die jahrelange berufliche Erfahrung mit nach Uruguay und nicht jeder kann zweitens die mittelhohe fünfstellige Dollar-Summe aufbringen, die man benötigt, um eine Inmobiliaria in Uruguay betreiben zu dürfen. Ansonsten – auch malen kann jeder – was dabei herauskommt, ist eine andere Frage. Der Unterschied besteht darin, dass im letzten Fall höchstens das ästhetische Empfinden anderer strapaziert wird, im Falle des &#8220;Mal-eben-Immobilien-verkaufens&#8221; jedoch unter Umständen ganz schnell das Portemonnaie anderer – und zwar erheblich!</p>
<p>Abschließend möchte ich sagen, dass dies nicht zwingend der unwiderruflich letzte Artikel in unserem Blog bleiben muss, dass ich mich aber bis auf weiteres ausschließlich um unser Geschäft kümmern werde und wir in diesem Rahmen unsere Erfahrungen selbstverständlich auch weiterhin gerne an unsere Kunden weitergeben, durch Informationen und Tipps und die, wie wir glauben und zum Glück immer wieder auch bestätigt bekommen, hilfreichen Kontakte und Empfehlungen.</p>
<p>Unsere Immobilien-Webseite <a href="http://www.van-bevern.com" target="_blank">www.van-bevern.com</a> hat hinsichtlich ihrer Gestaltung und partiell sogar ihrer Inhalte inzwischen mindestens drei Nachahmer in Uruguay gefunden, teilweise wäre &#8220;schamlose Kopie&#8221; wohl der passendere Begriff – wir sehen dies als zusätzlichen Ansporn und als eine überaus positive Erfahrung, denn es zeigt uns ein weiteres Mal, dass wir offensichtlich auf dem richtigen Weg sind.</p>
<p>Michael van Bevern</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausgang der Kommunalwahlen in Uruguay</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/05/12/ausgang-der-kommunalwahlen-in-uruguay/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2010/05/12/ausgang-der-kommunalwahlen-in-uruguay/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 21:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Maldonado]]></category>
		<category><![CDATA[Montevideo]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas misslungenen Schlussakkord, die Anderen.
Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas misslungenen Schlussakkord, die Anderen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer Wählerschaft zu verzeichnen und die konservativen traditionellen Parteien, Partido Nacional und Colorados, vereinigen seit 2005 erstmals wieder mehr Stimmen auf sich, als der Frente Amplio. Ganz besonders alarmierend dürfte für die Linken aber der Stimmenverlust in Montevideo sein, der erst richtig interpretiert werden kann, wenn man sich die Wahlausgänge in der Hauptstadt seit 1984 ansieht:</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">1984: 34,1%; 1989: 36,8%; 1994: 44,9%; 2000: 58,3%; 2005: 60,9%</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Obwohl die Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Ana Olivera von der kommunistischen Partei, mit ca. 46 Prozent die Wahl für sich entscheiden konnte, kann die Tatsache in der Hauptstadt seit 26 Jahren erstmals einen Rückgang an Stimmen hinnehmen zu müssen, seit 10 Jahren erstmals unter der 50-Prozent-Grenze zu liegen und gegenüber den Wahlen 2005 ganze 15 Prozent verloren zu haben, nur als historischer Erdrutsch bezeichnet werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Von den 19 Departamentos werden in Zukunft nur noch 6 vom Frente Amplio regiert: Montevideo, Canelones, Maldonado, Rocha, Artigas und Florida, wo der Wahlausgang nicht knapper hätte sein können und am Ende 29 Stimmen den noch immer unsicheren Wahlerfolg des Frente Amplio ausmachten (42% Frente Amplio, 41,9% Partido Nacional). In 11 Departamentos gewann die Nationalpartei und in den Departamentos Salto und Rivera sogar die Partei der Colorados, die aufgrund ihrer unrühmlichen Rolle während der Junta-Zeit noch vor wenigen Jahren kaum jemand mehr auf der Rechnung hatte.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Natürlich darf man den Ausgang der Kommunalwahlen nicht überinterpretieren, denn in der Bevölkerung besteht bezüglich der regionalen Regierungen ein nicht zu übersehendes Desinteresse, welches sich aufgrund der Wahlpflicht nicht zuletzt in einer immensen Zahl ungültiger Stimmzettel ausdrückte, die bis zu 10 Prozent, in Montevideo sogar 11,7 Prozent ausmachten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Wähler, so gaben Präsident Mujica und sein Amtsvorgänger Tabaré Vázquez zu bedenken, seien nach all den Wahlen müde, ein Argument was meines Erachtens, gerade im Hinblick auf die vielen ungültigen Stimmen, nicht recht zieht. Wer den Weg ins Wahllokal auf sich nimmt, wird seiner vermeintlichen Müdigkeit nicht durch ein verweigertes Kreuzchen Ausdruck verleihen. Die weißgebliebenen Zettel waren wohl eher Hinweis auf eine parteiübergreifende Unzufriedenheit mit den Kommunalpolitikern.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Neben solchen Aussagen waren aber in der Mehrheit besorgte und selbstkritische Töne von den Politikern der linken Parteien zu vernehmen, die diesen bemerkenswerten Wahlausgang als das sehen, was es wohl vor allem ist: Ein deutlicher Appell an die erst jüngst gewählte Regierung.</div>
<p>Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas schrägen Schlussakkord, die Anderen.</p>
<div id="attachment_643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-643" title="lucia_topolansky" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/05/lucia_topolansky.jpg" alt="&quot;Das Ergebnis war für uns nicht gut.&quot; - Lucia Topolansky (Senatorin des Frente Amplio und Präsidentengattin)" width="250" height="187" /><p class="wp-caption-text">&quot;Das Ergebnis war für uns nicht gut.&quot; - Lucia Topolansky (Senatorin des Frente Amplio und Präsidentengattin)</p></div>
<p><span id="more-642"></span></p>
<p>Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer Wählerschaft zu verzeichnen und die konservativen traditionellen Parteien, Partido Nacional und Colorados, vereinigen seit 2005 erstmals wieder mehr Stimmen auf sich, als der Frente Amplio. Ganz besonders alarmierend dürfte für die Linken aber der Stimmenverlust in Montevideo sein, der erst richtig interpretiert werden kann, wenn man sich die Wahlausgänge in der Hauptstadt seit 1984 ansieht:</p>
<p>1984: 34,1%; 1989: 36,8%; 1994: 44,9%; 2000: 58,3%; 2005: 60,9%</p>
<p>Obwohl die Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Ana Olivera von der kommunistischen Partei, mit ca. 46 Prozent die Wahl für sich entscheiden konnte, kann das Ergebnis für das Linksbündnis angesichts der Tatsachen, nämlich in der Hauptstadt seit 26 Jahren erstmals einen Rückgang an Stimmen hinnehmen zu müssen, seit 16 Jahren erstmals unter der 50-Prozent-Grenze zu liegen und gegenüber den Wahlen 2005 ganze 15 Prozent verloren zu haben, nur als historischer Erdrutsch bezeichnet werden.</p>
<p>Von den 19 Departamentos werden in Zukunft nur noch 6 vom Frente Amplio regiert: Montevideo, Canelones, Maldonado, Rocha, Artigas und Florida, wo der Wahlausgang nicht knapper hätte sein können und am Ende 29 Stimmen den noch immer unsicheren Wahlerfolg des Frente Amplio ausmachten (42% Frente Amplio, 41,9% Partido Nacional). In 11 Departamentos gewann die Nationalpartei und in den Departamentos Salto und Rivera sogar die Partei der Colorados, die aufgrund ihrer unrühmlichen Rolle während der Junta-Zeit noch vor wenigen Jahren kaum jemand mehr auf der Rechnung hatte.</p>
<p>Natürlich darf man den Ausgang der Kommunalwahlen nicht überinterpretieren, denn in der Bevölkerung besteht bezüglich der Kommunalpolitik ein nicht zu übersehendes Desinteresse, welches sich aufgrund der Wahlpflicht nicht zuletzt in einer immensen Zahl ungültiger Stimmzettel ausdrückte, die bis zu 10 Prozent, in Montevideo sogar 11,7 Prozent ausmachten.</p>
<p>Die Wähler, so gaben Präsident Mujica und sein Amtsvorgänger Tabaré Vázquez zu bedenken, seien nach all den Wahlen müde, ein Argument, das meines Erachtens, gerade im Hinblick auf die vielen ungültigen Stimmen, nicht recht zieht. Wer den Weg ins Wahllokal auf sich nimmt, wird seiner vermeintlichen Müdigkeit nicht durch ein verweigertes Kreuzchen Ausdruck verleihen. Die weißgebliebenen Stimmzettel waren wohl eher Hinweis auf eine parteiübergreifende Unzufriedenheit mit den Kommunalpolitikern.</p>
<p>Neben solchen Aussagen waren aber in der Mehrheit besorgte und selbstkritische Töne von den Politikern der linken Parteien zu vernehmen, die diesen bemerkenswerten Wahlausgang als das sehen, was er wohl vor allem ist: Ein deutlicher Appell an die erst jüngst gewählte Regierung.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Urteil des Internationalen Gerichtshofs zum Papierfabrik-Konflikt</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/04/21/urteil-des-internationalen-gerichtshofs-zum-papierfabrik-konflikt/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 15:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der internationale Gerichtshof in Den Haag hat bezüglich des wegen zweierZellstofffabriken seit Jahren schwelenden Streits zwischen Uruguay und Argentinien ein salomonisches Urteil gefällt.
Zwar habe Uruguay gegen ein seit 1975 zwischen den beiden Staaten bestehendes Abkommen zur gegenseitigen Konsultationsverpflichtung bezüglich den Grenzfluss Río Uruguay betreffender Belange verstoßen, zu den von Argentinien beanstandeten Umweltverschmutzungen sei es jedoch nicht gekommen, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-top: 0.35em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.8em; margin-left: 0px;">Der internationale Gerichtshof in Den Haag hat bezüglich des wegen zweierZellstofffabriken seit Jahren schwelenden Streits zwischen Uruguay und Argentinien ein salomonisches Urteil gefällt.<span id="more-639"></span></p>
<p style="margin-top: 0.35em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.8em; margin-left: 0px;">Zwar habe Uruguay gegen ein seit 1975 zwischen den beiden Staaten bestehendes Abkommen zur gegenseitigen Konsultationsverpflichtung bezüglich den Grenzfluss Río Uruguay betreffender Belange verstoßen, zu den von Argentinien beanstandeten Umweltverschmutzungen sei es jedoch nicht gekommen, auch habe Uruguay die ihm obliegenden umwelttechnischen Verpflichtungen eingehalten. Der Betrieb der Zellstofffabriken könne daher fortgesetzt werden und Uruguay sei zu keinerlei von Argentinien geforderten Ausgleichszahlungen verpflichtet.</p>
<p style="margin-top: 0.35em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.8em; margin-left: 0px;">Zu den Blockaden der Grenzübertritte durch argentinische Umweltaktivisten äußerte sich der IGH allerdings nicht. Ein diesbezüglicher von Uruguay eingebrachter Antrag wurde bei dem Prozess abgelehnt.</p>
<p style="margin-top: 0.35em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.8em; margin-left: 0px;">Das Urteil gab also in gewisser Hinsicht beiden Ländern Recht und entsprechend waren die Reaktionen der Politiker auf beiden Seiten des Río de la Plata. Eine Beilegung des Streits, vor allem hinsichtlich der Brückenblockaden ist jedoch zunächst weiterhin nicht in Sicht.</p>
<p style="margin-top: 0.35em; margin-right: 0px; margin-bottom: 0.8em; margin-left: 0px;">„Der Streit wird fortgeführt!“, ließen die argentinischen Umweltschützer nach der Urteilsverkündung verlauten. Sie betitelten Uruguay und das Unternehmen UPM als Umweltterroristen und versprachen, die Sperrungen aufrecht zu erhalten, solange die Fabrik stünde &#8211; trotz des Urteils. Vor allem die Umweltaktivisten aus der argentinischen Grenzstadt Gualeguaychú hatten weiter reichende Konsequenzen erwartet und auf einen Abriss der Anlage gehofft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Umweltaktivisten drohen mit Verschärfung der Brücken-Blockaden nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/04/08/umweltaktivisten-drohen-mit-verscharfung-der-brucken-blockaden-nach-dem-urteil-des-internationalen-gerichtshofs/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 18:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Übersetzung eines Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010 zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.
Hintergrundmaterial zu diesem Fall finden Sie hier.
&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Übersetzung eines Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010 zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hintergrundmaterial zu diesem Fall finden Sie hier.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo Bonomi die Forderung der Umweltaktivisten nach Verlegung der Zellulosefabrik UPM (ehemals Botnia) in Fray Bentos. Die Aktivisten drohten damit, ihre Maßnahmen nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs, weiter zu verschärfen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Reaktionen auf das gestrige überraschende Treffen zwischen Präsident José Mujica und der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ließen nicht lange auf sich warten. Auf beiden Seiten des Río de la Plata sprach man gestern über die Gründe dieses Treffens, dessen vordergründige Konsequenz die Erklärung beider Länder ist, das Urteil des internationalen Gerichtshofs in Den Haag am 20. April über den wegen der Papierfabrik seit Jahren schwelenden bilateralen Konflikt zwischen Uruguay und Argentinien, respektieren zu wollen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">José Pouler, ein Sprecher der Umweltaktivisten von Gualeguaychú, die die internationale Brücke über den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern seit inzwischen über drei Jahren besetzt halten, betonte, dass unabhängig vom Urteil in Den Haag die Blockade fortgeführt würde, er drohte sogar damit, die Maßnahmen zu verschärfen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Blockade würde fortgesetzt, so argumentieren die Argentinier, da die Anlage am Río Uruguay die Umwelt belaste, und diese aufgrund dessen verlegt werden solle.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Bonomi reagierte gestern frostig auf diese Erklärung der argentinischen Demonstranten: &#8220;Es ist kindisch, zu glauben, man könne das Problem mit der Verlegung der Fabrik lösen und es ist ebenfalls kindisch, zu glauben, dass es überhaupt dazu kommen könnte.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Juan Veronessi, einer der Umweltaktivisten, sagte dazu: &#8220;Der Minister kann sagen, was er will.&#8221; und er fügte hinzu: &#8220;Uns allen ist klar, dass eine Verlegung nicht leicht ist, da Uruguay an Verträge gebunden ist, aber unser Protest wird solange fortgesetzt, bis Botnia vom Río Uruguay verschwunden ist.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Veronessi wollte nicht ausschließen, dass man angesichts einer evtl. negativen Entscheidung des internationalen Gerichtshofs die Blockade-Maßnahmen verschärfen werde, wollte sich jedoch nicht näher zu diesem Thema äußern.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Entscheidung, so Veronessi weiter, sollte, egal wie sie ausfällt, &#8220;von den Staaten respektiert werden. Wir aber werden keinesfalls unseren Protest aufgeben, ganz egal, was Den Haag dazu sagt, denn niemand kann uns das Menschenrecht nehmen, für die Umwelt zu kämpfen.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">In den argentinischen Medien war man sich gestern darüber einig, dass man von Seiten der Regierung unter Präsidentin Fernández die Entscheidung des internationalen Gerichtshofs respektieren werde.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Uruguay und Argentinien stellen sich auf die Entscheidung im Fall Botnia ein.&#8221;, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der argentinischen Tageszeitung &#8220;La Nación&#8221;. &#8220;Einigung über Anerkennung des Urteils von Den Haag im Fall Botnia&#8221;, titelte die Tageszeitung &#8220;Clarín&#8221;.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das argentinische Blatt veröffentlichte ein Interview mit dem uruguayischen Außenminister Luis Almagro, in dem dieser sagte, er sei sich &#8220;ziemlich sicher, dass Uruguays aktuelle rechtliche Position in den wichtigsten Punkten bekräftigt wird. Ich glaube, dass die Entscheidung im Wesentlichen dem Standpunkt Uruguays zustimmen wird.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Es ist mehr als bewiesen, dass es keine Umweltbelastungen gibt. Sofern es Anzeichen einer Verschmutzung in diesem Teil des Río Uruguay gibt, so stammt diese nicht von der Zellulosefabrik. Das ist der entscheidende Fakt, das ist die Wahrheit in diesem Fall.&#8221;, fügte der Außenminister hinzu.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hinsichtlich der nächsten Schritte bezüglich einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den Regierungen Argentiniens und Uruguays, sehe er positive Signale, sagte Almagro, obschon es nach dem Urteil von Den Haag &#8220;noch sehr viel Arbeit mit Argentinien geben wird.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Der Umgang mit der Entscheidung ist richtungsweisend, weil sie rechtliche Aspekte zur Folge haben wird, denen unmittelbare praktische Umsetzungen folgen müssen.&#8221;, betonte er.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die argentinischen Demonstranten von Gualeguaychú werden sich das Urteil des internationalen Gerichtshofs auf einer Großleinwand in Arroyo Verde ansehen können. Sollte es den von den Umweltaktivisten geforderten freien Tag in der Stadt nicht geben, will man darauf mit der Installation von Fernsehern in den Büros reagieren, um den Angestellten die Möglichkeit zu geben, das Urteil von Den Haag zu verfolgen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Je näher der Tag der Entscheidung rückt, umso größer sind die Erwartungen in der Hochburg des Widerstands gegen die Papierfabrik. &#8220;Wir warten mit größter Zuversicht auf die Entscheidung. Ich bin restlos davon überzeugt, dass sie zugunsten Argentiniens ausfallen wird, denn der Staat verteidigt sich gegen die von Botnia verschuldete Umweltverschmutzung und die Verletzung des Río-Uruguay-Vertrags.&#8221;, sagte Veronessi gegenüber &#8220;El País&#8221;.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Für ihn war dass das Treffen der beiden Präsidenten in Buenos Aires, &#8220;eine erfreuliche Überraschung, da ich vermute, dass irgendetwas passiert ist, das Mujica Sorgen bereitet.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Veronessi, einer der Hardliner der Umweltbewegung von Gualeguaychú, erklärte, dass man sich am 20. April um 10 Uhr morgens vor der Großleinwand bei Kilometer 28 auf der Nationalstraße 136 treffen werde. Die Demonstranten signalisierten, dass möglicherweise auch Juan José Bahillo, der Bürgermeister von Gualeguaychú, nach Arroyo Verde anreisen werde, dem Ort, der als Zentrum des argentinischen Widerstands gegen die Papierfabrik im uruguayischen Fray Bentos bekannt ist.</div>
<p>Übersetzung eines <a title="Umweltaktivisten drohen mit Verschärfung der Brücken-Blockaden" href="http://www.elpais.com.uy/100407/pnacio-481092/nacional/piqueteros-amenazan-con-extremar-el-bloqueo-tras-el-fallo-de-la-haya" target="_blank">Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010</a> zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay, und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.</p>
<p>Dazu Hintergrundmaterial von der Internetseite der Konrad-Adenauer-Stiftung:<br />
<a title="Hintergrundinformationen zum Botnia-Konflikt" href="http://bit.ly/dcW0kn" target="_blank">vom 20. Juli 2006<br />
</a><a title="Hintergrundinformationen zum Botnia-Konflikt" href="http://bit.ly/du6XCE" target="_blank">vom 26. Okt. 2007</a></p>
<p>&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo Bonomi die Forderung der Umweltaktivisten nach Verlegung der Zellulosefabrik UPM (ehemals Botnia) in Fray Bentos. Die Aktivisten drohten damit, ihre Maßnahmen nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs weiter zu verschärfen.</p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-624 " title="mujica_fernandez" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/04/mujica_fernandez1-300x178.jpg" alt="überraschendes Treffen der Präsidenten Uruguays und Argentiniens, José Mujica und Cristina Fernández" width="300" height="178" /><p class="wp-caption-text">Überraschendes Treffen der Präsidenten Uruguays und Argentiniens, José Mujica und Cristina Fernández</p></div>
<p>Die Reaktionen auf das gestrige überraschende Treffen zwischen Präsident José Mujica und der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ließen nicht lange auf sich warten. Auf beiden Seiten des Río de la Plata sprach man gestern über die Gründe dieses Treffens, dessen vordergründige Konsequenz die Erklärung beider Länder ist, das Urteil des internationalen Gerichtshofs in Den Haag am 20. April über den wegen der Papierfabrik seit Jahren schwelenden bilateralen Konflikt zwischen Uruguay und Argentinien, respektieren zu wollen.<span id="more-622"></span></p>
<p>José Pouler, ein Sprecher der Umweltaktivisten von Gualeguaychú, die die internationale Brücke über den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern seit inzwischen über drei Jahren besetzt halten, betonte, dass unabhängig vom Urteil in Den Haag die Blockade fortgeführt würde, er drohte sogar damit, die Maßnahmen zu verschärfen.</p>
<p>Die Blockade würde fortgesetzt, so argumentieren die Argentinier, da die Anlage am Río Uruguay die Umwelt belaste, und diese aufgrund dessen verlegt werden solle.</p>
<p>Bonomi reagierte gestern frostig auf diese Erklärung der argentinischen Demonstranten: &#8220;Es ist kindisch, zu glauben, man könne das Problem mit der Verlegung der Fabrik lösen und es ist ebenfalls kindisch, zu glauben, dass es überhaupt dazu kommen könnte.&#8221;</p>
<p>Juan Veronessi, einer der Umweltaktivisten, sagte dazu: &#8220;Der Minister kann sagen, was er will.&#8221; und er fügte hinzu: &#8220;Uns allen ist klar, dass eine Verlegung nicht leicht ist, da Uruguay an Verträge gebunden ist, aber unser Protest wird solange fortgesetzt, bis Botnia vom Río Uruguay verschwunden ist.&#8221;</p>
<p>Veronessi wollte nicht ausschließen, dass man angesichts einer evtl. negativen Entscheidung des internationalen Gerichtshofs die Blockade-Maßnahmen verschärfen werde, wollte sich jedoch nicht näher zu diesem Thema äußern.</p>
<p>Die Entscheidung, so Veronessi weiter, sollte, egal wie sie ausfällt, &#8220;von den Staaten respektiert werden. Wir aber werden keinesfalls unseren Protest aufgeben, ganz egal, was Den Haag dazu sagt, denn niemand kann uns das Menschenrecht nehmen, für die Umwelt zu kämpfen.&#8221;</p>
<p>In den argentinischen Medien war man sich gestern darüber einig, dass man von Seiten der Regierung unter Präsidentin Fernández die Entscheidung des internationalen Gerichtshofs respektieren werde.</p>
<p>&#8220;Uruguay und Argentinien stellen sich auf die Entscheidung im Fall Botnia ein.&#8221;, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der argentinischen Tageszeitung &#8220;La Nación&#8221;. &#8220;Einigung über Anerkennung des Urteils von Den Haag im Fall Botnia&#8221;, titelte die Tageszeitung &#8220;Clarín&#8221;.</p>
<p>Das argentinische Blatt veröffentlichte ein Interview mit dem uruguayischen Außenminister Luis Almagro, in dem dieser sagte, er sei sich &#8220;ziemlich sicher, dass Uruguays aktuelle rechtliche Position in den wichtigsten Punkten bekräftigt wird. Ich glaube, dass das Urteil im Wesentlichen den Standpunkten Uruguays folgen wird.&#8221;</p>
<p>&#8220;Es ist mehr als bewiesen, dass es keine Umweltbelastungen gibt. Sofern es Anzeichen einer Verschmutzung in diesem Teil des Río Uruguay gibt, so stammt diese nicht von der Zellulosefabrik. Das ist der entscheidende Fakt, das ist die Wahrheit in diesem Fall.&#8221;, fügte der Außenminister hinzu.</p>
<p>Hinsichtlich der nächsten Schritte bezüglich einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den Regierungen Argentiniens und Uruguays sehe er positive Signale, sagte Almagro, obschon es nach dem Urteil von Den Haag &#8220;noch sehr viel Arbeit mit Argentinien geben wird.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Umgang mit der Entscheidung ist richtungsweisend, weil sie rechtliche Aspekte zur Folge haben wird, denen unmittelbare praktische Umsetzungen folgen müssen.&#8221;, betonte er.</p>
<p>Die argentinischen Demonstranten von Gualeguaychú werden sich das Urteil des internationalen Gerichtshofs auf einer Großleinwand in Arroyo Verde ansehen können. Sollte es den von den Umweltaktivisten geforderten freien Tag in der Stadt nicht geben, will man darauf mit der Installation von Fernsehern in verschiedenen Büros reagieren, um den Angestellten die Möglichkeit zu geben, das Urteil von Den Haag zu verfolgen.</p>
<p>Je näher der Tag der Entscheidung rückt, umso größer sind die Erwartungen in der Hochburg des Widerstands gegen die Papierfabrik. &#8220;Wir warten mit größter Zuversicht auf die Entscheidung. Ich bin restlos davon überzeugt, dass sie zugunsten Argentiniens ausfallen wird, denn der Staat verteidigt sich gegen die von Botnia verschuldete Umweltverschmutzung und die Verletzung des Río-Uruguay-Vertrags.&#8221;, sagte Veronessi gegenüber &#8220;El País&#8221;.</p>
<p>Für ihn war das Treffen der beiden Präsidenten in Buenos Aires, &#8220;eine erfreuliche Überraschung, da ich vermute, dass irgendetwas passiert ist, das Mujica Sorgen bereitet.&#8221;</p>
<p>Veronessi, einer der Hardliner der Umweltbewegung von Gualeguaychú, erklärte, man werde sich am 20. April um 10 Uhr morgens vor der Großleinwand bei Kilometer 28 auf der Nationalstraße 136 treffen. Die Demonstranten signalisierten, dass möglicherweise auch Juan José Bahillo, der Bürgermeister von Gualeguaychú, nach Arroyo Verde anreisen werde, dem Ort, der als Zentrum des argentinischen Widerstands gegen die Papierfabrik im uruguayischen Fray Bentos bekannt ist.</p>
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		<title>Uruguay &#8211; Steuerhölle und Massengrab?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 21:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.
Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.</p>
<p>Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein &#8220;Horrorszenario&#8221; und die Straßen des Landes gar ein &#8220;Massengrab&#8221;. Das ist starker Tobak. Ist Uruguay tatsächlich so infernalisch?</p>
<p><span id="more-608"></span></p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 1</strong></h4>
<p><strong><br />
Die Behauptung Nr. 1 in diesem Artikel: &#8220;Ein Haus im Wert von 100.000 Dollar wird in Paris mit 200 US Dollar besteuert, in Mailand mit 440 und in Madrid mit 551 Dollar. In Montevideo sind es 1.200 US-Dollar.&#8221;</strong></p>
<p>Abgesehen davon, dass mir die Zahlen reichlich pauschal erscheinen, weiß ich nicht, woher der Verfasser dieses Textes die scheinbar so präzisen Informationen über die zu zahlenden Steuern für ein Haus im Wert von 100.000 US$ in Europa bezieht, insbesondere da sich in diesem Preissegment die Auswahl auf dem europäischen Immobilienmarkt einigermaßen übersichtlich gestaltet. Ich weiß nicht, wie realistisch diese Angaben sind, was allerdings die Steuern in Uruguay anbelangt, liegen die Dinge ein wenig anders.</p>
<p>Vorweg &#8211; in Uruguay gibt es folgende Steuerarten:</p>
<p>1. Die Körperschaftssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Actividades Económicas (IRAE)</p>
<p>2. Die Vermögenssteuer &#8211; Impuesto al Patrimonio (IP)</p>
<p>3. Die Einkommenssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Personas Físicas (IRPF)</p>
<p>4. Die Auslands-Einkommenssteuer (gilt für in Uruguay gemeldete Personen, die sich überwiegend im Ausland aufhalten) &#8211; Impuesto a las Rentas de los No Residentes (IRNR)</p>
<p>5. Die Mehrwertsteuer &#8211; Impuesto al Valor Agregado (IVA)</p>
<p>6. Die interne Absatzsteuer &#8211; Impuesto Específico Interno (IMESI)</p>
<p>7. Die Grundsteuer &#8211; Contribución Inmobiliaria</p>
<p>8. Die Kfz-Steuer &#8211; Patente de Rodados</p>
<p>Auf Wohneigentum fällt in Uruguay Vermögenssteuer und Grundsteuer an. Bei Einzelpersonen werden bei der Vermögenssteuer, dem sog. Impuesto al Patrimonio (IP), progressive Sätze zugrunde gelegt, die zwischen 0,7% und 2,5% liegen, bei einem Freibetrag von 80.000 US$, für Familien 160.000 US$.</p>
<p>Bei der Bemessung der Steuer wird der sog. Valor Real (Einheitswert) zugrunde gelegt, der bei einem Haus im Wert von 100.000 US$ bei etwa 50.000 US$ liegt. Für dieses Beispiel würde also keine Vermögenssteuer anfallen, da bei Einzelpersonen Werte bis zu 80.000 US$ nicht versteuert werden.</p>
<p>Wie hoch ist die Grundsteuer? Die Grundsteuer fällt von Departamento zu Departamento unterschiedlich hoch aus. Sie berechnet sich ebenso wie die Vermögenssteuer nach dem Einheitswert, in diesem Fall also ca. 50.000 US$, nach dem heutigen Wechselkurs ca. 965.000 Pesos. Für Einheitswerte zwischen 773.291 Pesos und 1.546.581 Pesos fallen im Departamento Montevideo 1% Grundsteuern an, das sind für eine Liegenschaft mit einem Marktwert von US$100.000 also 500 US$ und keineswegs wie behauptet 1.200 US$.</p>
<p>Uruguay ist wirklich kein Billigland, aber wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen.</p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 2</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 2: &#8220;Ein Peugeot 306 Baujahr 96 wird in Madrid pro Jahr mit 100 Dollar, in London mit 274 U$ und in Montevideo mit 1.396 US-Dollar besteuert.&#8221;</strong></p>
<p>Das ist sagenhaft: Woher um Himmelswillen weiß einer so etwas? Für einen Peugeot 306, Baujahr 1996, zahlt man in London 274 US$ Steuern! Schau einer an!</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wie hoch die steuerliche Belastung für einen Peugeot 306, Baujahr 1996 in London sein mag, aber ich habe doch erhebliche Zweifel an der in Montevideo entstehenden Steuerbelastung für ein solches Modell.</p>
<p>1.396 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs etwa 27.000 uruguayische Pesos.  Da sich der sog. Patente de Rodados, so heißt die hiesige Kfz-Steuer, zum Großteil nach dem Marktwert der Fahrzeuge bemisst, ist es wichtig, den aktuellen Kaufpreis für einen Peugeot 306, Bj. 1996 zu kennen. Die verlangten Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind in der Tat gehörig (s. a. <a title="Autopreise in Uruguay" href="http://immobilienuruguay.com/2009/09/08/eines-der-wenigen-leidigen-themen-in-uruguay-autos-und-ihre-preise/" target="_self">Artikel über Autopreise in Uruguay</a>). Sie liegen je nach Zustand und Laufleistung bei ca. 7.000 US$ – 10.000 US$.</p>
<p>Ich habe nun allerdings keinen Peugeot 306, Bj. 1996 und kenne auch niemanden, der einen solchen Wagen besitzt. Steuertabellen oder irgendwelche anderen Berechnungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man müsste also ein vom Wert her ähnliches Fahrzeug zum Vergleich heranziehen.</p>
<p>Auf der Internetseite der Intendencia de Montevideo  (www.montevideo.gub.uy) kann man, deutschen Datenschützern würden die Haare zu Berge stehen, mit Eingabe der sog. Padron-Nr. eines Fahrzeugs, die bezahlten und unbezahlten Steuer-Rechnungen, inkl. evtl. angefallener Strafmandate einsehen. Es lassen sich willkürlich irgendwelche 6-stelligen Zahlenreihen eintippen und schon findet man die entsprechenden Daten mit Angabe des Fahrzeugmodells.</p>
<p>Ich habe die Geduld nicht aufbringen können, dieses Spielchen so lange zu treiben, bis mir zufällig ein Peugeot 306 mit entsprechendem Baujahr auf den Bildschirm geriet.  Aber einen Chevrolet Corsa 1.7 DSL, Baujahr 2002 habe ich gefunden. Die aktuellen Marktpreise für diesen Wagen liegen zwischen 7.000 US$ und 10.000 US$, genau wie bei dem Peugeot.</p>
<p>Für den Corsa fielen für 2010 16.800 Pesos an, das sind ca. 870 US$. Bezahlen brauchte der Fahrzeuginhaber allerdings nur 780 US$, da er seine Steuern gleich für das ganze Jahr bezahlt hat und in Montevideo, wie den meisten oder sogar allen anderen Departamentos auch, in diesem Fall 10% Nachlass gewährt werden.  Natürlich, 780 US$ sind immer noch genug, aber es sind 616 US$ weniger, als der Verfasser besagten Textes mutmaßt.</p>
<p>Gerade dieses Beispiel taugt für die Behauptung, dass Uruguay die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; sei, aber ganz besonders wenig, denn der Vollständigkeit halber hätte der Autor hinzufügen sollen, dass die Kraftfahrzeugsteuern in Uruguay von Departamento zu Departamento extrem schwanken und Montevideo in dieser Hinsicht meines Wissens das teuerste Pflaster des Landes ist. Die meisten unserer Kunden z. B. lassen sich im Dep. Maldonado nieder – wo man im Vergleich zur Hauptstadt im Schnitt nur die Hälfte der Kfz-Steuern bezahlt. Da relativiert sich die vermeintliche Steuerhölle gleich erheblich.</p>
<h4><strong>Horrorszenario Automarkt?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 3: &#8220;Ein Kleinwagen wie z. B. ein Honda Swift kostet in Uruguay 24.000 US$&#8221;</strong></p>
<p>Gemeint ist natürlich der Suzuki Swift – es sei denn Honda und Suzuki hätten jüngst fusioniert.  Die Autopreise in Uruguay sind wirklich horrend, aber als &#8220;Horrorszenario&#8221;, zudem noch als &#8220;ein weiteres Horrorszenario&#8221; würde ich sie nicht bezeichnen.</p>
<p>Der Suzuki Swift ist nun ausgerechnet ein Modell, welches man in Uruguay sowohl gebraucht, als auch neu eher selten antrifft. Aber mal im Ernst: Was ist das für eine Aussage? Ohne Angabe zu Version und Ausstattung kostet irgendein Swift 24.000 US$.</p>
<p>24.000 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs ca. 17.800 €. Ich verweise als Antwort auf das &#8220;Horrorszenario&#8221; auf die <a title="Preis Suzuki Swift Deutschland" href="http://auto.suzuki.de/auto/live/modelle/swift/sport/preise.html" target="_blank">Webseite von Suzuki Deutschland</a>. Jaja, es ist wirklich alles ganz entsetzlich in Uruguay!</p>
<h4><strong>Uruguays Straßen: Ein Massengrab?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 4: &#8220;Zu den hohen Kosten gesellen sich ein hohes Sicherheitsrisiko, da der nationale Fuhrpark völlig überaltert ist und nur notdürftig von den Besitzern Instand gehalten werden kann. Die Strassen in Uruguay sind ein Massengrab.&#8221;</strong></p>
<p>Ein Massengrab – mein Gott – wir sind in unseren 4 Jahren Uruguay ca. 100.000 km durch ein Massengrab gefahren und haben es nicht bemerkt. Mir stehen die Haare zu Berge.</p>
<p>Unabhängig davon, dass sich der &#8220;nationale Fuhrpark&#8221; in den letzten Jahren mächtig gewandelt hat und man inzw. mehr Neuwagen als Rostlauben sieht, sprechen die Zahlen für sich:</p>
<p>In Deutschland leben 82 Mio. Menschen, im Jahr 2009 gab es 4.160 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also 5,07 Verkehrstote – schlimm genug. Trotzdem wird diese Zahl zu Recht als großer Fortschritt angesehen, denn so wenige Verkehrstote gab es noch nie. Noch vor 20 Jahren sahen die Zahlen ganz anders aus. 1990 kamen auf 100.000 Einwohner über 13 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland">http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland</a>)</p>
<p>In Uruguay leben 3,3 Mio. Menschen und im Jahr 2009 gab es 172 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also hier 5,21 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/">http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/</a>)</p>
<p><strong>Massengrab?</strong></p>
<p>Bevor man mit solchen Begriffen um sich wirft, sollte man gründlich recherchieren.  Ich will es damit bewenden lassen, auch wenn noch manch andere der Aussagen in diesem Text sicherlich eine nähere Untersuchung verdient hätte. Aber sei&#8217;s drum.</p>
<p><a title="Steuerhölle Uruguay" href="http://lateinamerika-reisemagazin.com/2010/03/26/uruguay-die-steuerholle-auf-erden/" target="_blank">Hier der besagte Artikel</a></p>
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		<title>Neue Maut-Tarife &#8211; nur ein Aprilscherz?</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/03/30/jetzt-wirds-teuer-neue-maut-tarife-ab-1-april/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 16:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto & Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Interbalnearia]]></category>
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		<description><![CDATA[Es scheint doch nur ein (schlechter) Aprilscherz gewesen zu sein, was auf der Internetseite www.observa.com.uy zu lesen war und ist. Zum 1. April sollten angeblich landesweit die Peaje(Maut)-Tarife auf den Nationalstraßen erhöht werden und zwar gleich gehörig.
Die vermeintlich neuen Tarife:
1. Autos oder Transporter (bis zu 8 Sitzen einschließlich Fahrer), mit oder ohne Anhänger von bis zu 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es scheint doch nur ein (schlechter) Aprilscherz gewesen zu sein, was auf der Internetseite <a title="Neue Mauttarife in Uruguay ab 1.4.2010" href="http://bit.ly/cryFtK" target="_blank">www.observa.com.uy</a> zu lesen war und ist. Zum 1. April sollten angeblich landesweit die Peaje(Maut)-Tarife auf den Nationalstraßen erhöht werden und zwar gleich gehörig.<span id="more-598"></span></p>
<p>Die vermeintlich neuen Tarife:</p>
<p><strong>1. Autos oder Transporter</strong> (bis zu 8 Sitzen einschließlich Fahrer), mit oder ohne Anhänger von bis zu 4 Rädern auf 1 oder 2 Achsen verteilt, und andere 2-Achs-Fahrzeuge mit bis zu 4 Rädern: <strong>90 Peso </strong>(das wäre eine Erhöhung um 100%)<strong><br />
</strong></p>
<p>(nach dem heutigen Wechselkurs sind 90 Pesos ca. 3,40 Euro; Bsp.: für eine Fahrt vom Flughafen in Montevideo nach Punta del Este und zurück werden ab Donnerstag 13,60 Euro fällig.)</p>
<p><strong>2. Express-Bus</strong> (Fahrer und ein Gast Minimum), Mikro-und Mini-Bus oder LKW-Zugmaschine ohne Anhänger: <strong>90 Pesos</strong></p>
<p><strong>3. Fahrzeuge mit 2 Achsen und mehr als 4 Rädern (bei Doppelbereifung): 170 Pesos</strong></p>
<p><strong>4. Bus: 170 Pesos</strong></p>
<p><strong>5. LKW mit 3 Achsen: 170 Pesos</strong></p>
<p><strong>6. LKW mit 4 Achsen: 346 Pesos</strong></p>
<p><strong>7. LKW mit mehr als 4 Achsen: 346 Pesos</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Fakt ist: am 1. April zahlte man an den Peajes, wie gehabt, 45 Pesos und von einer Erhöhung der Tarife wusste man, zumindest an der Peaje Solís, nichts.</span></strong></p>
<p>Quelle: <a title="Neue Mauttarife in Uruguay ab 1.4.2010" href="http://bit.ly/cryFtK" target="_blank">www.observa.com.uy</a></p>
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		</item>
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		<title>Das BIP wuchs 2009 um 2,9%</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/03/24/das-bip-wuchs-2009-um-29/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 20:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Angaben der Uruguayischen Zentralbank im Jahr 2009 um 2,9%, vor allem aufgrund gestiegener Exporte und der höheren Binnennachfrage.
Das Wachstum übertraf die Erwartungen von Regierung und Analysten, die nur eine Steigerung von 2% erwarteten.
Die größte Zunahme wurde im vierten Quartal 2009 verzeichnet, indem die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5% und saisonbereinigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Angaben der Uruguayischen Zentralbank im Jahr 2009 um 2,9%, vor allem aufgrund gestiegener Exporte und der höheren Binnennachfrage.</p>
<p>Das Wachstum übertraf die Erwartungen von Regierung und Analysten, die nur eine Steigerung von 2% erwarteten.</p>
<p>Die größte Zunahme wurde im vierten Quartal 2009 verzeichnet, indem die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahresquartal um 4,5% und saisonbereinigt um 2,1% gegenüber dem Vorquartal wuchs.</p>
<p><a title="BPI in Uruguay wuchs 2009 um 2,9%" href="http://www.elpais.com.uy/100324/ultmo-478599/ultimomomento/pbi-crecio-2-9-en-2009" target="_blank">elpais.com.uy</a> am 24.03.2010</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leserfrage: Ist es möglich, einen Bungalow mit 120 qm für 60-70.000 € zu bauen?</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/03/23/leserfrage-ist-es-moglich-einen-bungalow-mit-120-qm-fur-60-70-000-e-zu-bauen/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2010/03/23/leserfrage-ist-es-moglich-einen-bungalow-mit-120-qm-fur-60-70-000-e-zu-bauen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 22:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen & Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immobilienuruguay.com/?p=586</guid>
		<description><![CDATA[Frage: &#8220;Guten Tag, hatte bereits vor einigen Monaten Kontakt zu Ihnen. Ich hätte  gerne gewußt, ob es möglich wäre,  auf ca. 1 ha Grundstück einen  120qm-Bungalow/dt.Qualität   für ca.60-70.000 Euro zu bauen. Die  Entfernung zum Meer wäre dann zweitrangig, aber eine Ortschaft sollte  schon in der Nähe sein.
Ist sowas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage: <strong>&#8220;Guten Tag, hatte bereits vor einigen Monaten Kontakt zu Ihnen. Ich hätte  gerne gewußt, ob es möglich wäre,  auf ca. 1 ha Grundstück einen  120qm-Bungalow/dt.Qualität   für ca.60-70.000 Euro zu bauen. Die  Entfernung zum Meer wäre dann zweitrangig, aber eine Ortschaft sollte  schon in der Nähe sein.<br />
Ist sowas grundsätzlich machbar ? Oder sind diese Preisvorstellungen  nicht haltbar.&#8221;</strong><span id="more-586"></span></p>
<p>Ausgehend vom heutigen Wechselkurs wären das 80.000 &#8211; 90.000 US$. Kurz und knapp: <strong>Nein, diese Preisvorstellungen sind nicht haltbar.</strong> Aber ich will genauer darauf eingehen:</p>
<p>Leider wird aus der Frage nicht klar, ob das 1 ha große Grundstück bereits vorhanden ist, bzw. ob ein solches mitgekauft werden soll. Die Preise für ein Hektar Land schwanken natürlich extrem je nach Departamento, Lage und Küstennähe. Gerade bei &#8220;kleinen&#8221; Flächen muss man außerdem berücksichtigen, dass man keinesfalls mit Agrarflächen-Preisen rechnen darf. Für einen Hektar sollten Sie daher zwischen 8.000 US$ (nicht in Küstennähe!) und 25.000 US$ kalkulieren &#8211; in der Nähe von Punta del Este auch bedeutend mehr. Erschwerend kommt hinzu, dass Flächen unter 5 Hektar nur sehr selten zu finden sind.</p>
<p>Zu den Baukosten: Es ist noch immer möglich, für ca. 500 US$ pro Quadratmeter zu bauen &#8211; <strong>ABER</strong> &#8211; für diesen Preis darf man nicht einmal annähernd deutsche Qualität erwarten. Für einen einigermaßen vergleichbaren Standard sollte man von mind. 1.000 bis 1.200 US$ pro Quadratmeter ausgehen. Für einen 120 qm großen Bungalow wären das also auf keinen Fall unter 120.000 US$, tendenziell mehr.</p>
<p>Sollte ein Grundstück in der gewünschten Größe mit eingerechnet werden, muss man also mit Gesamtkosten ab 130.000 US$ (ca. 96.000 €), bzw. bei entsprechender Ausführung (evtl. mit Fußbodenheizung und Doppelverglasung) und einem Grundstück in Küstennähe (bis ca. 5 km) auch mit bis zu 200.000 US$ (ca. 148.000 €) rechnen &#8211; nach oben gibt es wie immer keine Grenze.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/03/13/interview-mit-bundesausenminister-guido-westerwelle/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 15:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[anläßlich seiner Stippvisite in Uruguay am 9. März gab Außenminister Westerwelle der Wochenzeitung Búsqueda das folgende Interview. Der Besuch Westerwelles war übrigens seit 20 Jahren der erste eines deutschen Außenministers in Uruguay.


Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands hat sich  noch nicht konsolidiert und die Signale sind noch widersprüchlich.  Welches Panorama prognostiziert Ihre Regierung für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>anläßlich seiner Stippvisite in Uruguay am 9. März gab Außenminister Westerwelle der Wochenzeitung Búsqueda das folgende Interview. Der Besuch Westerwelles war übrigens seit 20 Jahren der erste eines deutschen Außenministers in Uruguay.</p>
<div id="attachment_582" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-582" title="aussenminister-westerwelle-mit-praesident-mujica-bei-seinem-besuch-in-uruguay" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/03/aussenminister-westerwelle-mit-praesident-mujica-bei-seinem-besuch-in-uruguay-300x216.jpg" alt="Präsident José Mujica mit Guido Westerwelle" width="300" height="216" /><p class="wp-caption-text">Präsident José Mujica mit Guido Westerwelle</p></div>
<p><span id="more-581"></span></p>
<div>
<p><strong>Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands hat sich  noch nicht konsolidiert und die Signale sind noch widersprüchlich.  Welches Panorama prognostiziert Ihre Regierung für den Rest des Jahres?</strong></p>
<p>Der  Export zieht wieder an, zudem zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt  weiter robust. Wir setzen darauf, dass sich die wirtschaftliche Erholung  in Deutschland fortsetzt. Dies versuchen wir national wie auf  europäischer Ebene zu unterstützen: National setzen wir Wachstumsimpulse  durch die Entlastung von Familien und mittelständischen Unternehmen.</p>
<p><strong>2010  beginnt die EU den Vertrag von Lissabon zu implementieren, der in den  Bereichen Sicherheit und Außenbeziehungen einen größeren  Souveränitätstransfer der MS an die Union bedeutet. Ist es möglich,  inmitten der Wirtschaftskrise, die einen großen Teil des Kontinents in  Mitleidenschaft zieht, mit diesem Prozess fortzufahren?</strong></p>
<p>Das  europäische Krisenmanagement im Bereich der Wirtschafts- und  Finanzpolitik hat nichts mit unseren Bemühungen zu tun, im Bereich der  Außen- und Sicherheitspolitik noch enger zusammen zu arbeiten. Es ist  richtig: Der Vertrag von Lissabon sieht grundlegende Änderungen in der  europäischen Außenpolitik vor, vor allem institutionell. Durch die  Bündelung von außenpolitischen Zuständigkeiten haben wir die Chance,  viel stärker als bisher als <span><span>ein</span></span> Akteur aufzutreten. Mit dem neuen Zuschnitt des Amtes der  EU-Außenbeauftragten, das Catherine Ashton vor drei Monaten übernommen  hat, gewinnt die EU an Handlungsfähigkeit und Sichtbarkeit.</p>
<p><strong>Vermindert  es nicht die Glaubwürdigkeit des europäischen Wirtschaftssystems, dass  verschiedene Länder die Maastricht-Kriterien über die Koordinierung der  makroökonomischen Politik nicht einhalten?</strong></p>
<p>Der Vertrag  von Lissabon macht den Euro-Mitgliedern sehr klare Vorgaben zu  Neuverschuldung und zum Schuldenstand. Die Kommission wacht darüber,  dass diese Vorgaben eingehalten werden. Sie verfügt auch über die  nötigen Sanktionsmöglichkeiten, um ein Mitglied wieder auf Kurs zu  bringen. Aus meiner Sicht hat sich das sehr bewährt und ist ein  wesentlicher Grund für die Glaubwürdigkeit des Finanzsystems im  Euro-Raum.</p>
<p><strong>Die Finanzkrise, die Ländern wie Griechenland  und Spanien zu schaffen macht, deren Zentralbanken wegen ihrer  Handhabung von Zahlen und Bilanzen bzgl. Haushaltsdefizit und Schulden  hinterfragt werden, hat die gemeinsame Währung, den Euro, zum ersten Mal  auf die Probe gestellt. Welche Maßnahmen gedenkt Ihr Land anzuregen,  wenn sich bestätigt, dass in diesen Fällen die Information manipuliert  wurde?</strong></p>
<p>Im Falle Griechenlands zeigt sich heute leider,  dass die Zahlen zu Haushalt und Schuldenstand über einen längeren  Zeitraum nicht korrekt gemeldet wurden. Hier müssen wir die richtigen  Lehren ziehen. Schon jetzt ist klar: Kommission, Euro-Mitglieder und das  europäische Statistik-Amt werden die nationalen Finanzdaten in Zukunft  sehr viel sorgfältiger zu prüfen haben. Und sie werden schon bei  kleinsten Anzeichen für mögliche Unregelmäßigkeiten entschiedener für  Klärung sorgen.</p>
<p><strong>In diesem Jahr übertrifft China  Deutschland zum ersten Mal als führende Exportnation der Welt. Wie wird  Ihr Land angesichts der Expansion Chinas und anderer Schwellenländer  reagieren?</strong></p>
<p>Deutschland bleibt eine starke Exportnation.  Da habe ich keine Zweifel. Ob wir nun weiter Exportweltmeister sind oder  nicht, ist sekundär. Sie dürfen die demographischen Fakten nicht aus  den Augen verlieren: China hat mehr als die 15fache Bevölkerung  Deutschlands. Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und auf  technologischen Vorsprung setzen. Mit innovativen, hochqualitativen  Produkten und Techniken – etwa in den Bereichen Energie, Biotechnologie,  Telekommunikation – sichern wir unsere Exportstärke.</p>
<p><strong>Lange  Zeit haben Europa und die Vereinigten Staaten bzgl. des Defizites an  Demokratie und Freiheiten in China weg geschaut. Ist der Moment  gekommen, Peking diese Themen zu präsentieren?</strong></p>
<p>Deutschland  tritt weltweit für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ein. Deshalb  bringen wir die schwierige Lage von Bürgerrechtlern und Dissidenten in  China oder das Recht der Tibeter auf Entfaltung ihrer kulturellen  Identität offen zur Sprache. Das war beim meinem letzten Besuch in  Peking so, es wird auch künftig so sein.</p>
<p><strong>Deutschland ist  Teil der Verhandlungsgruppe, welche versucht, Iran dazu zu bewegen,  seinen Plan zu nuklearer Entwicklung, so wie er konzipiert ist,  aufzugeben. Ein kürzlicher Bericht der Vereinten Nationen belegt, daß  jener islamische Staat auf dem Weg ist, Massenvernichtungswaffen  herzustellen. Ist für Ihr Land der Moment gekommen, gegen das Regime in  Teheran strenge Sanktionen zu verhängen? Welche Arten von Sanktionen  regt Deutschland an?</strong></p>
<p>Iran hat das Recht, die Atomkraft  für zivile Zwecke zu nutzen. Iran darf sich aber nicht atomar bewaffnen.  Deshalb gilt der zweigleisige Ansatz der internationalen  Verhandlungsgruppe: Es gibt das Angebot weit reichender Kooperation im  Bereich Wirtschaft und Technologie, wenn Iran sich öffnet und die  Vorgaben der internationalen Gemeinschaft erfüllt. Tut er es nicht,  behalten wir uns weitere Maßnahmen vor. Deutschland ist auch bereit zu  einer Ausweitung der Sanktionen, wenn der Iran die ausgestreckte Hand  der Staatengemeinschaft weiter ausschlägt.</p>
<p><strong>Soeben ist in  Kuba im Gefängnis ein politischer Gefangener an einem Hungerstreik  gestorben. Glauben Sie, daß Europa seine Politik gegenüber Ländern  Lateinamerikas, die die Menschenrechte nicht vollständig achten, ändern  sollte?</strong></p>
<p>Der vermeidbare Tod von Orlando Zapata hat uns  tief betroffen gemacht. Die kubanische Regierung muss endlich alle  politischen Gefangenen freilassen und den internationalen humanitären  Organisationen Zugang zu den kubanischen Gefängnissen ermöglichen. Im  Übrigen gehört das Eintreten für Menschenrechte zum Kernbestand  deutscher und europäischer Außenpolitik – selbstverständlich auch  gegenüber den Ländern Lateinamerikas.</p>
<p><strong>Die EU und der  Mercosur sind an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, um auf dem Weg zur  Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens weiter voranzuschreiten. Ist  das Erreichen einer Vereinbarung vor dem Hintergrund der gegenwärtigen  wirtschaftlichen Unsicherheit überhaupt möglich? Und kann Europa seine  Agrarpolitik verändern, wie der Mercosur es fordert, um ein Abkommen zu  schließen?</strong></p>
<p>Wir wollen ein ambitioniertes und ausgewogenes  Freihandelsabkommen mit dem Mercosur. Gerade jetzt, wo es auf beiden  Seiten darum geht, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, hätte so ein  Abkommen einen großen Mehrwert. Was die europäische Agrarpolitik  betrifft: Es gibt eine wichtige Verbindung zwischen dem  Freihandelsabkommen und der Doha-Runde. Wir wollen einen Erfolg der  Doha-Runde. Deshalb ist die EU für einen Abschluss in Vorleistung  getreten und hat erhebliche Anstrengungen für einen verbesserten  Marktzugang landwirtschaftlicher Produkte unternommen. Fortschritte bei  Doha würden sicherlich auch die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen  zwischen EU und Mercosur voranbringen.</p>
<p><strong>Welche Erwartungen  hat die deutsche Regierung an die Regierung unter José Mujica?</strong></p>
<p>Präsident  Mujica hat ja deutlich gemacht, was im Mittelpunkt seiner Amtszeit  stehen soll: Die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Bekämpfung der Armut  und weitere Reformen im Bereich Bildung und Gesundheit. Deutschland will  seine bilateralen Beziehungen zu Uruguay weiter ausbauen. Und nach  meinem Gespräch mit Präsident Mujica weiß ich: Wir haben in ihm einen  offenen und engagierten Gesprächspartner.</p>
<p><strong>Beunruhigt es  Deutschland, daß die neue uruguayische Regierung Gesten der Annäherung  gegenüber Regimen wie dem von Hugo Chávez in Venezuela ankündigt?</strong></p>
<p>Jedes  Land hat das Recht, seine Beziehungen selbst zu gestalten. Mir  erscheint es durchaus normal, dass Uruguay und Venezuela als regionale  Partner in Kontakt stehen. Uruguay gehört zum Mercosur, Venezuela ist  auf dem Weg zur Mitgliedschaft.</p>
<p><strong>Das deutsche  Außenministerium wirkte auf seinen uruguayischen Counterpart dahingehend  ein, dass der von der Graf Spee, die weiterhin im Rio de la Plata auf  Grund liegt, geborgene Nazi-Adler nicht ausgestellt werden soll. Woher  rührt diese Haltung &#8211; während in Deutschland durchaus Nazisymbole als  Teil der Erinnerungskultur ausgestellt werden?</strong> <strong><span>Worum  haben Sie den neuen Außenminister in dieser Angelegenheit gebeten</span></strong><strong>?</strong></p>
<p>Wir  wollen verhindern, dass die Wrackteile des Schiffes, vor allem der mit  einem Hakenkreuz bewehrte Heckadler, in den Militaria-Handel gelangen.  Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Wrackteile nicht zur  Verherrlichung oder Verharmlosung von NS-Gedankengut missbraucht werden.  Uns ist durchaus daran gelegen, die Aufarbeitung der historischen  Ereignisse zu fördern. Deshalb schlagen wir vor, die Wrackteile unter  Verantwortung des uruguayischen Staates bei einer Ausstellung im  historischen Kontext zu präsentieren.</p></div>
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		<title>Auf der Suche nach einem seriösen Immobilien-Anbieter in Uruguay?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 11:32:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Immobilienkauf ist Vertrauenssache, zumal natürlich, wenn es sich um Immobilien im Ausland handelt.
Sprachprobleme, Unkenntnis der örtlichen Gesetzte und Bestimmungen und natürlich die nicht ganz unberechtigte Sorge, als Ausländer mehr zu bezahlen, sind für viele ein Hemmnis.
Leider gibt es gerade im Bereich der Auslandsimmobilien tatsächlich immer wieder Fälle, in denen Gutgläubigkeit und Arglosigkeit von skrupellosen &#8220;Laien-Anbietern&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immobilienkauf ist Vertrauenssache, zumal natürlich, wenn es sich um Immobilien im Ausland handelt.</p>
<p>Sprachprobleme, Unkenntnis der örtlichen Gesetzte und Bestimmungen und natürlich die nicht ganz unberechtigte Sorge, als Ausländer mehr zu bezahlen, sind für viele ein Hemmnis.</p>
<p>Leider gibt es gerade im Bereich der Auslandsimmobilien tatsächlich immer wieder Fälle, in denen Gutgläubigkeit und Arglosigkeit von skrupellosen &#8220;Laien-Anbietern&#8221; schamlos ausgenutzt werden.<span id="more-578"></span></p>
<p>Auch in Uruguay gibt es inzwischen sehr viele deutsch- und englischsprachige &#8220;Mitbewerber&#8221;, die nicht registriert sind, entsprechend ungesetzlich auf dem Immobilienmarkt tätig sind und Einkünfte aus diesbezüglichen Geschäftstätigkeiten erzielen, die natürlich nicht versteuert werden. Sie treten mit ihren Angeboten in einigen Fällen bereits seit vielen Jahren völlig ungeniert im Internet auf und behaupten teilweise, keinerlei Provision zu berechnen, sondern es ihren &#8220;Kunden&#8221; zu überlassen, ihnen nach eigenem Ermessen etwas zu &#8220;schenken&#8221;. Natürlich stellen sie das eigene Angebot als vertrauenswürdig dar und versichern, dass es bei ihnen keine unseriösen Geschäftspraktiken gebe und Immobilien-Interessenten sich mit ihrer Hilfe Ärger und Kosten ersparen könnten. Seriös kann das Angebot eines Immobilienmaklers in Uruguay nur dann sein, wenn er registriert ist.</p>
<p>Wir meinen, es sollte sich von selbst verstehen, dass in Uruguay erwirtschaftete Einkünfte angegeben und entsprechend versteuert werden. Wir leben in diesem Land, weil wir es lieben, wir nutzen öffentliche Einrichtungen und profitieren von vielen Vorteilen, die uns hier geboten werden, außerdem liegt es uns am Herzen, dass Uruguay sich weiterhin positiv entwickelt.</p>
<p>Vergewissern Sie sich bitte vor einer Immobilien-Vermittlung in Ihrem eigenen Interesse, aber auch im Interesse dieses schönen Landes, ob Ihr Ansprechpartner beim Ministerio de Turismo y Deporte als Immobilienmakler registriert ist. Eine Liste der legitimierten Inmobiliarias in Uruguay finden Sie <a title="Registrierte Inmobiliarias in Uruguay" href="http://www.uruguaynatural.com/index.php?option=com_wrapper&amp;view=wrapper&amp;Itemid=204&amp;lang=es" target="_blank">hier</a>. (Eingabe: &#8220;Tipo de Operador: Inmobiliarias&#8221;)</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 710px"><img title="Registrierte Immobilienmakler in Uruguay auf der Webseite des Ministerio de Turismo y Deporte" src="http://www.immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/03/registrierte-immobilienmakler-in-uruguay.jpg" alt="Auf den Webseiten des Ministerio de Turismo y Deporte findet man die in Uruguay registrierten Inmobiliarias" width="700" height="396" /><p class="wp-caption-text">Auf den Webseiten des &quot;Ministerio de Turismo y Deporte&quot; findet man die in Uruguay registrierten Inmobiliarias</p></div>
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