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	<title>Das Uruguay-Blog von Immobilien van Bevern &#187; Presse &amp; Medien</title>
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	<description>Das Blog von www.van-bevern.com - Immobilien in Uruguay</description>
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		<title>Umweltaktivisten drohen mit Verschärfung der Brücken-Blockaden nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 18:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Übersetzung eines Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010 zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.
Hintergrundmaterial zu diesem Fall finden Sie hier.
&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Übersetzung eines Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010 zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hintergrundmaterial zu diesem Fall finden Sie hier.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo Bonomi die Forderung der Umweltaktivisten nach Verlegung der Zellulosefabrik UPM (ehemals Botnia) in Fray Bentos. Die Aktivisten drohten damit, ihre Maßnahmen nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs, weiter zu verschärfen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Reaktionen auf das gestrige überraschende Treffen zwischen Präsident José Mujica und der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ließen nicht lange auf sich warten. Auf beiden Seiten des Río de la Plata sprach man gestern über die Gründe dieses Treffens, dessen vordergründige Konsequenz die Erklärung beider Länder ist, das Urteil des internationalen Gerichtshofs in Den Haag am 20. April über den wegen der Papierfabrik seit Jahren schwelenden bilateralen Konflikt zwischen Uruguay und Argentinien, respektieren zu wollen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">José Pouler, ein Sprecher der Umweltaktivisten von Gualeguaychú, die die internationale Brücke über den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern seit inzwischen über drei Jahren besetzt halten, betonte, dass unabhängig vom Urteil in Den Haag die Blockade fortgeführt würde, er drohte sogar damit, die Maßnahmen zu verschärfen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Blockade würde fortgesetzt, so argumentieren die Argentinier, da die Anlage am Río Uruguay die Umwelt belaste, und diese aufgrund dessen verlegt werden solle.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Bonomi reagierte gestern frostig auf diese Erklärung der argentinischen Demonstranten: &#8220;Es ist kindisch, zu glauben, man könne das Problem mit der Verlegung der Fabrik lösen und es ist ebenfalls kindisch, zu glauben, dass es überhaupt dazu kommen könnte.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Juan Veronessi, einer der Umweltaktivisten, sagte dazu: &#8220;Der Minister kann sagen, was er will.&#8221; und er fügte hinzu: &#8220;Uns allen ist klar, dass eine Verlegung nicht leicht ist, da Uruguay an Verträge gebunden ist, aber unser Protest wird solange fortgesetzt, bis Botnia vom Río Uruguay verschwunden ist.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Veronessi wollte nicht ausschließen, dass man angesichts einer evtl. negativen Entscheidung des internationalen Gerichtshofs die Blockade-Maßnahmen verschärfen werde, wollte sich jedoch nicht näher zu diesem Thema äußern.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Entscheidung, so Veronessi weiter, sollte, egal wie sie ausfällt, &#8220;von den Staaten respektiert werden. Wir aber werden keinesfalls unseren Protest aufgeben, ganz egal, was Den Haag dazu sagt, denn niemand kann uns das Menschenrecht nehmen, für die Umwelt zu kämpfen.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">In den argentinischen Medien war man sich gestern darüber einig, dass man von Seiten der Regierung unter Präsidentin Fernández die Entscheidung des internationalen Gerichtshofs respektieren werde.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Uruguay und Argentinien stellen sich auf die Entscheidung im Fall Botnia ein.&#8221;, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der argentinischen Tageszeitung &#8220;La Nación&#8221;. &#8220;Einigung über Anerkennung des Urteils von Den Haag im Fall Botnia&#8221;, titelte die Tageszeitung &#8220;Clarín&#8221;.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das argentinische Blatt veröffentlichte ein Interview mit dem uruguayischen Außenminister Luis Almagro, in dem dieser sagte, er sei sich &#8220;ziemlich sicher, dass Uruguays aktuelle rechtliche Position in den wichtigsten Punkten bekräftigt wird. Ich glaube, dass die Entscheidung im Wesentlichen dem Standpunkt Uruguays zustimmen wird.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Es ist mehr als bewiesen, dass es keine Umweltbelastungen gibt. Sofern es Anzeichen einer Verschmutzung in diesem Teil des Río Uruguay gibt, so stammt diese nicht von der Zellulosefabrik. Das ist der entscheidende Fakt, das ist die Wahrheit in diesem Fall.&#8221;, fügte der Außenminister hinzu.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Hinsichtlich der nächsten Schritte bezüglich einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den Regierungen Argentiniens und Uruguays, sehe er positive Signale, sagte Almagro, obschon es nach dem Urteil von Den Haag &#8220;noch sehr viel Arbeit mit Argentinien geben wird.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">&#8220;Der Umgang mit der Entscheidung ist richtungsweisend, weil sie rechtliche Aspekte zur Folge haben wird, denen unmittelbare praktische Umsetzungen folgen müssen.&#8221;, betonte er.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die argentinischen Demonstranten von Gualeguaychú werden sich das Urteil des internationalen Gerichtshofs auf einer Großleinwand in Arroyo Verde ansehen können. Sollte es den von den Umweltaktivisten geforderten freien Tag in der Stadt nicht geben, will man darauf mit der Installation von Fernsehern in den Büros reagieren, um den Angestellten die Möglichkeit zu geben, das Urteil von Den Haag zu verfolgen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Je näher der Tag der Entscheidung rückt, umso größer sind die Erwartungen in der Hochburg des Widerstands gegen die Papierfabrik. &#8220;Wir warten mit größter Zuversicht auf die Entscheidung. Ich bin restlos davon überzeugt, dass sie zugunsten Argentiniens ausfallen wird, denn der Staat verteidigt sich gegen die von Botnia verschuldete Umweltverschmutzung und die Verletzung des Río-Uruguay-Vertrags.&#8221;, sagte Veronessi gegenüber &#8220;El País&#8221;.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Für ihn war dass das Treffen der beiden Präsidenten in Buenos Aires, &#8220;eine erfreuliche Überraschung, da ich vermute, dass irgendetwas passiert ist, das Mujica Sorgen bereitet.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Veronessi, einer der Hardliner der Umweltbewegung von Gualeguaychú, erklärte, dass man sich am 20. April um 10 Uhr morgens vor der Großleinwand bei Kilometer 28 auf der Nationalstraße 136 treffen werde. Die Demonstranten signalisierten, dass möglicherweise auch Juan José Bahillo, der Bürgermeister von Gualeguaychú, nach Arroyo Verde anreisen werde, dem Ort, der als Zentrum des argentinischen Widerstands gegen die Papierfabrik im uruguayischen Fray Bentos bekannt ist.</div>
<p>Übersetzung eines <a title="Umweltaktivisten drohen mit Verschärfung der Brücken-Blockaden" href="http://www.elpais.com.uy/100407/pnacio-481092/nacional/piqueteros-amenazan-con-extremar-el-bloqueo-tras-el-fallo-de-la-haya" target="_blank">Artikels der uruguayischen Tageszeitung &#8220;El País&#8221; vom 07.04.2010</a> zum seit Jahren schwelenden Streit bezüglich einer Zellulosefabrik in Fray Bentos, auf der uruguayischen Seite des Río Uruguay, und dem dazu am 20. April erwarteten Urteil des internationalen Gerichtshof in Den Haag.</p>
<p>Dazu Hintergrundmaterial von der Internetseite der Konrad-Adenauer-Stiftung:<br />
<a title="Hintergrundinformationen zum Botnia-Konflikt" href="http://bit.ly/dcW0kn" target="_blank">vom 20. Juli 2006<br />
</a><a title="Hintergrundinformationen zum Botnia-Konflikt" href="http://bit.ly/du6XCE" target="_blank">vom 26. Okt. 2007</a></p>
<p>&#8220;Einfach kindisch!&#8221;, so bezeichnet der uruguayische Minister Eduardo Bonomi die Forderung der Umweltaktivisten nach Verlegung der Zellulosefabrik UPM (ehemals Botnia) in Fray Bentos. Die Aktivisten drohten damit, ihre Maßnahmen nach dem Urteil des internationalen Gerichtshofs weiter zu verschärfen.</p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-624 " title="mujica_fernandez" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/04/mujica_fernandez1-300x178.jpg" alt="überraschendes Treffen der Präsidenten Uruguays und Argentiniens, José Mujica und Cristina Fernández" width="300" height="178" /><p class="wp-caption-text">Überraschendes Treffen der Präsidenten Uruguays und Argentiniens, José Mujica und Cristina Fernández</p></div>
<p>Die Reaktionen auf das gestrige überraschende Treffen zwischen Präsident José Mujica und der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ließen nicht lange auf sich warten. Auf beiden Seiten des Río de la Plata sprach man gestern über die Gründe dieses Treffens, dessen vordergründige Konsequenz die Erklärung beider Länder ist, das Urteil des internationalen Gerichtshofs in Den Haag am 20. April über den wegen der Papierfabrik seit Jahren schwelenden bilateralen Konflikt zwischen Uruguay und Argentinien, respektieren zu wollen.<span id="more-622"></span></p>
<p>José Pouler, ein Sprecher der Umweltaktivisten von Gualeguaychú, die die internationale Brücke über den Grenzfluss zwischen den beiden Ländern seit inzwischen über drei Jahren besetzt halten, betonte, dass unabhängig vom Urteil in Den Haag die Blockade fortgeführt würde, er drohte sogar damit, die Maßnahmen zu verschärfen.</p>
<p>Die Blockade würde fortgesetzt, so argumentieren die Argentinier, da die Anlage am Río Uruguay die Umwelt belaste, und diese aufgrund dessen verlegt werden solle.</p>
<p>Bonomi reagierte gestern frostig auf diese Erklärung der argentinischen Demonstranten: &#8220;Es ist kindisch, zu glauben, man könne das Problem mit der Verlegung der Fabrik lösen und es ist ebenfalls kindisch, zu glauben, dass es überhaupt dazu kommen könnte.&#8221;</p>
<p>Juan Veronessi, einer der Umweltaktivisten, sagte dazu: &#8220;Der Minister kann sagen, was er will.&#8221; und er fügte hinzu: &#8220;Uns allen ist klar, dass eine Verlegung nicht leicht ist, da Uruguay an Verträge gebunden ist, aber unser Protest wird solange fortgesetzt, bis Botnia vom Río Uruguay verschwunden ist.&#8221;</p>
<p>Veronessi wollte nicht ausschließen, dass man angesichts einer evtl. negativen Entscheidung des internationalen Gerichtshofs die Blockade-Maßnahmen verschärfen werde, wollte sich jedoch nicht näher zu diesem Thema äußern.</p>
<p>Die Entscheidung, so Veronessi weiter, sollte, egal wie sie ausfällt, &#8220;von den Staaten respektiert werden. Wir aber werden keinesfalls unseren Protest aufgeben, ganz egal, was Den Haag dazu sagt, denn niemand kann uns das Menschenrecht nehmen, für die Umwelt zu kämpfen.&#8221;</p>
<p>In den argentinischen Medien war man sich gestern darüber einig, dass man von Seiten der Regierung unter Präsidentin Fernández die Entscheidung des internationalen Gerichtshofs respektieren werde.</p>
<p>&#8220;Uruguay und Argentinien stellen sich auf die Entscheidung im Fall Botnia ein.&#8221;, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite der argentinischen Tageszeitung &#8220;La Nación&#8221;. &#8220;Einigung über Anerkennung des Urteils von Den Haag im Fall Botnia&#8221;, titelte die Tageszeitung &#8220;Clarín&#8221;.</p>
<p>Das argentinische Blatt veröffentlichte ein Interview mit dem uruguayischen Außenminister Luis Almagro, in dem dieser sagte, er sei sich &#8220;ziemlich sicher, dass Uruguays aktuelle rechtliche Position in den wichtigsten Punkten bekräftigt wird. Ich glaube, dass das Urteil im Wesentlichen den Standpunkten Uruguays folgen wird.&#8221;</p>
<p>&#8220;Es ist mehr als bewiesen, dass es keine Umweltbelastungen gibt. Sofern es Anzeichen einer Verschmutzung in diesem Teil des Río Uruguay gibt, so stammt diese nicht von der Zellulosefabrik. Das ist der entscheidende Fakt, das ist die Wahrheit in diesem Fall.&#8221;, fügte der Außenminister hinzu.</p>
<p>Hinsichtlich der nächsten Schritte bezüglich einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den Regierungen Argentiniens und Uruguays sehe er positive Signale, sagte Almagro, obschon es nach dem Urteil von Den Haag &#8220;noch sehr viel Arbeit mit Argentinien geben wird.&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Umgang mit der Entscheidung ist richtungsweisend, weil sie rechtliche Aspekte zur Folge haben wird, denen unmittelbare praktische Umsetzungen folgen müssen.&#8221;, betonte er.</p>
<p>Die argentinischen Demonstranten von Gualeguaychú werden sich das Urteil des internationalen Gerichtshofs auf einer Großleinwand in Arroyo Verde ansehen können. Sollte es den von den Umweltaktivisten geforderten freien Tag in der Stadt nicht geben, will man darauf mit der Installation von Fernsehern in verschiedenen Büros reagieren, um den Angestellten die Möglichkeit zu geben, das Urteil von Den Haag zu verfolgen.</p>
<p>Je näher der Tag der Entscheidung rückt, umso größer sind die Erwartungen in der Hochburg des Widerstands gegen die Papierfabrik. &#8220;Wir warten mit größter Zuversicht auf die Entscheidung. Ich bin restlos davon überzeugt, dass sie zugunsten Argentiniens ausfallen wird, denn der Staat verteidigt sich gegen die von Botnia verschuldete Umweltverschmutzung und die Verletzung des Río-Uruguay-Vertrags.&#8221;, sagte Veronessi gegenüber &#8220;El País&#8221;.</p>
<p>Für ihn war das Treffen der beiden Präsidenten in Buenos Aires, &#8220;eine erfreuliche Überraschung, da ich vermute, dass irgendetwas passiert ist, das Mujica Sorgen bereitet.&#8221;</p>
<p>Veronessi, einer der Hardliner der Umweltbewegung von Gualeguaychú, erklärte, man werde sich am 20. April um 10 Uhr morgens vor der Großleinwand bei Kilometer 28 auf der Nationalstraße 136 treffen. Die Demonstranten signalisierten, dass möglicherweise auch Juan José Bahillo, der Bürgermeister von Gualeguaychú, nach Arroyo Verde anreisen werde, dem Ort, der als Zentrum des argentinischen Widerstands gegen die Papierfabrik im uruguayischen Fray Bentos bekannt ist.</p>
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		<title>Interview mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/03/13/interview-mit-bundesausenminister-guido-westerwelle/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2010/03/13/interview-mit-bundesausenminister-guido-westerwelle/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 15:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
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		<description><![CDATA[anläßlich seiner Stippvisite in Uruguay am 9. März gab Außenminister Westerwelle der Wochenzeitung Búsqueda das folgende Interview. Der Besuch Westerwelles war übrigens seit 20 Jahren der erste eines deutschen Außenministers in Uruguay.


Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands hat sich  noch nicht konsolidiert und die Signale sind noch widersprüchlich.  Welches Panorama prognostiziert Ihre Regierung für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>anläßlich seiner Stippvisite in Uruguay am 9. März gab Außenminister Westerwelle der Wochenzeitung Búsqueda das folgende Interview. Der Besuch Westerwelles war übrigens seit 20 Jahren der erste eines deutschen Außenministers in Uruguay.</p>
<div id="attachment_582" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-582" title="aussenminister-westerwelle-mit-praesident-mujica-bei-seinem-besuch-in-uruguay" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/03/aussenminister-westerwelle-mit-praesident-mujica-bei-seinem-besuch-in-uruguay-300x216.jpg" alt="Präsident José Mujica mit Guido Westerwelle" width="300" height="216" /><p class="wp-caption-text">Präsident José Mujica mit Guido Westerwelle</p></div>
<p><span id="more-581"></span></p>
<div>
<p><strong>Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands hat sich  noch nicht konsolidiert und die Signale sind noch widersprüchlich.  Welches Panorama prognostiziert Ihre Regierung für den Rest des Jahres?</strong></p>
<p>Der  Export zieht wieder an, zudem zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt  weiter robust. Wir setzen darauf, dass sich die wirtschaftliche Erholung  in Deutschland fortsetzt. Dies versuchen wir national wie auf  europäischer Ebene zu unterstützen: National setzen wir Wachstumsimpulse  durch die Entlastung von Familien und mittelständischen Unternehmen.</p>
<p><strong>2010  beginnt die EU den Vertrag von Lissabon zu implementieren, der in den  Bereichen Sicherheit und Außenbeziehungen einen größeren  Souveränitätstransfer der MS an die Union bedeutet. Ist es möglich,  inmitten der Wirtschaftskrise, die einen großen Teil des Kontinents in  Mitleidenschaft zieht, mit diesem Prozess fortzufahren?</strong></p>
<p>Das  europäische Krisenmanagement im Bereich der Wirtschafts- und  Finanzpolitik hat nichts mit unseren Bemühungen zu tun, im Bereich der  Außen- und Sicherheitspolitik noch enger zusammen zu arbeiten. Es ist  richtig: Der Vertrag von Lissabon sieht grundlegende Änderungen in der  europäischen Außenpolitik vor, vor allem institutionell. Durch die  Bündelung von außenpolitischen Zuständigkeiten haben wir die Chance,  viel stärker als bisher als <span><span>ein</span></span> Akteur aufzutreten. Mit dem neuen Zuschnitt des Amtes der  EU-Außenbeauftragten, das Catherine Ashton vor drei Monaten übernommen  hat, gewinnt die EU an Handlungsfähigkeit und Sichtbarkeit.</p>
<p><strong>Vermindert  es nicht die Glaubwürdigkeit des europäischen Wirtschaftssystems, dass  verschiedene Länder die Maastricht-Kriterien über die Koordinierung der  makroökonomischen Politik nicht einhalten?</strong></p>
<p>Der Vertrag  von Lissabon macht den Euro-Mitgliedern sehr klare Vorgaben zu  Neuverschuldung und zum Schuldenstand. Die Kommission wacht darüber,  dass diese Vorgaben eingehalten werden. Sie verfügt auch über die  nötigen Sanktionsmöglichkeiten, um ein Mitglied wieder auf Kurs zu  bringen. Aus meiner Sicht hat sich das sehr bewährt und ist ein  wesentlicher Grund für die Glaubwürdigkeit des Finanzsystems im  Euro-Raum.</p>
<p><strong>Die Finanzkrise, die Ländern wie Griechenland  und Spanien zu schaffen macht, deren Zentralbanken wegen ihrer  Handhabung von Zahlen und Bilanzen bzgl. Haushaltsdefizit und Schulden  hinterfragt werden, hat die gemeinsame Währung, den Euro, zum ersten Mal  auf die Probe gestellt. Welche Maßnahmen gedenkt Ihr Land anzuregen,  wenn sich bestätigt, dass in diesen Fällen die Information manipuliert  wurde?</strong></p>
<p>Im Falle Griechenlands zeigt sich heute leider,  dass die Zahlen zu Haushalt und Schuldenstand über einen längeren  Zeitraum nicht korrekt gemeldet wurden. Hier müssen wir die richtigen  Lehren ziehen. Schon jetzt ist klar: Kommission, Euro-Mitglieder und das  europäische Statistik-Amt werden die nationalen Finanzdaten in Zukunft  sehr viel sorgfältiger zu prüfen haben. Und sie werden schon bei  kleinsten Anzeichen für mögliche Unregelmäßigkeiten entschiedener für  Klärung sorgen.</p>
<p><strong>In diesem Jahr übertrifft China  Deutschland zum ersten Mal als führende Exportnation der Welt. Wie wird  Ihr Land angesichts der Expansion Chinas und anderer Schwellenländer  reagieren?</strong></p>
<p>Deutschland bleibt eine starke Exportnation.  Da habe ich keine Zweifel. Ob wir nun weiter Exportweltmeister sind oder  nicht, ist sekundär. Sie dürfen die demographischen Fakten nicht aus  den Augen verlieren: China hat mehr als die 15fache Bevölkerung  Deutschlands. Wir müssen unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und auf  technologischen Vorsprung setzen. Mit innovativen, hochqualitativen  Produkten und Techniken – etwa in den Bereichen Energie, Biotechnologie,  Telekommunikation – sichern wir unsere Exportstärke.</p>
<p><strong>Lange  Zeit haben Europa und die Vereinigten Staaten bzgl. des Defizites an  Demokratie und Freiheiten in China weg geschaut. Ist der Moment  gekommen, Peking diese Themen zu präsentieren?</strong></p>
<p>Deutschland  tritt weltweit für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ein. Deshalb  bringen wir die schwierige Lage von Bürgerrechtlern und Dissidenten in  China oder das Recht der Tibeter auf Entfaltung ihrer kulturellen  Identität offen zur Sprache. Das war beim meinem letzten Besuch in  Peking so, es wird auch künftig so sein.</p>
<p><strong>Deutschland ist  Teil der Verhandlungsgruppe, welche versucht, Iran dazu zu bewegen,  seinen Plan zu nuklearer Entwicklung, so wie er konzipiert ist,  aufzugeben. Ein kürzlicher Bericht der Vereinten Nationen belegt, daß  jener islamische Staat auf dem Weg ist, Massenvernichtungswaffen  herzustellen. Ist für Ihr Land der Moment gekommen, gegen das Regime in  Teheran strenge Sanktionen zu verhängen? Welche Arten von Sanktionen  regt Deutschland an?</strong></p>
<p>Iran hat das Recht, die Atomkraft  für zivile Zwecke zu nutzen. Iran darf sich aber nicht atomar bewaffnen.  Deshalb gilt der zweigleisige Ansatz der internationalen  Verhandlungsgruppe: Es gibt das Angebot weit reichender Kooperation im  Bereich Wirtschaft und Technologie, wenn Iran sich öffnet und die  Vorgaben der internationalen Gemeinschaft erfüllt. Tut er es nicht,  behalten wir uns weitere Maßnahmen vor. Deutschland ist auch bereit zu  einer Ausweitung der Sanktionen, wenn der Iran die ausgestreckte Hand  der Staatengemeinschaft weiter ausschlägt.</p>
<p><strong>Soeben ist in  Kuba im Gefängnis ein politischer Gefangener an einem Hungerstreik  gestorben. Glauben Sie, daß Europa seine Politik gegenüber Ländern  Lateinamerikas, die die Menschenrechte nicht vollständig achten, ändern  sollte?</strong></p>
<p>Der vermeidbare Tod von Orlando Zapata hat uns  tief betroffen gemacht. Die kubanische Regierung muss endlich alle  politischen Gefangenen freilassen und den internationalen humanitären  Organisationen Zugang zu den kubanischen Gefängnissen ermöglichen. Im  Übrigen gehört das Eintreten für Menschenrechte zum Kernbestand  deutscher und europäischer Außenpolitik – selbstverständlich auch  gegenüber den Ländern Lateinamerikas.</p>
<p><strong>Die EU und der  Mercosur sind an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, um auf dem Weg zur  Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens weiter voranzuschreiten. Ist  das Erreichen einer Vereinbarung vor dem Hintergrund der gegenwärtigen  wirtschaftlichen Unsicherheit überhaupt möglich? Und kann Europa seine  Agrarpolitik verändern, wie der Mercosur es fordert, um ein Abkommen zu  schließen?</strong></p>
<p>Wir wollen ein ambitioniertes und ausgewogenes  Freihandelsabkommen mit dem Mercosur. Gerade jetzt, wo es auf beiden  Seiten darum geht, die Wirtschaft wieder anzukurbeln, hätte so ein  Abkommen einen großen Mehrwert. Was die europäische Agrarpolitik  betrifft: Es gibt eine wichtige Verbindung zwischen dem  Freihandelsabkommen und der Doha-Runde. Wir wollen einen Erfolg der  Doha-Runde. Deshalb ist die EU für einen Abschluss in Vorleistung  getreten und hat erhebliche Anstrengungen für einen verbesserten  Marktzugang landwirtschaftlicher Produkte unternommen. Fortschritte bei  Doha würden sicherlich auch die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen  zwischen EU und Mercosur voranbringen.</p>
<p><strong>Welche Erwartungen  hat die deutsche Regierung an die Regierung unter José Mujica?</strong></p>
<p>Präsident  Mujica hat ja deutlich gemacht, was im Mittelpunkt seiner Amtszeit  stehen soll: Die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Bekämpfung der Armut  und weitere Reformen im Bereich Bildung und Gesundheit. Deutschland will  seine bilateralen Beziehungen zu Uruguay weiter ausbauen. Und nach  meinem Gespräch mit Präsident Mujica weiß ich: Wir haben in ihm einen  offenen und engagierten Gesprächspartner.</p>
<p><strong>Beunruhigt es  Deutschland, daß die neue uruguayische Regierung Gesten der Annäherung  gegenüber Regimen wie dem von Hugo Chávez in Venezuela ankündigt?</strong></p>
<p>Jedes  Land hat das Recht, seine Beziehungen selbst zu gestalten. Mir  erscheint es durchaus normal, dass Uruguay und Venezuela als regionale  Partner in Kontakt stehen. Uruguay gehört zum Mercosur, Venezuela ist  auf dem Weg zur Mitgliedschaft.</p>
<p><strong>Das deutsche  Außenministerium wirkte auf seinen uruguayischen Counterpart dahingehend  ein, dass der von der Graf Spee, die weiterhin im Rio de la Plata auf  Grund liegt, geborgene Nazi-Adler nicht ausgestellt werden soll. Woher  rührt diese Haltung &#8211; während in Deutschland durchaus Nazisymbole als  Teil der Erinnerungskultur ausgestellt werden?</strong> <strong><span>Worum  haben Sie den neuen Außenminister in dieser Angelegenheit gebeten</span></strong><strong>?</strong></p>
<p>Wir  wollen verhindern, dass die Wrackteile des Schiffes, vor allem der mit  einem Hakenkreuz bewehrte Heckadler, in den Militaria-Handel gelangen.  Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Wrackteile nicht zur  Verherrlichung oder Verharmlosung von NS-Gedankengut missbraucht werden.  Uns ist durchaus daran gelegen, die Aufarbeitung der historischen  Ereignisse zu fördern. Deshalb schlagen wir vor, die Wrackteile unter  Verantwortung des uruguayischen Staates bei einer Ausstellung im  historischen Kontext zu präsentieren.</p></div>
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		<title>Vom Saulus zum Paulus?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 13:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen & Immobilien]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Mittwoch fand im Luxushotel Conrad in Punta del Este eine Veranstaltung statt, auf deren Verlauf man im Land und über die Grenzen hinaus, vor allem in Argentinien, sehr gespannt war. Vor 1.500 Gästen, bedeutenden Unternehmern aus der Region, Politikern, Wirtschaftsfachleuten und Journalisten, legten Mujica und sein gewählter Vizepräsident Astori ihre Vorstellungen hinsichtlich ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Mittwoch fand im Luxushotel Conrad in Punta del Este eine Veranstaltung statt, auf deren Verlauf man im Land und über die Grenzen hinaus, vor allem in Argentinien, sehr gespannt war. Vor 1.500 Gästen, bedeutenden Unternehmern aus der Region, Politikern, Wirtschaftsfachleuten und Journalisten, legten Mujica und sein gewählter Vizepräsident Astori ihre Vorstellungen hinsichtlich ihrer in wenigen Tagen beginnenden Amtszeit dar.<span id="more-557"></span></p>
<p>Ich habe die dazu erschienenen Meldungen der konservativ ausgerichteten Tageszeitung &#8220;El País&#8221; übersetzt, die ich ohne weitere Kommentare hier anführen möchte.</p>
<p>Aus der &#8220;El País&#8221; vom 11.02.2010</p>
<p><strong>Mujica gibt gegenüber Unternehmen und der Welt Garantien für private Investitionen.</strong></p>
<p>von EDUARDO DELGADO</p>
<p>Mujica und Astori beteuerten im Hotel Conrad in Punta del Este, alle Arten von Sicherheiten geben zu wollen. Der designierte Präsident unterstrich die Rolle der Privatinvestitionen für die wirtschaftliche Entwicklung. Astori (der designierte Vizepräsident und Wirtschaftsminister, Anm. des Übersetzers) versprach Kontinuität und Wandel. Allgemein wurden die positiven Botschaften der Veranstaltung gewürdigt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-558" style="border: 5px solid grey;" title="Mujica bei dem Treffen im Hotel Conrad in Punta del Este" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/02/120899.jpg" alt="Mujica bei dem Treffen im Hotel Conrad in Punta del Este" width="600" height="403" /></p>
<p>Vor 1.500 in- und ausländischen Unternehmern versicherte Mujica, dass es während seiner Amtszeit weder Enteignungen noch höhere Steuern geben werde und bat darum auf Uruguay zu setzen, nicht nur, um dort zu investieren, sondern auch, um dort zu leben.</p>
<p>Gestern Mittag warteten Dutzende von uruguayischen und argentinischen Unternehmern in der Sonne darauf, dass sich die Türen des Hotels Conrad für sie öffneten. Eine halbe Stunde später wurden sie eingelassen, um vom gewählten Präsidenten José Mujica und seinem Kandidaten für die Vizepräsidentschaft, Danilo Astori, etwas zur politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung ihrer am 1. März beginnenden 5-jährigen Regierung zu hören.</p>
<p>Der Gastgeber, Juan Carlos Lopez Mena (Buquebus), Präsident der uruguayisch-argentinischen Industrie-und Handelskammer, hatte zum Mittagessen geladen und es kamen fast 1.500 einheimische und ausländische Unternehmer zu der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der uruguayischen Export-Union und der uruguayischen Bau-Kammer stand.</p>
<p><strong>Stabilität.</strong> Mujica betonte, dass es in seiner Amtszeit Sicherheit und klare Regeln geben werde und er würdigte und begrüßte die Anwesenheit der Oppositionsführer. Zu der Versammlung waren auch die Ex-Präsidenten Luis Alberto Lacalle und Julio María Sanguinetti, der Vorsitzende der Partei der Colorados, Pedro Bordaberry, und der Senator der Nationalpartei, Jorge Larrañaga, erschienen.</p>
<p>Der designierte Präsident machte auf die Ruhe und Sicherheit im Land aufmerksam, indem sich ein Minister noch ohne Probleme zu Fuß durch die Straßen bewegen könne. Er sagte, dass Investitionen notwendig seien, um mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, um soziale Probleme zu lösen und um für die kommenden Generationen bessere Voraussetzungen zu schaffen.</p>
<p>Da für einige Unternehmer, vor allem ausländische, Mujicas Guerilla-Vergangenheit ein negatives Signal ist, welches sie davon abhalten könnte, in Uruguay zu investieren, vor allem vor dem Hintergrund, dass sein politischer Freund Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, erst kürzlich wieder Enteignungen durchführte, versuchte der gewählte Mandatsträger Zweifel an seiner Haltung gegenüber Unternehmern und Investoren aus der Welt zu schaffen. &#8220;Wir müssen das Investitions-Klima schützen, denn der Wohlstand ist das Kind der Arbeit und Arbeit braucht Stabilität. Darum bitte ich Sie, auf Uruguay zu vertrauen und auf Uruguay zu setzen. Und das sagen wir nicht uneigennützig. Das sagen wir, weil wir ein profundes Interesse daran haben, denn wir sind keine Trickser und Taschenspieler.&#8221;, sagte Mujica. Es war ein wichtiges Signal zu betonen, dass Wohlstand nicht durch Gesetze erzwungen werden kann, sondern durch Arbeit geschaffen wird.</p>
<p>Die Unternehmer waren zufrieden und begrüßten die Worte Mujicas, der darauf hinwies, dass historisch die Investitionen in Uruguay gering waren. Man brauche Anleger und Geschäftsleute mit unternehmerischem Mut und Zuversicht. Ein Anleger zeichne sich nicht dadurch aus, Geld zu haben, sondern &#8220;Kompetenz und Risikobereitschaft zu besitzen.&#8221; Das Land habe immer &#8220;Menschen mit sehr viel Geld gehabt, die dieses aber ins Ausland geschafft haben, statt es hier einzusetzen.&#8221;</p>
<p>Investieren ist &#8220;kein Glücksspiel, aber wer es tut, weiß um ein gewisses Risiko, weil jemand, der nur auf Sicherheit setzt, für gewöhnlich untergeht.&#8221;, sagte er und fügte hinzu, dass es die Aufgabe der Regierung sei, mit maximalem Einsatz das Risiko zu minimieren und die dafür nötige Stabilität zu garantieren.</p>
<p>&#8220;Natürlich müssen wir das so sagen, schließlich sehen das alle Wirtschaftsfachleute so, auch wenn die nicht sehr vertrauenswürdig sind. Wir Politiker aber müssen uns anstrengen, um vor den Menschen unser Gesicht und unsere Glaubwürdigkeit zu wahren.&#8221;</p>
<p>Mujica betonte in seiner Rede, das Land habe &#8220;viele soziale Probleme&#8221; und darum braucht es Investitionen. &#8220;Es braucht Arbeit, mehr und bessere Arbeit, die besser bezahlt wird&#8221; und es braucht handfeste, klare Gesetze, sagte er. &#8220;Wir brauchen ein investitionsförderndes Klima. In der Vergangenheit war das eine Katastrophe. Man zog es vor, das Geld auf Bankkonten im Ausland zu legen, statt es hier zu investieren. Heute müssen wir dazu aufrufen, nationaler zu handeln. Bauen Sie darauf, hier weder enteignet, noch von Steuern erdrückt zu werden.&#8221;, versicherte er.</p>
<p>Er erinnerte daran, dass, wenn mehr investiert wird, &#8220;auch die Wirtschaft mehr wächst, umso mehr wachsen die Einnahmen, die wir benötigen, um weitreichende soziale Investitionen vornehmen zu können. Aber wenn wir versuchen, diese Einnahmen durch erhöhte Steuern auf unseren eigenen Wohlstand zu erwirtschaften, sind wir erledigt, weil wir damit die Gans töten, die goldene Eier legt.&#8221;</p>
<p>Mujica sagte, dass &#8220;es Dinge gebe, die habe der Staat zu regeln, und Dinge, die durch private Aktivitäten geregelt werden.&#8221; Als Beispiel führte er an, dass der Staat für den Straßenbau zu sorgen habe und Straßengebühren für deren Nutzung erheben muss, dann gebe es auch bald wieder Eisenbahnlinien. (Mujica setzt sich vehement für die Wiederherstellung des alten, mehr als 3.000 km langen Eisenbahnnetzes in Uruguay ein, das seit 50 Jahren praktisch stillliegt. Anm. des Übersetzers)</p>
<p>&#8220;Der Staat muss investieren und dafür benötigt er eine funktionierende Wirtschaft.&#8221;, sagte er.</p>
<p><strong>Astori: Kontinuität, allerdings mit Änderungen</strong></p>
<p>Der gewählte Vizepräsident Danilo Astori sprach auf seiner Rede den Anwesenden seinen Dank aus, vor allem auch den beiden ehemaligen Präsidenten Julio Sanguinetti und Luis Alberto Lacalle. Er sagte, eine neue Regierung müsse immer erst einmal das Vertrauen der Bürger gewinnen und wies auf die groben Richtlinien hin, auf die sich die neue Regierung stützen werde.</p>
<p>Man werde zur Politik von Tabaré Vázquez eine Balance zwischen Kontinuität und Wandel halten und aufbauen auf die Entwicklung der Infrastruktur, die Reform des Staates und eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstands.</p>
<p>Astori betonte, dass das inzwischen erreichte Niveau an motivierenden Anreizen so hoch wie nie zuvor sei und dass man bestrebt sei, das Land immer weltoffener zu gestalten. Er sprach in diesem Zusammenhang vom Konzept eines offenen Regionalismus.</p>
<p>Außerdem sagte er, dass man auf dem Arbeitsmarkt ausgewogene Strukturen in den Beschäftigungsverhältnissen anstrebe, die nicht von Konflikten, sondern von Vertrauen geprägt sein sollten und vom Streben nach Stabilität.</p>
<p><strong>Freude über das Treffen auf Seiten des Frente Amplio</strong></p>
<p>Die Freude über die Resultate des Treffens bei den Offiziellen war gestern nicht zu übersehen. Raúl Sendic, der künftige Industrie-Minister, sagte: &#8220;Es ist in der Geschichte Uruguays beispiellos, dass eine gewählte Regierung so starke Signale gab und einen so deutlichen Aufruf an Unternehmer und Investoren richtete.&#8221;, und es sei auch noch nie da gewesen, dass &#8220;diese derart positiv reagierten und ihr Vertrauen in die neue Regierung demonstrierten, fast, als stünde man zum Einlauf bereit, zu einem Spiel im Estadio Centenario (WM-Stadion in Montevideo, Anm. des Übersetzers). Für den künftigen Generalsekretär des Präsidenten, Diego Canepa, war das gemeinsame Mittagessen eine Bestätigung, dass es im &#8220;Land mit Ernsthaftigkeit, Weisheit und politischer Verantwortung vorwärts ginge, weiter vorwärts, als mit jeder anderen Regierung zuvor.&#8221; Der Präsident der BROU (Banco República Oriental del Uruguay) sagte, man habe den Unternehmern bestätigt, &#8220;dass es so etwas wie Enteignungen und zusätzliche Steuern nicht geben werde und man die Praxis der Investitionsförderung beibehalten werde.&#8221;</p>
<p><strong>Die Arbeitgeber haben gehört, was sie von der neuen Regierung hören wollten</strong></p>
<p>Mujica wurde für seine wirtschaftliche Herangehensweise mit Lob überschüttet</p>
<p>von M. GALLARDO / G. PÉRGOLA PERGOLA</p>
<p>Sachlich, vielversprechend, positiv, kühn und modern. So umschrieben verschiedene Unternehmer die Worte des designierten Präsidenten. Cristiano Rattazzi, Carlos Bulgheroni, Pancho Dotto und Graciela Borges, alle waren sie im Conrad dabei.</p>
<p>Seit 12 Uhr Mittags bildeten sie vor den Türen des Hotel Conrad eine lange Schlange unter der heißen Sonne, um bei dem Treffen mit Mujica dabei zu sein. Diesen Andrang hatte man nicht erwartet, aber dieser unglückliche, ja fast schon kritische Organisationsfehler war vergessen, als die Wirtschaftsgrößen die ersten Worte Mujicas hörten.</p>
<p>Am Ende sah man an fast allen Tischen lächelnde Gesichter und Händeschütteln. Die Unternehmer speisten, applaudierten und hörten das, was sie zu hören erhofft hatten. &#8220;Fantastisch – es war wirklich eine sehr vielversprechende Rede. Mujica sprach mit einem hohen Maß philosophischer Abstraktion, alles was er sagte, war einfach genial.&#8221;, sagte Martin Eurnekian von der Eurnekian Gruppe des Flughafens Carrasco gegenüber &#8220;El País&#8221;, &#8220;es wurde klar, dass er die Regeln einhalten wird und die Türen für Investoren offen sind.&#8221;</p>
<p>In der gleichen Weise sprach auch Ruben Scarone, Präsident des Logistikunternehmens Grupo Ras. Er war sehr zufrieden mit dem Treffen und betonte, dass die Rede des zukünftigen Präsidenten ein öffentliches Engagement für die Unternehmen gewesen sei. &#8220;Das waren sehr sachliche Erklärungen und sowohl von Astori als auch von Mujica verbindliche, offene Aussagen. Wir sind zufrieden und vertrauen ihren Worten.&#8221;</p>
<p>Im Conrad waren bedeutende Unternehmer der Region anwesend, vor allem aus Argentinien, wie z. B. Cristiano Rattazzi, der Direktor von Fiat Argentinien, Carlos Bulgheroni, Chef der Bulgheroni-Gruppe, außerdem weitere bekannte lokale Größen wie Carlos Alberto Lecueder, Gabriel Rozman, Daniel Ferrere, Laetitia D`Arenberg, Juan Salgado und Vertreter verschiedener Firmen, wie Fripur, Sancor, Petrobras und PDVSA.</p>
<p>Rattazzi unterstrich das wichtige Signal der politischen Geschlossenheit in Uruguay, die man bei dem Treffen gezeigt habe, dass &#8220;die zukünftige Regierung zusammen mit den ehemaligen Präsidenten aufgetreten ist und einer gemeinsamen wirtschaftlichen Linie folgt.&#8221; Er verspüre einen &#8220;gesunden Neid&#8221; und beklagte, dass es so etwas in Argentinien nicht gebe. &#8220;Dort geschieht genau das Gegenteil. Dort wirft man ständig alles über Bord. Wir sehnen uns danach, dass Argentinien eines Tages so sein möge.&#8221;, fuhr der argentinische Geschäftsmann fort.</p>
<p>Für den Direktor von Petrobras Uruguay, Iran Varela, war die Rede des zukünftigen Präsidenten das, was die Wirtschaft hören wollte. &#8220;Es war ein moderner Diskurs, objektiv und zukunftsweisend. Man hat klar herausgestellt, dass die Unternehmen ein wichtiger Motor für das Land sind.&#8221;</p>
<p>Auch Alexander Vik, laut den Zeitschriften Forbes und Fortune einer der 150 reichsten Unternehmer der Welt, nahm zusammen mit seiner Frau Carrie an dem Mittagessen teil.</p>
<p>Auch er bezeichnete das Treffen als ausgezeichnet. &#8220;Die Reden von Astori und Mujica haben mir sehr gut gefallen, denn sie waren geprägt von einer weltoffenen Philosophie und verdeutlichten, dass Arbeit die Grundlage von allem ist. Man muss im Leben Risiken eingehen, um Wohlstand für alle zu schaffen. Das ist der Weg in die Zukunft, sich in einem freien und reichen Land für die Armen einzusetzen. Wenn Uruguay dieser Linie weiter folgt, geht es einer großen Zukunft entgegen. Darauf kommt es an.&#8221;, sagte Vik.</p>
<p>Bulgheroni für seinen Teil sagte, dass dieses Treffen &#8220;Uruguay die Möglichkeit gab, sich zu präsentieren, wie es ist.&#8221;</p>
<p><strong>Persönliche Betreuung</strong></p>
<p>Vor den Reden der Politiker wurden Unternehmer, die sich für eine Geschäftstätigkeit in Uruguay interessieren, dazu aufgerufen, ein Formular auszufüllen, mit den Kontaktdaten des Unternehmens, dem Unternehmenskonzept, der angedachten Investitionssumme und der Möglichkeit, um ein Beratungsgespräch mit den Ministern zu bitten. Der künftige Industrieminister Roberto Kreimerman betonte in diesem Zusammenhang, dass jeder, der sich dafür interessiere, von den Ministern zu einem Gespräch eingeladen würde, wenn das Thema von entsprechendem Interesse sei, könnte ein solches Gespräch sogar mit bis zu drei Ministern gleichzeitig stattfinden. &#8220;Ein Investor muss z. B. in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht sowie bezüglich der Nutzung von Grund und Boden nach Lösungen suchen. Das fällt in die Zuständigkeit verschiedener Ministerien und alles auf diese einzelnen Ministerien zu verteilen, würde die Sache unnötig verzögern.&#8221;</p>
<p><strong>Juan Carlos López Mena war der glücklichste, der Unternehmer</strong></p>
<p>Trotz des anfänglichen Chaos stand er in der Eingangshalle des Hotel Conrad und begrüßte die eintreffenden Gäste. Die Schlange vor dem Hotel wurde immer länger und es ging kaum vorwärts. Juan Carlos Lopez Mena, der argentinische Geschäftsmann, Inhaber von Buquebus, war der große Held des Tages und machte aus seiner Freude am Ende der Sitzung keinen Hehl.</p>
<p>&#8220;Wir haben sämtliche Erwartungen übertroffen. Die Teilnahme so vieler Unternehmer, die hören wollten, was Mujica zu sagen hat, zeigt das enorme Interesse an dem neuen Präsidenten Uruguays.&#8221;, sagte er.</p>
<p>Bezüglich der Reden von Astori und Mujica sparte er nicht an Lob. &#8220;Ausgezeichnet. Sehr viele Unternehmer, die Mujica nie zuvor haben reden hören, fielen regelrecht aus den Wolken. Die Anwesenheit der ehemaligen Präsidenten war ebenfalls etwas völlig Unerwartetes. Das ist eine Botschaft, die von der Zivilität und der Sicherheit Uruguays zeugt, etwas, was es in vielen Ländern so nicht mehr gibt, nicht einmal in Spanien. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir mit Mujica noch die positivsten Überraschungen erleben werden.&#8221;, betonte er mit Nachdruck.</p>
<p>Es kamen fast alle und sie kamen auf unterschiedlichste Weise. Einige waren bereits in Punta del Este, einige waren im eigenen Fahrzeug angereist und der Rest kam mit der Fähre von Buquebus über den Río de la Plata aus Buenos Aires.</p>
<p>Die argentinische Präsenz beschränkte sich nicht nur auf Unternehmer aus dem Nachbarland, die interessiert waren, den gewählten Präsidenten zu hören. Es kamen auch Künstler, Politikanalysten, Journalisten und Modellpromoter.</p>
<p>Im Conrad waren gestern alle, vom ehemaligen Leiter von Interpol Mexico, Juan Miguel Ponce Edmonton, über alles, was in der argentinischen Wirtschaft Rang und Namen hat, bis zu herausragenden Journalisten wie Daniel Hadad und Marcelo Longobardi, Künstlern wie Graciela Borges und der Unternehmerin Martha Fort, Mutter von Media Ricardo Fort. &#8220;Für mich hat der neue Präsident sehr klare Vorstellungen, wie man ein Land zu führen hat. Er hat mich wirklich fasziniert.&#8221;, sagte die Unternehmerin.</p>
<p><strong>Meinungen zum Treffen mit Mujica</strong></p>
<p><strong>Luis Alberto Lacalle</strong>, Senator der Nationalpartei und Ex-Präsident</p>
<p>&#8220;Die Rede von Präsident Mujica erschien mir sehr vielversprechend, ein gravierender Richtungswechsel seitens des Frente Amplio (Breite Front, das z. Z. regierende Linksbündnis, Anm. des Übersetzers). Das gibt uns in vieler Hinsicht Hoffnung, denn es ist eine empirische Position, wenn man erkennt, dass es keine Arbeitsplätze ohne Kapital geben kann, ohne in- und ausländische Investitionen. Wir denken, dass es wirklich eine substantielle Neuausrichtung ist, von der wir hoffen, dass die Parteien des Frente Amplio sie unterstützen, das ist die entscheidende Frage.&#8221;</p>
<p><strong>Pedro Bordaberry</strong>, Senator und Vorsitzender der konservativen Partei der Colorados</p>
<p>&#8220;Sehr gut, dass Mujica von Liberalismus sprach. Zu sagen, an erster Stelle stünde die Investition und dann komme die Arbeit, das war sehr wichtig und mutig. Das war eine starke Aussage. Außerdem, die finanzielle Vernunft, die Astori andeutete – das sind Dinge, die ich niemals zu hören erwartete, vor allem nicht schon gleich zu Beginn der Regierung. Das ist es, was die internationale Gemeinschaft der Investoren zu hören hoffte. Die Tatsache, dass auch die Opposition anwesend war, ist einem positiven Klima sehr förderlich.&#8221;</p>
<p><strong>Julio Sanguinetti</strong>, Senator der Partei der Colorados und Ex-Präsident</p>
<p>&#8220;Wir waren hier, um vor den anwesenden Wirtschaftsleuten der Region zu zeigen, dass das politische System Uruguays dem Dialog Platz bietet und wir alle gemeinsam in die Zukunft schauen. Wir freuen uns, dass hier von der Ökonomie der Märkte, einer offenen Wirtschaft, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und der Einhaltung der damit verbundenen Verträge gesprochen wurde. All das galt bis vor ganz kurzer Zeit nur für den &#8220;Konsens von Washington&#8221; und den neoliberalen Staat.&#8221;</p>
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		<title>Reporter ohne Grenzen: Uruguay hat die größte Pressefreiheit Lateinamerikas</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 16:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem heute in Paris veröffentlichten neusten Jahresbericht der Organisation &#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221; belegt Uruguay weltweit den 29. Platz und wird damit als das Land mit der größten Pressefreiheit Lateinamerikas gewertet. Uruguay konnte sich gegenüber dem Vorjahr gleich um 14 Plätze verbessern und liegt im Ranking damit noch vor vielen europäischen Ländern, darunter z. B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem heute in Paris veröffentlichten neusten Jahresbericht der Organisation &#8220;<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de" target="_blank">Reporter ohne Grenzen</a>&#8221; belegt Uruguay weltweit den 29. Platz und wird damit als das Land mit der größten Pressefreiheit Lateinamerikas gewertet. Uruguay konnte sich gegenüber dem Vorjahr gleich um 14 Plätze verbessern und liegt im Ranking damit noch vor vielen europäischen Ländern, darunter z. B. Frankreich (Platz 43), Spanien (44) und Italien (49). Deutschland belegt Platz 18.</p>
<p>Die übrigen lateinamerikanischen Länder wurden wie folgt eingestuft:</p>
<p>Costa Rica (Platz 30), Chile (39), Argentinien (47), Paraguay (54), Panama (55), Brasilien (71), Nicaragua (76), El Salvador (79), Ecuador (84), Peru (85), Bolivien (95), Dominikanische Republik (98), Guatemala (106), Venezuela (124), Kolumbien (126), Honduras (128), Mexiko (137) und Kuba (170).</p>
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