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	<title>Das Uruguay-Blog von Immobilien van Bevern &#187; Maldonado</title>
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	<description>Das Blog von www.van-bevern.com - Immobilien in Uruguay</description>
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		<title>German Angst in Uruguay &#8211; eine Internet-Posse!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 18:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend erhielt ich von einem unserer Kunden eine interessante Mail, in der er mich auf einen von ihm im Internet entdeckten Artikel aufmerksam machte, einen Artikel über Uruguay und die vermeintlichen Zustände im Land. Er kennt Uruguay seit Jahrzehnten und weiß, welch hanebüchener Nonsens von manchen Möchtegern-Uruguay-Experten im Internet verbreitet wird. In der Regel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend erhielt ich von einem unserer Kunden eine interessante Mail, in der er mich auf einen von ihm im Internet entdeckten Artikel aufmerksam machte, einen Artikel über Uruguay und die vermeintlichen Zustände im Land. Er kennt Uruguay seit Jahrzehnten und weiß, welch hanebüchener Nonsens von manchen Möchtegern-Uruguay-Experten im Internet verbreitet wird. In der Regel lässt ihn das kalt. Das jedoch, was er diesmal auf der Seite des <strong>&#8220;Lateinamerika-Reisemagazin&#8221;</strong> über Land und Leute und die angeblich gar schrecklichen Zustände im Lande las, brachte ihn dann aber doch auf die Palme.<span id="more-676"></span></p>
<p>Damit Sie, lieber Leser unseres Blogs, wissen worum es geht, hier zunächst besagter Artikel im Wortlaut:</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong>ZITAT ANFANG</strong></p>
<p style="padding-left: 30px">&#8220;<strong>Uruguay ein sicheres Reiseland und Auswandererland – Lachhaft</strong></p>
<p style="padding-left: 30px">Unglaublich erscheinen zuweilen die beschönigten Aussagen von Reiseanbietern und Auswandererforen und was es da sonst noch alles gibt, die an Ausländern und Reisenden ihr Geld verdienen, in Bezug auf die Sicherheit des jeweiligen Landes. Logischerweise will jeder sein Angebot als nahezu perfekt hinstellen, wie könnte er auch sonst ein Geschäft machen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.</p>
<p style="padding-left: 30px">Im Fall von Uruguay erschienen an einem Tag in verschiedenen Online Gazetten ein paar Berichte, die klar deutlich machen, wie man sich brüstet und wie die Wahrheit dann letztendlich doch aussieht.</p>
<p style="padding-left: 30px">So hat laut einen Bericht, der in Tdm erschien, Uruguay die niedrigste Mordrate in Südamerika vorzuweisen. Kein Wunder dort leben ja auch relativ gesehen nicht mal 10  Einwohner pro Km2 und insgesamt nur etwas über 3 Millionen Menschen- knapp die Hälfte davon in der Hauptstadt Montevideo.  Schaut man am gleichen Tag in die Tageszeitung El Pais , dann ist da zu lesen, dass in Montevideo in den ersten vier Monaten des Jahres nahezu in jeder Stunde ein Raubüberfall geschah.<br />
Gerade in Bezug auf die Raubüberfälle wird oft mit brutalster Härte vorgegangen, bei denen es nicht selten auch zu Todesopfern kommt. Geschieht das bei einem Taxi- oder Busfahrer, wie gerade in der vergangenen Woche wieder geschehen, so erfolgt dann gleich darauf ein landesweiter Streik. Der wiederum führt dazu, dass die Schulen ausfallen, da viele Lehrer und Schüler mit dem Bus anfahren.</p>
<p style="padding-left: 30px">JUGENDKRIMINALITÄT UND ARMUT IN URUGUAY</p>
<p style="padding-left: 30px">Besonders erschreckend sind die Ziffern bezüglich der Jugendkriminalität. Von 9 auf 26 Prozent stiegen die Ziffern in diesem Sektor in den Jahren 2006 bis 2010. Und verwunderlich ist das alles nicht, denn die Preise schiessen in den Himmel und trotz einer sogenannten Bonanza, in der sich Uruguay befindet, wächst die Armut. Uruguay hat heutzutage mehr Armut vorzuweisen, als vor der Wirtschaftskrise 2002.</p>
<p style="padding-left: 30px">Wie überall wird gern mit einem steigenden BIP (Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) geworben, der angeblich steigen soll. Doch im Endeffekt, sind das nur ein paar wenige Reiche und Superreiche, die so viel Geld verdienen, dass der PIB glänzend da steht. Die Ziffern mit denen die Regierung einen Grundnahrungsmittelkorb bewertet, entbehren für viele jeglicher Realität. Hört man sich zusätzlich noch unter den Auswanderern, die jetzt Einwanderer sind, um, dann tragen sich viele aufgrund der exorbitanten Kosten mit Abwanderungsgedanken – man höre und staune nach Spanien. Man kann es ihnen im Endeffekt auch nicht verübeln.</p>
<p style="padding-left: 30px">Uruguay wird bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen. Die Scheingewinne von angeblichen Touristenströmen, die jetzt neuerdings in das Land strömen, sind nur eine weitere Lüge. Zum grössten Teil sind die Besucher Argentinier, die jahrelang wegen der gesperrten Brücken über den Rio Uruguay nicht ins Land kamen und der Rest Brasilianer, die aufgrund der für sie vorteilhaften Wechselkurse kamen. Warum sollte auch ein Brasilianer sonst nach Uruguay kommen?&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong>ZITAT ENDE</strong></p>
<p>Das hört sich natürlich ganz finster an! Wer die Wahrheit nicht kennt, muss nach der Lektüre dieses Artikels zwangsläufig denken, dass es um die Sicherheit in Uruguay nicht nur nicht zum Besten, sondern abgrundtief schlecht bestellt ist.</p>
<p>Wie aber sieht es nun wirklich aus? Ist Uruguay tatsächlich so unsicher, wie der Verfasser dieses Artikels es darstellt und sind die Umsätze der Tourismusbranche allen Ernstes nur erstunken und erlogen?</p>
<p>Nun, das <strong>&#8220;Lateinamerika-Reisemagazin&#8221;</strong> ist mir nicht unbekannt. Bereits im April letzten Jahres hatte ich mich in unserem Blog zu einem dort veröffentlichten ganz schlimmen Artikel geäußert, in dem der Verfasser das Land als <a title="Uruguay - Steuerhölle und Massengrab?" href="http://immobilienuruguay.com/2010/04/03/uruguay-steuerholle-und-massengrab/" target="_blank">Steuerhölle und Massengrab</a> bezeichnete. Der Autor scheint sich nicht recht wohl zu fühlen im Lande seiner Gastgeber. Diesen Eindruck bestätigen auch einige andere seiner oft rabenschwarzen Uruguay-Texte.</p>
<p>Natürlich sei jedem seine Meinung belassen. Was ich dazu und zu den zwangsläufig unterschiedlichen Erfahrungen der Einwanderer denke, hatte ich bereits in meinem <a title="Gute und schlechte Erfahrungen in Uruguay" href="http://immobilienuruguay.com/2010/06/03/gute-und-schlechte-erfahrungen-in-uruguay/" target="_blank">einstweilen letzten Eintrag</a> vor ziemlich genau einem Jahr dargelegt.</p>
<p>Ich will hier nichts beschönigen. Natürlich gibt es in Uruguay, wie leider in den meisten anderen Ländern der Erde, ein wachsendes Kriminalitätsproblem und natürlich gehört Uruguay längst nicht mehr zu den &#8220;Billigländern&#8221; des Kontinents, auch wenn nach meinem und unserem Empfinden nicht die Rede davon sein kann, dass, wie im Artikel erwähnt wird, die Preise in den Himmel schössen. Ich kann mich in diesem Fall jedoch angesichts der, wie sich noch zeigen wird, sehr verzerrten Darstellung der Verhältnisse, des Verdachts kaum erwehren, dass der Verfasser entweder einen tiefen Groll gegen jeden hegt, der an der Einwanderungswelle der letzten Jahre wie auch immer profitierte, oder aber, und das erscheint mir wahrscheinlicher, er ist einfach nur ein typischer Vertreter der Schwarzseher und -maler, von denen es unter Deutschen nicht eben wenige zu geben scheint. Der Pessimismus, die Angst, das Misstrauen liegen uns Deutschen, so sagt man, angeblich im Blut &#8211; nirgends auf der Welt fallen vielleicht auch deswegen Verschwörungstheorien auf fruchtbareren Boden als gerade in Deutschland. Die Briten haben längst einen Namen für dieses Phänomen: &#8220;German Angst&#8221;.</p>
<p>Vielleicht ist der Inhaber des &#8220;Lateinamerika-Reisemagazins&#8221;, in Personalunion augenscheinlich auch der Verfasser der Texte, eine eher ängstliche Natur. Da könnte man nichts machen und wer wäre ich, das zu verurteilen? Aber mir scheint doch, da steckt mehr dahinter, denn wenn man die eindeutig und belegbar näher an der Wahrheit liegende Meinung anderer nicht stehen lassen kann, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, dann ist das nicht ängstlich, sondern&#8230; &#8211; naja, urteilen Sie einfach selbst!</p>
<p><strong>Was war also geschehen?</strong></p>
<p>Als unser Kunde, den ich der Einfachheit halber Herrn F. nennen möchte, so auf seiner Palme saß, auf die ihn die Lektüre besagten Artikel gebracht hatte, beschloss er von dieser wieder herunter zu klettern und einen Kommentar zur Meinung des Verfassers zu schreiben, was er denn auch tat.</p>
<p>Er legte in diesem Kommentar zum Beispiel dar, dass die Behauptung des Autors, die wachsenden Touristenzahlen seien erlogen, nicht stimme, und dass keine Rede davon sein könne, dass die angeblich nur wenigen zusätzlichen Besucher deswegen kämen, weil die Brücken über den Río Uruguay nach Jahren der Blockade durch argentinische Umweltaktivisten nun endlich wieder frei sind, wobei es sich bei diesen vom Verfasser erwähnten Brücken in Wahrheit hauptsächlich um eine handelte, nämlich um die Brücke in Fray Bentos, die zugegeben allerdings die wichtigste Verbindung an der Grenze zum Nachbarland ist. Die Touristenzahlen, so schrieb Herr F. in seinem Kommentar, nehmen seit Jahren kontinuierlich zu, die Brücke aber ist erst seit einigen Monaten wieder frei. Die Argentinier, in der Mehrheit aus Buenos Aires, nutzen darüber hinaus zum Großteil gar nicht die Brücke, sondern kommen mit der Fähre über den Río de la Plata nach Colonia. Ein Blick auf die Karte und man weiß warum, nämlich um sich einen Umweg von weit über 400 km zu ersparen.</p>
<p>Herr F. schrieb außerdem von seinen Erfahrungen mit den ebenfalls in dem Artikel erwähnten brasilianischen Touristen. Man muss nun wissen, dass er nicht nur fließend Spanisch spricht, sondern auch der portugiesischen Sprache mächtig ist und aufgrund dessen, so schrieb er, schon häufig mit brasilianischen Touristen in Uruguay gesprochen habe. Wenn man sie frage, warum sie nach Uruguay kämen, so würden sehr viele sagen, es sei unter anderem wegen der Sicherheit. Das, so schrieb er weiter, sei doch bemerkenswert, wo es in Uruguay doch angeblich so unsicher sei.</p>
<p>Wie der Autor in einer Antwort auf den Kommentar von Herrn F. selbst bemerkte, geschehen 96% aller Verbrechen in Montevideo (84%) und dem angrenzenden Canelones (12%). In Maldonado, schrieb Herr F., sei ihm in all seinen Jahren noch kein einziger Einwanderer begegnet, der wegen mangelnder Sicherheit oder der hohen Preise das Land wieder verlassen habe.</p>
<p>Herr F. schrieb noch einiges mehr, was genau konnte er mir leider nicht sagen, denn der Verfasser des obigen Artikels hat seinen Kommentar wieder gelöscht, nachdem er ihn zunächst tatsächlich veröffentlicht hatte, nicht ohne diesen wiederum zu kommentieren natürlich.</p>
<p>Leider wurde auch letzterer Kommentar zusammen mit dem von Herrn F. wieder entfernt.</p>
<p>In diesem schrieb der Autor des Artikels, dass Herr F. ja einen netten Kommentar verfasst habe, aber dass er doch, so wörtlich, &#8220;anstatt spanisch und portugiesisch zu sprechen&#8221; besser &#8220;einschlägige News lesen&#8221; solle. Maldonado, das sei ja nun hinlänglich bekannt, wäre eine reine &#8220;Enklave der Reichen&#8221; und das &#8220;wahre Uruguay&#8221; würde man in Punta del Este und der näheren Umgebung natürlich nicht kennen – was der Autor auch immer mit dem &#8220;wahren Uruguay&#8221; meinen mag. Außerdem habe sich Herr F. bezüglich der Kriminalität in Uruguay &#8220;auch nicht passend geäußert&#8221;.</p>
<p>Herr F. beschloss daraufhin einen weiteren Kommentar zu schreiben, in dem er sich auch zu diesem Thema passender zu äußern gedachte. Zum Glück speicherte er diesen Text wohlweißlich vorher ab – vielleicht ahnte er schon, wie die Reaktion des &#8220;Lateinamerika-Reisemagazin-Experten&#8221; ausfallen würde. Der zweite Kommentar von Herrn F. war kaum abgeschickt, schwupps, da waren sämtliche Kommentare gelöscht. Nun bleibt es selbstverständlich jedem belassen, Kommentare auf seinem Blog zu veröffentlicht oder zu löschen. Wer aber so offensichtlich manipulieren will, so augenscheinlich keine Belege gegen die eigenen kruden Thesen zulässt, der muss sich schon fragen lassen, ob es ihm in seinen Artikeln auch nur ansatzweise um eine objektive Darstellung der Fakten geht.</p>
<p>Hier also der letzte Kommentar von Herrn F.. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild!</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong>ZITAT ANFANG</strong></p>
<p style="padding-left: 30px">&#8220;&#8221;Anstatt spanisch und portugiesisch zu sprechen, sollten manche vielleicht etwas genauer einschlägige News lesen. Bezüglich der Kriminalität in Uruguay hat sich der Kommentator auch nicht passend geäussert Eine Seite, die gern von Auswanderern unter den Teppich gekehrt wird.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px">Was heißt &#8220;<em>anstatt</em> spanisch und portugiesisch zu sprechen&#8221;? Gerade <em>weil</em> ich beide Sprachen spreche, lese ich reichlich der von Ihnen angesprochenen &#8220;einschlägigen News&#8221; und weiß vor allem diese aufgrund jahrzehntelanger Südamerika- und Uruguay-Erfahrung einzuordnen. Das von Ihnen gemalte Horrorbild stellt die Realität in Uruguay extrem verzerrt dar.</p>
<p style="padding-left: 30px">Über manche Ihrer Aussagen, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. Maldonado sei eine Enklave für Reiche? Ohje &#8211; da kennen Sie die wahren Verhältnisse aber schlecht! Natürlich tummelt sich der mit Abstand größte Teil der Gutbetuchten in diesem Departamento, trotzdem kann man definitiv nicht von einer Enklave reden &#8211; das wäre nun wirklich lachhaft! Sind Sie schon einmal in Maldonado gewesen, kennen Sie Barrios wie &#8220;Las Cooperativas&#8221;, &#8220;Cerro Pelado&#8221; oder &#8220;Biarritz&#8221;, um nur einige wenige Beispiele zu nennen? Das ist Maldonado und das ist auch das wahre Uruguay! Ihr Kommentar, daß es dieses &#8220;wahre Uruguay&#8221; in Punta del Este und der direkten Umgebung nicht gäbe, ist eine unhaltbare Behauptung.</p>
<p style="padding-left: 30px">Und solche unhaltbaren Behauptungen stellen Sie reichlich auf. Ein weiteres Beispiel sind Ihre kühnen Phantastereien zum Thema Tourismus. Ich zitiere noch einmal:</p>
<p style="padding-left: 30px">&#8220;&#8230;denn es kamen eigentlich gar nicht viel mehr Touristen nach Uruguay, sondern fast die gleiche Anzahl an Touristen geben nur viel mehr Geld aus und das ist marktwirtschaftliches Ereignis, welches in der Tourismusszene für Aufsehen sorgt. Von vorher geschätzen Einnahmen von etwa 500 Millionen Dollar stiegen die Einnahmen bei gleicher Touristenanzahl auf 1,3 Milliarden an.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px">Einnahmen von 500 Mio. US$ hat es zuletzt vor 6 Jahren gegeben. Damals kamen übrigens fast 25 % weniger Touristen ins Land als im Jahr 2010. Soviel zu Ihrer Aussage, daß die Zahl der Touristen gleich geblieben sei. Hier die Zahlen der letzten Jahre:</p>
<p style="padding-left: 30px">2007 &#8211; 1.815.281 Touristen &#8211; 0,809 Milliarden US$ Einnahmen<br />
2008 &#8211; 1.997.884 Touristen &#8211; 1,053 Milliarden US$ Einnahmen<br />
2009 &#8211; 2.098.780 Touristen &#8211; 1,297 Milliarden US$ Einnahmen<br />
2010 &#8211; 2.407.676 Touristen &#8211; 1,478 Milliarden US$ Einnahmen</p>
<p style="padding-left: 30px">Auch wenn es in den neunziger Jahren bis zur Krise 2002 schon einmal vergleichbare Touristenzahlen gab, so ändert das nichts an den stetig wachsenden Zahlen der letzten Jahre und an der Tatsache, daß die Zahl der Touristen in Uruguay sich in den letzten gerade einmal 40 Jahren mehr als vervierfacht hat. All diese Zahlen lassen sich belegen. Ich verweise diebezüglich auf die sehr informativen Seiten des Miniserium für Sport und Tourismus (www.uruguaynatural.com). Also bitte &#8211; das sind die Fakten!</p>
<p style="padding-left: 30px">Nun aber noch etwas zur Kriminalität in Uruguay. Da Sie ja der Meinung sind, ich habe mich diesbezüglich &#8220;auch nicht passend&#8221; geäußert, will ich das gerne nachholen, um Ihnen auch hier zu zeigen, daß Sie die Tatsachen verdrehen.</p>
<p style="padding-left: 30px">Statistiken sind ja schön und gut, aber sie taugen wenig, wenn man sie in den luftleeren Raum stellt, statt sie ins Verhältnis zu setzen. Die Kriminalitätsstatistik Uruguays allein betrachtet mag einen erschrecken, und darum geht es Ihnen in Ihren Artikeln offensichtlich &#8211; warum auch immer! Vergleicht man diese Zahlen aber einmal mit den Statistiken anderer Länder, so sieht das gleich ganz anders aus, z. B. nämlich wie beim &#8220;<a title="GPI 2010" href="http://www.visionofhumanity.org/wp-content/uploads/PDF/2010/2010%20GPI%20Results%20Report.pdf" target="_blank">Global Peace Index&#8221; (GPI) 2010</a>, wo Uruguay als sicherstes und friedlichstes Land Lateinamerikas auf Platz 24 von weltweit 149 Ländern geführt wird. Amerikaweit steht übrigens nur Kanada besser da! Kriterien des GPI sind u. a., man höre und staune, die Anzahl der Mordfälle, die Anzahl aller Straftaten und die Anzahl der Häftlinge in einem Land. Natürlich kennt das renommierte &#8220;Institute for Economics and Peace&#8221; die Statistiken nicht so gut, wie Sie! Deutschland liegt übrigens auf Platz 16, Spanien direkt hinter Uruguay auf 25, Frankreich auf 32, Italien auf 40. Und wußten Sie schon, welch unsichere Auswanderungs- und Urlaubsziele erst Griechenland, Zypern und die Türkei darstellen? Die tummeln sich auf den Plätzen 62, 76 und 126! Das ist dann wohl auch lachhaft?</p>
<p style="padding-left: 30px">Und noch etwas: Ich mag mir nicht ausmalen, an welcher Stelle Deutschland wohl geführt würde, wenn es dort demographisch ähnliche Verhältnisse gäbe, wie in Uruguay und die Hälfte seiner Einwohner in der Hauptstadt leben würde. In Berlin gab es 2010 stündlich 10 Fälle von Raub und schwerem Diebstahl, so sieht das aus. Wenn es in Montevideo also mehr als einen Raub pro Stunde gibt, ist das zwar schlimm, aber doch weit weniger horrend, als Sie es versuchen darzustellen! In Berlin werden Tag für Tag 20 Kraftfahrzeuge gestohlen, kommt es täglich zu 2 Vergewaltigungen, werden täglich 2 Kinder sexuell missbraucht und 2 weitere misshandelt, gibt es 110 Fälle von Körperverletzung, von denen 30 zu den schweren Körperverletzungen gezählt werden und mindestens jeden zweiten Tag verliert ein Mensch aufgrund einer Straftat sein Leben. Alles Fakten! Ich empfehle hierzu eine Einsicht in die Kriminalitätsstatistik der Stadt Berlin auf www.berlin.de.</p>
<p style="padding-left: 30px">So, und jetzt erzählen Sie weiter Ihre Räuberpistolen!&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px"><strong>ZITAT ENDE</strong></p>
<p>Mehr gibt es zu dieser Posse wohl nicht zu sagen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausgang der Kommunalwahlen in Uruguay</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/05/12/ausgang-der-kommunalwahlen-in-uruguay/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 21:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Maldonado]]></category>
		<category><![CDATA[Montevideo]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas misslungenen Schlussakkord, die Anderen.
Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas misslungenen Schlussakkord, die Anderen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer Wählerschaft zu verzeichnen und die konservativen traditionellen Parteien, Partido Nacional und Colorados, vereinigen seit 2005 erstmals wieder mehr Stimmen auf sich, als der Frente Amplio. Ganz besonders alarmierend dürfte für die Linken aber der Stimmenverlust in Montevideo sein, der erst richtig interpretiert werden kann, wenn man sich die Wahlausgänge in der Hauptstadt seit 1984 ansieht:</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">1984: 34,1%; 1989: 36,8%; 1994: 44,9%; 2000: 58,3%; 2005: 60,9%</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Obwohl die Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Ana Olivera von der kommunistischen Partei, mit ca. 46 Prozent die Wahl für sich entscheiden konnte, kann die Tatsache in der Hauptstadt seit 26 Jahren erstmals einen Rückgang an Stimmen hinnehmen zu müssen, seit 10 Jahren erstmals unter der 50-Prozent-Grenze zu liegen und gegenüber den Wahlen 2005 ganze 15 Prozent verloren zu haben, nur als historischer Erdrutsch bezeichnet werden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Von den 19 Departamentos werden in Zukunft nur noch 6 vom Frente Amplio regiert: Montevideo, Canelones, Maldonado, Rocha, Artigas und Florida, wo der Wahlausgang nicht knapper hätte sein können und am Ende 29 Stimmen den noch immer unsicheren Wahlerfolg des Frente Amplio ausmachten (42% Frente Amplio, 41,9% Partido Nacional). In 11 Departamentos gewann die Nationalpartei und in den Departamentos Salto und Rivera sogar die Partei der Colorados, die aufgrund ihrer unrühmlichen Rolle während der Junta-Zeit noch vor wenigen Jahren kaum jemand mehr auf der Rechnung hatte.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Natürlich darf man den Ausgang der Kommunalwahlen nicht überinterpretieren, denn in der Bevölkerung besteht bezüglich der regionalen Regierungen ein nicht zu übersehendes Desinteresse, welches sich aufgrund der Wahlpflicht nicht zuletzt in einer immensen Zahl ungültiger Stimmzettel ausdrückte, die bis zu 10 Prozent, in Montevideo sogar 11,7 Prozent ausmachten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die Wähler, so gaben Präsident Mujica und sein Amtsvorgänger Tabaré Vázquez zu bedenken, seien nach all den Wahlen müde, ein Argument was meines Erachtens, gerade im Hinblick auf die vielen ungültigen Stimmen, nicht recht zieht. Wer den Weg ins Wahllokal auf sich nimmt, wird seiner vermeintlichen Müdigkeit nicht durch ein verweigertes Kreuzchen Ausdruck verleihen. Die weißgebliebenen Zettel waren wohl eher Hinweis auf eine parteiübergreifende Unzufriedenheit mit den Kommunalpolitikern.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Neben solchen Aussagen waren aber in der Mehrheit besorgte und selbstkritische Töne von den Politikern der linken Parteien zu vernehmen, die diesen bemerkenswerten Wahlausgang als das sehen, was es wohl vor allem ist: Ein deutlicher Appell an die erst jüngst gewählte Regierung.</div>
<p>Mit den Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag ist Uruguays Wahlmarathon 2009/2010 zu Ende gegangen – mit einem Paukenschlag, sagen die Einen, mit einem etwas schrägen Schlussakkord, die Anderen.</p>
<div id="attachment_643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-643" title="lucia_topolansky" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/05/lucia_topolansky.jpg" alt="&quot;Das Ergebnis war für uns nicht gut.&quot; - Lucia Topolansky (Senatorin des Frente Amplio und Präsidentengattin)" width="250" height="187" /><p class="wp-caption-text">&quot;Das Ergebnis war für uns nicht gut.&quot; - Lucia Topolansky (Senatorin des Frente Amplio und Präsidentengattin)</p></div>
<p><span id="more-642"></span></p>
<p>Eines steht fest: Das Ergebnis der Wahl ist von durchaus historischer Tragweite. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat das zur Zeit regierende Linksbündnis Frente Amplio einen Rückgang ihrer Wählerschaft zu verzeichnen und die konservativen traditionellen Parteien, Partido Nacional und Colorados, vereinigen seit 2005 erstmals wieder mehr Stimmen auf sich, als der Frente Amplio. Ganz besonders alarmierend dürfte für die Linken aber der Stimmenverlust in Montevideo sein, der erst richtig interpretiert werden kann, wenn man sich die Wahlausgänge in der Hauptstadt seit 1984 ansieht:</p>
<p>1984: 34,1%; 1989: 36,8%; 1994: 44,9%; 2000: 58,3%; 2005: 60,9%</p>
<p>Obwohl die Kandidatin für das Bürgermeisteramt, Ana Olivera von der kommunistischen Partei, mit ca. 46 Prozent die Wahl für sich entscheiden konnte, kann das Ergebnis für das Linksbündnis angesichts der Tatsachen, nämlich in der Hauptstadt seit 26 Jahren erstmals einen Rückgang an Stimmen hinnehmen zu müssen, seit 16 Jahren erstmals unter der 50-Prozent-Grenze zu liegen und gegenüber den Wahlen 2005 ganze 15 Prozent verloren zu haben, nur als historischer Erdrutsch bezeichnet werden.</p>
<p>Von den 19 Departamentos werden in Zukunft nur noch 6 vom Frente Amplio regiert: Montevideo, Canelones, Maldonado, Rocha, Artigas und Florida, wo der Wahlausgang nicht knapper hätte sein können und am Ende 29 Stimmen den noch immer unsicheren Wahlerfolg des Frente Amplio ausmachten (42% Frente Amplio, 41,9% Partido Nacional). In 11 Departamentos gewann die Nationalpartei und in den Departamentos Salto und Rivera sogar die Partei der Colorados, die aufgrund ihrer unrühmlichen Rolle während der Junta-Zeit noch vor wenigen Jahren kaum jemand mehr auf der Rechnung hatte.</p>
<p>Natürlich darf man den Ausgang der Kommunalwahlen nicht überinterpretieren, denn in der Bevölkerung besteht bezüglich der Kommunalpolitik ein nicht zu übersehendes Desinteresse, welches sich aufgrund der Wahlpflicht nicht zuletzt in einer immensen Zahl ungültiger Stimmzettel ausdrückte, die bis zu 10 Prozent, in Montevideo sogar 11,7 Prozent ausmachten.</p>
<p>Die Wähler, so gaben Präsident Mujica und sein Amtsvorgänger Tabaré Vázquez zu bedenken, seien nach all den Wahlen müde, ein Argument, das meines Erachtens, gerade im Hinblick auf die vielen ungültigen Stimmen, nicht recht zieht. Wer den Weg ins Wahllokal auf sich nimmt, wird seiner vermeintlichen Müdigkeit nicht durch ein verweigertes Kreuzchen Ausdruck verleihen. Die weißgebliebenen Stimmzettel waren wohl eher Hinweis auf eine parteiübergreifende Unzufriedenheit mit den Kommunalpolitikern.</p>
<p>Neben solchen Aussagen waren aber in der Mehrheit besorgte und selbstkritische Töne von den Politikern der linken Parteien zu vernehmen, die diesen bemerkenswerten Wahlausgang als das sehen, was er wohl vor allem ist: Ein deutlicher Appell an die erst jüngst gewählte Regierung.</p>
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		<title>Uruguay &#8211; Steuerhölle und Massengrab?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 21:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto & Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.
Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.</p>
<p>Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein &#8220;Horrorszenario&#8221; und die Straßen des Landes gar ein &#8220;Massengrab&#8221;. Das ist starker Tobak. Ist Uruguay tatsächlich so infernalisch?</p>
<p><span id="more-608"></span></p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 1</strong></h4>
<p><strong><br />
Die Behauptung Nr. 1 in diesem Artikel: &#8220;Ein Haus im Wert von 100.000 Dollar wird in Paris mit 200 US Dollar besteuert, in Mailand mit 440 und in Madrid mit 551 Dollar. In Montevideo sind es 1.200 US-Dollar.&#8221;</strong></p>
<p>Abgesehen davon, dass mir die Zahlen reichlich pauschal erscheinen, weiß ich nicht, woher der Verfasser dieses Textes die scheinbar so präzisen Informationen über die zu zahlenden Steuern für ein Haus im Wert von 100.000 US$ in Europa bezieht, insbesondere da sich in diesem Preissegment die Auswahl auf dem europäischen Immobilienmarkt einigermaßen übersichtlich gestaltet. Ich weiß nicht, wie realistisch diese Angaben sind, was allerdings die Steuern in Uruguay anbelangt, liegen die Dinge ein wenig anders.</p>
<p>Vorweg &#8211; in Uruguay gibt es folgende Steuerarten:</p>
<p>1. Die Körperschaftssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Actividades Económicas (IRAE)</p>
<p>2. Die Vermögenssteuer &#8211; Impuesto al Patrimonio (IP)</p>
<p>3. Die Einkommenssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Personas Físicas (IRPF)</p>
<p>4. Die Auslands-Einkommenssteuer (gilt für in Uruguay gemeldete Personen, die sich überwiegend im Ausland aufhalten) &#8211; Impuesto a las Rentas de los No Residentes (IRNR)</p>
<p>5. Die Mehrwertsteuer &#8211; Impuesto al Valor Agregado (IVA)</p>
<p>6. Die interne Absatzsteuer &#8211; Impuesto Específico Interno (IMESI)</p>
<p>7. Die Grundsteuer &#8211; Contribución Inmobiliaria</p>
<p>8. Die Kfz-Steuer &#8211; Patente de Rodados</p>
<p>Auf Wohneigentum fällt in Uruguay Vermögenssteuer und Grundsteuer an. Bei Einzelpersonen werden bei der Vermögenssteuer, dem sog. Impuesto al Patrimonio (IP), progressive Sätze zugrunde gelegt, die zwischen 0,7% und 2,5% liegen, bei einem Freibetrag von 80.000 US$, für Familien 160.000 US$.</p>
<p>Bei der Bemessung der Steuer wird der sog. Valor Real (Einheitswert) zugrunde gelegt, der bei einem Haus im Wert von 100.000 US$ bei etwa 50.000 US$ liegt. Für dieses Beispiel würde also keine Vermögenssteuer anfallen, da bei Einzelpersonen Werte bis zu 80.000 US$ nicht versteuert werden.</p>
<p>Wie hoch ist die Grundsteuer? Die Grundsteuer fällt von Departamento zu Departamento unterschiedlich hoch aus. Sie berechnet sich ebenso wie die Vermögenssteuer nach dem Einheitswert, in diesem Fall also ca. 50.000 US$, nach dem heutigen Wechselkurs ca. 965.000 Pesos. Für Einheitswerte zwischen 773.291 Pesos und 1.546.581 Pesos fallen im Departamento Montevideo 1% Grundsteuern an, das sind für eine Liegenschaft mit einem Marktwert von US$100.000 also 500 US$ und keineswegs wie behauptet 1.200 US$.</p>
<p>Uruguay ist wirklich kein Billigland, aber wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen.</p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 2</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 2: &#8220;Ein Peugeot 306 Baujahr 96 wird in Madrid pro Jahr mit 100 Dollar, in London mit 274 U$ und in Montevideo mit 1.396 US-Dollar besteuert.&#8221;</strong></p>
<p>Das ist sagenhaft: Woher um Himmelswillen weiß einer so etwas? Für einen Peugeot 306, Baujahr 1996, zahlt man in London 274 US$ Steuern! Schau einer an!</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wie hoch die steuerliche Belastung für einen Peugeot 306, Baujahr 1996 in London sein mag, aber ich habe doch erhebliche Zweifel an der in Montevideo entstehenden Steuerbelastung für ein solches Modell.</p>
<p>1.396 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs etwa 27.000 uruguayische Pesos.  Da sich der sog. Patente de Rodados, so heißt die hiesige Kfz-Steuer, zum Großteil nach dem Marktwert der Fahrzeuge bemisst, ist es wichtig, den aktuellen Kaufpreis für einen Peugeot 306, Bj. 1996 zu kennen. Die verlangten Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind in der Tat gehörig (s. a. <a title="Autopreise in Uruguay" href="http://immobilienuruguay.com/2009/09/08/eines-der-wenigen-leidigen-themen-in-uruguay-autos-und-ihre-preise/" target="_self">Artikel über Autopreise in Uruguay</a>). Sie liegen je nach Zustand und Laufleistung bei ca. 7.000 US$ – 10.000 US$.</p>
<p>Ich habe nun allerdings keinen Peugeot 306, Bj. 1996 und kenne auch niemanden, der einen solchen Wagen besitzt. Steuertabellen oder irgendwelche anderen Berechnungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man müsste also ein vom Wert her ähnliches Fahrzeug zum Vergleich heranziehen.</p>
<p>Auf der Internetseite der Intendencia de Montevideo  (www.montevideo.gub.uy) kann man, deutschen Datenschützern würden die Haare zu Berge stehen, mit Eingabe der sog. Padron-Nr. eines Fahrzeugs, die bezahlten und unbezahlten Steuer-Rechnungen, inkl. evtl. angefallener Strafmandate einsehen. Es lassen sich willkürlich irgendwelche 6-stelligen Zahlenreihen eintippen und schon findet man die entsprechenden Daten mit Angabe des Fahrzeugmodells.</p>
<p>Ich habe die Geduld nicht aufbringen können, dieses Spielchen so lange zu treiben, bis mir zufällig ein Peugeot 306 mit entsprechendem Baujahr auf den Bildschirm geriet.  Aber einen Chevrolet Corsa 1.7 DSL, Baujahr 2002 habe ich gefunden. Die aktuellen Marktpreise für diesen Wagen liegen zwischen 7.000 US$ und 10.000 US$, genau wie bei dem Peugeot.</p>
<p>Für den Corsa fielen für 2010 16.800 Pesos an, das sind ca. 870 US$. Bezahlen brauchte der Fahrzeuginhaber allerdings nur 780 US$, da er seine Steuern gleich für das ganze Jahr bezahlt hat und in Montevideo, wie den meisten oder sogar allen anderen Departamentos auch, in diesem Fall 10% Nachlass gewährt werden.  Natürlich, 780 US$ sind immer noch genug, aber es sind 616 US$ weniger, als der Verfasser besagten Textes mutmaßt.</p>
<p>Gerade dieses Beispiel taugt für die Behauptung, dass Uruguay die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; sei, aber ganz besonders wenig, denn der Vollständigkeit halber hätte der Autor hinzufügen sollen, dass die Kraftfahrzeugsteuern in Uruguay von Departamento zu Departamento extrem schwanken und Montevideo in dieser Hinsicht meines Wissens das teuerste Pflaster des Landes ist. Die meisten unserer Kunden z. B. lassen sich im Dep. Maldonado nieder – wo man im Vergleich zur Hauptstadt im Schnitt nur die Hälfte der Kfz-Steuern bezahlt. Da relativiert sich die vermeintliche Steuerhölle gleich erheblich.</p>
<h4><strong>Horrorszenario Automarkt?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 3: &#8220;Ein Kleinwagen wie z. B. ein Honda Swift kostet in Uruguay 24.000 US$&#8221;</strong></p>
<p>Gemeint ist natürlich der Suzuki Swift – es sei denn Honda und Suzuki hätten jüngst fusioniert.  Die Autopreise in Uruguay sind wirklich horrend, aber als &#8220;Horrorszenario&#8221;, zudem noch als &#8220;ein weiteres Horrorszenario&#8221; würde ich sie nicht bezeichnen.</p>
<p>Der Suzuki Swift ist nun ausgerechnet ein Modell, welches man in Uruguay sowohl gebraucht, als auch neu eher selten antrifft. Aber mal im Ernst: Was ist das für eine Aussage? Ohne Angabe zu Version und Ausstattung kostet irgendein Swift 24.000 US$.</p>
<p>24.000 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs ca. 17.800 €. Ich verweise als Antwort auf das &#8220;Horrorszenario&#8221; auf die <a title="Preis Suzuki Swift Deutschland" href="http://auto.suzuki.de/auto/live/modelle/swift/sport/preise.html" target="_blank">Webseite von Suzuki Deutschland</a>. Jaja, es ist wirklich alles ganz entsetzlich in Uruguay!</p>
<h4><strong>Uruguays Straßen: Ein Massengrab?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 4: &#8220;Zu den hohen Kosten gesellen sich ein hohes Sicherheitsrisiko, da der nationale Fuhrpark völlig überaltert ist und nur notdürftig von den Besitzern Instand gehalten werden kann. Die Strassen in Uruguay sind ein Massengrab.&#8221;</strong></p>
<p>Ein Massengrab – mein Gott – wir sind in unseren 4 Jahren Uruguay ca. 100.000 km durch ein Massengrab gefahren und haben es nicht bemerkt. Mir stehen die Haare zu Berge.</p>
<p>Unabhängig davon, dass sich der &#8220;nationale Fuhrpark&#8221; in den letzten Jahren mächtig gewandelt hat und man inzw. mehr Neuwagen als Rostlauben sieht, sprechen die Zahlen für sich:</p>
<p>In Deutschland leben 82 Mio. Menschen, im Jahr 2009 gab es 4.160 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also 5,07 Verkehrstote – schlimm genug. Trotzdem wird diese Zahl zu Recht als großer Fortschritt angesehen, denn so wenige Verkehrstote gab es noch nie. Noch vor 20 Jahren sahen die Zahlen ganz anders aus. 1990 kamen auf 100.000 Einwohner über 13 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland">http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland</a>)</p>
<p>In Uruguay leben 3,3 Mio. Menschen und im Jahr 2009 gab es 172 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also hier 5,21 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/">http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/</a>)</p>
<p><strong>Massengrab?</strong></p>
<p>Bevor man mit solchen Begriffen um sich wirft, sollte man gründlich recherchieren.  Ich will es damit bewenden lassen, auch wenn noch manch andere der Aussagen in diesem Text sicherlich eine nähere Untersuchung verdient hätte. Aber sei&#8217;s drum.</p>
<p><a title="Steuerhölle Uruguay" href="http://lateinamerika-reisemagazin.com/2010/03/26/uruguay-die-steuerholle-auf-erden/" target="_blank">Hier der besagte Artikel</a></p>
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		<title>Ein ganz besonderer Ort: Casa Pueblo</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2009/07/07/ein-ganz-besonderer-ort-casa-pueblo/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 17:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sehenswürdigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflugsziele]]></category>
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		<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Punta del Este]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der bekanntesten Fotomotive Uruguays ist die in den Klippen Punta Ballenas gelegene Casa Pueblo mit ihren leuchtend weißen Mauern und dem schier unüberschaubaren kaskadenartigen Labyrinth seiner Terrassen und Türmchen.

Das Bauwerk scheint organisch, mehr gewachsen als gebaut, runde, natürliche Formen herrschen vor. Es ist ein magischer Ort mit einer faszinierenden Atmosphäre und wer nach Punta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Eines der bekanntesten Fotomotive Uruguays ist die in den Klippen Punta Ballenas gelegene Casa Pueblo mit ihren leuchtend weißen Mauern und dem schier unüberschaubaren kaskadenartigen Labyrinth seiner Terrassen und Türmchen.<span id="more-86"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-87 aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 5px solid #808080;" title="casapueblo1" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/casapueblo1.jpg" alt="Casa Pueblo" width="450" height="300" /></p>
<p>Das Bauwerk scheint organisch, mehr gewachsen als gebaut, runde, natürliche Formen herrschen vor. Es ist ein magischer Ort mit einer faszinierenden Atmosphäre und wer nach Punta del Este kommt, sollte auf jeden Fall einen Besuch einplanen.</p>
<p>Eine Besichtigung am Wochenende ist allerdings nicht unbedingt ratsam, denn dann ist die Casa Pueblo oft ziemlich überlaufen und von der besonderen Stimmung ist dann nicht viel zu spüren. Am besten, man sucht sich einen Spätnachmittag in der Woche außerhalb der Hauptreisezeit aus und genießt bei einem guten Glas Tannat auf einer der Besucherterrassen den Sonnenuntergang über dem Río de la Plata &#8211; das ist pure Magie.</p>
<p>Der Sonnenuntergang wird zumindest während der Sommermonate in Uruguay ohnehin Abend für Abend regelrecht zelebriert &#8211; am Strand, an den Küstenpromenaden, überall strömen die Menschen zusammen, um mit dem Matebecher in der Hand und der Thermoskanne unter dem Arm das Schauspiel zu genießen. Wenn die Sonne schließlich verschwunden ist, erhält sie sogar Applaus. Auf den Terrassen des Casa Pueblo applaudiert man nicht nur der Sonne, sondern der Gesamtinszenierung und natürlich dem Schöpfer dieses Kunstwerks &#8211; dem berühmten uruguayischen Maler und Bildhauer Carlos Páez Vilaró.</p>
<p>In den Werken Vilarós spielt die Sonne eine wichtige Rolle. &#8220;Durch die Sonne kann ich die Farben des Lebens sehen, wenn die Dunkelheit Platz macht für das Licht des neuen Tages. Und eine neue Welt ist geboren.&#8221;, sagte er einmal.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-89" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 5px solid grey;" title="casapueblo4" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/casapueblo4.jpg" alt="casapueblo4" width="450" height="323" /></p>
<p>Carlos Páez Vilaró, der manchmal auch als der Picasso Uruguays bezeichnet wird, wurde 1923 in Montevideo geboren. Der Künstler hat über vierzig Jahre an dem bemerkenswerten Bauwerk gearbeitet, das heute ein Hotel, Restaurants, ein Museum mit sehenswerten Werken Vilarós sowie das Atelier und die Wohnung des Künstlers beherbergt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-88" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 5px solid grey;" title="casapueblo2" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/casapueblo2.jpg" alt="casapueblo2" width="450" height="338" /></p>
<p>Geplant hatte Carlos Páez Vilaró das alles nicht. Es ist entstanden &#8211; planlos &#8211; ohne auch nur die Grundregeln der Architektur zu beachten. Páez Vilaró &#8220;entschuldigte&#8221; sich sogar dafür: &#8220;Ich bitte die Architektur um Verzeihung, weil ich so frei wie ein Töpfervogel war.&#8221;</p>
<p>Als er 1958 die erste Hütte baute, gab es weder Strom noch Wasser in Punta Ballena, keine angelegten Straßen, keinen Baum und keinen Strauch. Mit den eigenen Händen und einer einfachen Schaufel zog er Mauer für Mauer, ständig im Kampf gegen gerade Linien und Winkel. Als schließlich aus der Hütte so etwas wie ein Haus wurde, fragten die Behörden nach der Baugenehmigung. &#8220;Ich brauche keine Genehmigung,&#8221; argumentierte Páez Vilaró, &#8220;denn ich baue kein Haus, sondern eine begeh- und bewohnbare Skulptur.&#8221; Man hat ihn gewähren lassen. Die Genehmigung hat er bis heute nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-90" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 5px solid grey;" title="casapueblo3" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/casapueblo3.jpg" alt="casapueblo3" width="450" height="338" /></p>
<p>Gewidmet, so sagt man, habe er die Casa Pueblo seinem Sohn, der 1972 einer der wenigen Überlebenden eines Flugzeugabsturzes in den chilenischen Anden war. Das Unglück hatte für weltweites Aufsehen gesorgt, da Carlos Paéz Rodriguez und die fünfzehn anderen Überlebenden über zwei Monate in etwa viertausend Meter Höhe und bei Temperaturen bis zu Minus vierzig Grad nur deshalb aushielten, weil sie die sterblichen Überreste der Verstorbenen verzehrten. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uruguayan-Air-Force-Flug_571" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>)</p>
<p>Das Museum ist täglich von 9 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Der Eintrittpreis beträgt 5 US$. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.</p>
<div id="attachment_286" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-286 " style="border: 5px solid grey; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="casapueblo5" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/casapueblo51.JPG" alt="casapueblo5" width="450" height="334" /><p class="wp-caption-text">Adios sol y hasta mañana!</p></div>
<p style="text-align: center;">
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