<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das Uruguay-Blog von Immobilien van Bevern &#187; Steuern</title>
	<atom:link href="http://immobilienuruguay.com/tag/steuern/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://immobilienuruguay.com</link>
	<description>Das Blog von www.van-bevern.com - Immobilien in Uruguay</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Jun 2011 23:52:50 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.5</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Uruguay &#8211; Steuerhölle und Massengrab?</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/04/03/uruguay-steuerholle-und-massengrab/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2010/04/03/uruguay-steuerholle-und-massengrab/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 21:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto & Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen & Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshaltungskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Maldonado]]></category>
		<category><![CDATA[Montevideo]]></category>
		<category><![CDATA[Preise]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immobilienuruguay.com/?p=608</guid>
		<description><![CDATA[Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.
Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erstaunlich, was man hin und wieder im Internet zu lesen bekommt &#8211; natürlich auch über Uruguay.</p>
<p>Heute fand ich in einem Blog einen Artikel, der die vermeintlich wahren Zustände in diesem Land gnadenlos entlarvt und dabei mit negativen Superlativen nicht geizt. Uruguay sei die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; las ich da, der hiesige Automarkt ein &#8220;Horrorszenario&#8221; und die Straßen des Landes gar ein &#8220;Massengrab&#8221;. Das ist starker Tobak. Ist Uruguay tatsächlich so infernalisch?</p>
<p><span id="more-608"></span></p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 1</strong></h4>
<p><strong><br />
Die Behauptung Nr. 1 in diesem Artikel: &#8220;Ein Haus im Wert von 100.000 Dollar wird in Paris mit 200 US Dollar besteuert, in Mailand mit 440 und in Madrid mit 551 Dollar. In Montevideo sind es 1.200 US-Dollar.&#8221;</strong></p>
<p>Abgesehen davon, dass mir die Zahlen reichlich pauschal erscheinen, weiß ich nicht, woher der Verfasser dieses Textes die scheinbar so präzisen Informationen über die zu zahlenden Steuern für ein Haus im Wert von 100.000 US$ in Europa bezieht, insbesondere da sich in diesem Preissegment die Auswahl auf dem europäischen Immobilienmarkt einigermaßen übersichtlich gestaltet. Ich weiß nicht, wie realistisch diese Angaben sind, was allerdings die Steuern in Uruguay anbelangt, liegen die Dinge ein wenig anders.</p>
<p>Vorweg &#8211; in Uruguay gibt es folgende Steuerarten:</p>
<p>1. Die Körperschaftssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Actividades Económicas (IRAE)</p>
<p>2. Die Vermögenssteuer &#8211; Impuesto al Patrimonio (IP)</p>
<p>3. Die Einkommenssteuer &#8211; Impuesto a las Rentas de las Personas Físicas (IRPF)</p>
<p>4. Die Auslands-Einkommenssteuer (gilt für in Uruguay gemeldete Personen, die sich überwiegend im Ausland aufhalten) &#8211; Impuesto a las Rentas de los No Residentes (IRNR)</p>
<p>5. Die Mehrwertsteuer &#8211; Impuesto al Valor Agregado (IVA)</p>
<p>6. Die interne Absatzsteuer &#8211; Impuesto Específico Interno (IMESI)</p>
<p>7. Die Grundsteuer &#8211; Contribución Inmobiliaria</p>
<p>8. Die Kfz-Steuer &#8211; Patente de Rodados</p>
<p>Auf Wohneigentum fällt in Uruguay Vermögenssteuer und Grundsteuer an. Bei Einzelpersonen werden bei der Vermögenssteuer, dem sog. Impuesto al Patrimonio (IP), progressive Sätze zugrunde gelegt, die zwischen 0,7% und 2,5% liegen, bei einem Freibetrag von 80.000 US$, für Familien 160.000 US$.</p>
<p>Bei der Bemessung der Steuer wird der sog. Valor Real (Einheitswert) zugrunde gelegt, der bei einem Haus im Wert von 100.000 US$ bei etwa 50.000 US$ liegt. Für dieses Beispiel würde also keine Vermögenssteuer anfallen, da bei Einzelpersonen Werte bis zu 80.000 US$ nicht versteuert werden.</p>
<p>Wie hoch ist die Grundsteuer? Die Grundsteuer fällt von Departamento zu Departamento unterschiedlich hoch aus. Sie berechnet sich ebenso wie die Vermögenssteuer nach dem Einheitswert, in diesem Fall also ca. 50.000 US$, nach dem heutigen Wechselkurs ca. 965.000 Pesos. Für Einheitswerte zwischen 773.291 Pesos und 1.546.581 Pesos fallen im Departamento Montevideo 1% Grundsteuern an, das sind für eine Liegenschaft mit einem Marktwert von US$100.000 also 500 US$ und keineswegs wie behauptet 1.200 US$.</p>
<p>Uruguay ist wirklich kein Billigland, aber wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen.</p>
<h4><strong>Steuerhölle Uruguay? Teil 2</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 2: &#8220;Ein Peugeot 306 Baujahr 96 wird in Madrid pro Jahr mit 100 Dollar, in London mit 274 U$ und in Montevideo mit 1.396 US-Dollar besteuert.&#8221;</strong></p>
<p>Das ist sagenhaft: Woher um Himmelswillen weiß einer so etwas? Für einen Peugeot 306, Baujahr 1996, zahlt man in London 274 US$ Steuern! Schau einer an!</p>
<p>Ich habe keine Ahnung, wie hoch die steuerliche Belastung für einen Peugeot 306, Baujahr 1996 in London sein mag, aber ich habe doch erhebliche Zweifel an der in Montevideo entstehenden Steuerbelastung für ein solches Modell.</p>
<p>1.396 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs etwa 27.000 uruguayische Pesos.  Da sich der sog. Patente de Rodados, so heißt die hiesige Kfz-Steuer, zum Großteil nach dem Marktwert der Fahrzeuge bemisst, ist es wichtig, den aktuellen Kaufpreis für einen Peugeot 306, Bj. 1996 zu kennen. Die verlangten Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind in der Tat gehörig (s. a. <a title="Autopreise in Uruguay" href="http://immobilienuruguay.com/2009/09/08/eines-der-wenigen-leidigen-themen-in-uruguay-autos-und-ihre-preise/" target="_self">Artikel über Autopreise in Uruguay</a>). Sie liegen je nach Zustand und Laufleistung bei ca. 7.000 US$ – 10.000 US$.</p>
<p>Ich habe nun allerdings keinen Peugeot 306, Bj. 1996 und kenne auch niemanden, der einen solchen Wagen besitzt. Steuertabellen oder irgendwelche anderen Berechnungsmöglichkeiten gibt es nicht. Man müsste also ein vom Wert her ähnliches Fahrzeug zum Vergleich heranziehen.</p>
<p>Auf der Internetseite der Intendencia de Montevideo  (www.montevideo.gub.uy) kann man, deutschen Datenschützern würden die Haare zu Berge stehen, mit Eingabe der sog. Padron-Nr. eines Fahrzeugs, die bezahlten und unbezahlten Steuer-Rechnungen, inkl. evtl. angefallener Strafmandate einsehen. Es lassen sich willkürlich irgendwelche 6-stelligen Zahlenreihen eintippen und schon findet man die entsprechenden Daten mit Angabe des Fahrzeugmodells.</p>
<p>Ich habe die Geduld nicht aufbringen können, dieses Spielchen so lange zu treiben, bis mir zufällig ein Peugeot 306 mit entsprechendem Baujahr auf den Bildschirm geriet.  Aber einen Chevrolet Corsa 1.7 DSL, Baujahr 2002 habe ich gefunden. Die aktuellen Marktpreise für diesen Wagen liegen zwischen 7.000 US$ und 10.000 US$, genau wie bei dem Peugeot.</p>
<p>Für den Corsa fielen für 2010 16.800 Pesos an, das sind ca. 870 US$. Bezahlen brauchte der Fahrzeuginhaber allerdings nur 780 US$, da er seine Steuern gleich für das ganze Jahr bezahlt hat und in Montevideo, wie den meisten oder sogar allen anderen Departamentos auch, in diesem Fall 10% Nachlass gewährt werden.  Natürlich, 780 US$ sind immer noch genug, aber es sind 616 US$ weniger, als der Verfasser besagten Textes mutmaßt.</p>
<p>Gerade dieses Beispiel taugt für die Behauptung, dass Uruguay die &#8220;Steuerhölle auf Erden&#8221; sei, aber ganz besonders wenig, denn der Vollständigkeit halber hätte der Autor hinzufügen sollen, dass die Kraftfahrzeugsteuern in Uruguay von Departamento zu Departamento extrem schwanken und Montevideo in dieser Hinsicht meines Wissens das teuerste Pflaster des Landes ist. Die meisten unserer Kunden z. B. lassen sich im Dep. Maldonado nieder – wo man im Vergleich zur Hauptstadt im Schnitt nur die Hälfte der Kfz-Steuern bezahlt. Da relativiert sich die vermeintliche Steuerhölle gleich erheblich.</p>
<h4><strong>Horrorszenario Automarkt?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 3: &#8220;Ein Kleinwagen wie z. B. ein Honda Swift kostet in Uruguay 24.000 US$&#8221;</strong></p>
<p>Gemeint ist natürlich der Suzuki Swift – es sei denn Honda und Suzuki hätten jüngst fusioniert.  Die Autopreise in Uruguay sind wirklich horrend, aber als &#8220;Horrorszenario&#8221;, zudem noch als &#8220;ein weiteres Horrorszenario&#8221; würde ich sie nicht bezeichnen.</p>
<p>Der Suzuki Swift ist nun ausgerechnet ein Modell, welches man in Uruguay sowohl gebraucht, als auch neu eher selten antrifft. Aber mal im Ernst: Was ist das für eine Aussage? Ohne Angabe zu Version und Ausstattung kostet irgendein Swift 24.000 US$.</p>
<p>24.000 US$ sind nach dem heutigen Wechselkurs ca. 17.800 €. Ich verweise als Antwort auf das &#8220;Horrorszenario&#8221; auf die <a title="Preis Suzuki Swift Deutschland" href="http://auto.suzuki.de/auto/live/modelle/swift/sport/preise.html" target="_blank">Webseite von Suzuki Deutschland</a>. Jaja, es ist wirklich alles ganz entsetzlich in Uruguay!</p>
<h4><strong>Uruguays Straßen: Ein Massengrab?</strong></h4>
<p><strong><br />
Behauptung Nr. 4: &#8220;Zu den hohen Kosten gesellen sich ein hohes Sicherheitsrisiko, da der nationale Fuhrpark völlig überaltert ist und nur notdürftig von den Besitzern Instand gehalten werden kann. Die Strassen in Uruguay sind ein Massengrab.&#8221;</strong></p>
<p>Ein Massengrab – mein Gott – wir sind in unseren 4 Jahren Uruguay ca. 100.000 km durch ein Massengrab gefahren und haben es nicht bemerkt. Mir stehen die Haare zu Berge.</p>
<p>Unabhängig davon, dass sich der &#8220;nationale Fuhrpark&#8221; in den letzten Jahren mächtig gewandelt hat und man inzw. mehr Neuwagen als Rostlauben sieht, sprechen die Zahlen für sich:</p>
<p>In Deutschland leben 82 Mio. Menschen, im Jahr 2009 gab es 4.160 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also 5,07 Verkehrstote – schlimm genug. Trotzdem wird diese Zahl zu Recht als großer Fortschritt angesehen, denn so wenige Verkehrstote gab es noch nie. Noch vor 20 Jahren sahen die Zahlen ganz anders aus. 1990 kamen auf 100.000 Einwohner über 13 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland">http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrstote#Deutschland</a>)</p>
<p>In Uruguay leben 3,3 Mio. Menschen und im Jahr 2009 gab es 172 Verkehrstote. Auf 100.000 Einwohner kamen also hier 5,21 Verkehrstote. (Quelle: <a href="http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/">http://otrosmedios.elpais.com.uy/2009/12/11/muertes-en-rutas-mas-que-en-2008/</a>)</p>
<p><strong>Massengrab?</strong></p>
<p>Bevor man mit solchen Begriffen um sich wirft, sollte man gründlich recherchieren.  Ich will es damit bewenden lassen, auch wenn noch manch andere der Aussagen in diesem Text sicherlich eine nähere Untersuchung verdient hätte. Aber sei&#8217;s drum.</p>
<p><a title="Steuerhölle Uruguay" href="http://lateinamerika-reisemagazin.com/2010/03/26/uruguay-die-steuerholle-auf-erden/" target="_blank">Hier der besagte Artikel</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immobilienuruguay.com/2010/04/03/uruguay-steuerholle-und-massengrab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Saulus zum Paulus?</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2010/02/17/vom-saulus-zum-paulus/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2010/02/17/vom-saulus-zum-paulus/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 13:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Presse & Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen & Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immobilienuruguay.com/?p=557</guid>
		<description><![CDATA[Am vergangenen Mittwoch fand im Luxushotel Conrad in Punta del Este eine Veranstaltung statt, auf deren Verlauf man im Land und über die Grenzen hinaus, vor allem in Argentinien, sehr gespannt war. Vor 1.500 Gästen, bedeutenden Unternehmern aus der Region, Politikern, Wirtschaftsfachleuten und Journalisten, legten Mujica und sein gewählter Vizepräsident Astori ihre Vorstellungen hinsichtlich ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Mittwoch fand im Luxushotel Conrad in Punta del Este eine Veranstaltung statt, auf deren Verlauf man im Land und über die Grenzen hinaus, vor allem in Argentinien, sehr gespannt war. Vor 1.500 Gästen, bedeutenden Unternehmern aus der Region, Politikern, Wirtschaftsfachleuten und Journalisten, legten Mujica und sein gewählter Vizepräsident Astori ihre Vorstellungen hinsichtlich ihrer in wenigen Tagen beginnenden Amtszeit dar.<span id="more-557"></span></p>
<p>Ich habe die dazu erschienenen Meldungen der konservativ ausgerichteten Tageszeitung &#8220;El País&#8221; übersetzt, die ich ohne weitere Kommentare hier anführen möchte.</p>
<p>Aus der &#8220;El País&#8221; vom 11.02.2010</p>
<p><strong>Mujica gibt gegenüber Unternehmen und der Welt Garantien für private Investitionen.</strong></p>
<p>von EDUARDO DELGADO</p>
<p>Mujica und Astori beteuerten im Hotel Conrad in Punta del Este, alle Arten von Sicherheiten geben zu wollen. Der designierte Präsident unterstrich die Rolle der Privatinvestitionen für die wirtschaftliche Entwicklung. Astori (der designierte Vizepräsident und Wirtschaftsminister, Anm. des Übersetzers) versprach Kontinuität und Wandel. Allgemein wurden die positiven Botschaften der Veranstaltung gewürdigt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-558" style="border: 5px solid grey;" title="Mujica bei dem Treffen im Hotel Conrad in Punta del Este" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2010/02/120899.jpg" alt="Mujica bei dem Treffen im Hotel Conrad in Punta del Este" width="600" height="403" /></p>
<p>Vor 1.500 in- und ausländischen Unternehmern versicherte Mujica, dass es während seiner Amtszeit weder Enteignungen noch höhere Steuern geben werde und bat darum auf Uruguay zu setzen, nicht nur, um dort zu investieren, sondern auch, um dort zu leben.</p>
<p>Gestern Mittag warteten Dutzende von uruguayischen und argentinischen Unternehmern in der Sonne darauf, dass sich die Türen des Hotels Conrad für sie öffneten. Eine halbe Stunde später wurden sie eingelassen, um vom gewählten Präsidenten José Mujica und seinem Kandidaten für die Vizepräsidentschaft, Danilo Astori, etwas zur politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung ihrer am 1. März beginnenden 5-jährigen Regierung zu hören.</p>
<p>Der Gastgeber, Juan Carlos Lopez Mena (Buquebus), Präsident der uruguayisch-argentinischen Industrie-und Handelskammer, hatte zum Mittagessen geladen und es kamen fast 1.500 einheimische und ausländische Unternehmer zu der Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft der uruguayischen Export-Union und der uruguayischen Bau-Kammer stand.</p>
<p><strong>Stabilität.</strong> Mujica betonte, dass es in seiner Amtszeit Sicherheit und klare Regeln geben werde und er würdigte und begrüßte die Anwesenheit der Oppositionsführer. Zu der Versammlung waren auch die Ex-Präsidenten Luis Alberto Lacalle und Julio María Sanguinetti, der Vorsitzende der Partei der Colorados, Pedro Bordaberry, und der Senator der Nationalpartei, Jorge Larrañaga, erschienen.</p>
<p>Der designierte Präsident machte auf die Ruhe und Sicherheit im Land aufmerksam, indem sich ein Minister noch ohne Probleme zu Fuß durch die Straßen bewegen könne. Er sagte, dass Investitionen notwendig seien, um mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, um soziale Probleme zu lösen und um für die kommenden Generationen bessere Voraussetzungen zu schaffen.</p>
<p>Da für einige Unternehmer, vor allem ausländische, Mujicas Guerilla-Vergangenheit ein negatives Signal ist, welches sie davon abhalten könnte, in Uruguay zu investieren, vor allem vor dem Hintergrund, dass sein politischer Freund Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, erst kürzlich wieder Enteignungen durchführte, versuchte der gewählte Mandatsträger Zweifel an seiner Haltung gegenüber Unternehmern und Investoren aus der Welt zu schaffen. &#8220;Wir müssen das Investitions-Klima schützen, denn der Wohlstand ist das Kind der Arbeit und Arbeit braucht Stabilität. Darum bitte ich Sie, auf Uruguay zu vertrauen und auf Uruguay zu setzen. Und das sagen wir nicht uneigennützig. Das sagen wir, weil wir ein profundes Interesse daran haben, denn wir sind keine Trickser und Taschenspieler.&#8221;, sagte Mujica. Es war ein wichtiges Signal zu betonen, dass Wohlstand nicht durch Gesetze erzwungen werden kann, sondern durch Arbeit geschaffen wird.</p>
<p>Die Unternehmer waren zufrieden und begrüßten die Worte Mujicas, der darauf hinwies, dass historisch die Investitionen in Uruguay gering waren. Man brauche Anleger und Geschäftsleute mit unternehmerischem Mut und Zuversicht. Ein Anleger zeichne sich nicht dadurch aus, Geld zu haben, sondern &#8220;Kompetenz und Risikobereitschaft zu besitzen.&#8221; Das Land habe immer &#8220;Menschen mit sehr viel Geld gehabt, die dieses aber ins Ausland geschafft haben, statt es hier einzusetzen.&#8221;</p>
<p>Investieren ist &#8220;kein Glücksspiel, aber wer es tut, weiß um ein gewisses Risiko, weil jemand, der nur auf Sicherheit setzt, für gewöhnlich untergeht.&#8221;, sagte er und fügte hinzu, dass es die Aufgabe der Regierung sei, mit maximalem Einsatz das Risiko zu minimieren und die dafür nötige Stabilität zu garantieren.</p>
<p>&#8220;Natürlich müssen wir das so sagen, schließlich sehen das alle Wirtschaftsfachleute so, auch wenn die nicht sehr vertrauenswürdig sind. Wir Politiker aber müssen uns anstrengen, um vor den Menschen unser Gesicht und unsere Glaubwürdigkeit zu wahren.&#8221;</p>
<p>Mujica betonte in seiner Rede, das Land habe &#8220;viele soziale Probleme&#8221; und darum braucht es Investitionen. &#8220;Es braucht Arbeit, mehr und bessere Arbeit, die besser bezahlt wird&#8221; und es braucht handfeste, klare Gesetze, sagte er. &#8220;Wir brauchen ein investitionsförderndes Klima. In der Vergangenheit war das eine Katastrophe. Man zog es vor, das Geld auf Bankkonten im Ausland zu legen, statt es hier zu investieren. Heute müssen wir dazu aufrufen, nationaler zu handeln. Bauen Sie darauf, hier weder enteignet, noch von Steuern erdrückt zu werden.&#8221;, versicherte er.</p>
<p>Er erinnerte daran, dass, wenn mehr investiert wird, &#8220;auch die Wirtschaft mehr wächst, umso mehr wachsen die Einnahmen, die wir benötigen, um weitreichende soziale Investitionen vornehmen zu können. Aber wenn wir versuchen, diese Einnahmen durch erhöhte Steuern auf unseren eigenen Wohlstand zu erwirtschaften, sind wir erledigt, weil wir damit die Gans töten, die goldene Eier legt.&#8221;</p>
<p>Mujica sagte, dass &#8220;es Dinge gebe, die habe der Staat zu regeln, und Dinge, die durch private Aktivitäten geregelt werden.&#8221; Als Beispiel führte er an, dass der Staat für den Straßenbau zu sorgen habe und Straßengebühren für deren Nutzung erheben muss, dann gebe es auch bald wieder Eisenbahnlinien. (Mujica setzt sich vehement für die Wiederherstellung des alten, mehr als 3.000 km langen Eisenbahnnetzes in Uruguay ein, das seit 50 Jahren praktisch stillliegt. Anm. des Übersetzers)</p>
<p>&#8220;Der Staat muss investieren und dafür benötigt er eine funktionierende Wirtschaft.&#8221;, sagte er.</p>
<p><strong>Astori: Kontinuität, allerdings mit Änderungen</strong></p>
<p>Der gewählte Vizepräsident Danilo Astori sprach auf seiner Rede den Anwesenden seinen Dank aus, vor allem auch den beiden ehemaligen Präsidenten Julio Sanguinetti und Luis Alberto Lacalle. Er sagte, eine neue Regierung müsse immer erst einmal das Vertrauen der Bürger gewinnen und wies auf die groben Richtlinien hin, auf die sich die neue Regierung stützen werde.</p>
<p>Man werde zur Politik von Tabaré Vázquez eine Balance zwischen Kontinuität und Wandel halten und aufbauen auf die Entwicklung der Infrastruktur, die Reform des Staates und eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstands.</p>
<p>Astori betonte, dass das inzwischen erreichte Niveau an motivierenden Anreizen so hoch wie nie zuvor sei und dass man bestrebt sei, das Land immer weltoffener zu gestalten. Er sprach in diesem Zusammenhang vom Konzept eines offenen Regionalismus.</p>
<p>Außerdem sagte er, dass man auf dem Arbeitsmarkt ausgewogene Strukturen in den Beschäftigungsverhältnissen anstrebe, die nicht von Konflikten, sondern von Vertrauen geprägt sein sollten und vom Streben nach Stabilität.</p>
<p><strong>Freude über das Treffen auf Seiten des Frente Amplio</strong></p>
<p>Die Freude über die Resultate des Treffens bei den Offiziellen war gestern nicht zu übersehen. Raúl Sendic, der künftige Industrie-Minister, sagte: &#8220;Es ist in der Geschichte Uruguays beispiellos, dass eine gewählte Regierung so starke Signale gab und einen so deutlichen Aufruf an Unternehmer und Investoren richtete.&#8221;, und es sei auch noch nie da gewesen, dass &#8220;diese derart positiv reagierten und ihr Vertrauen in die neue Regierung demonstrierten, fast, als stünde man zum Einlauf bereit, zu einem Spiel im Estadio Centenario (WM-Stadion in Montevideo, Anm. des Übersetzers). Für den künftigen Generalsekretär des Präsidenten, Diego Canepa, war das gemeinsame Mittagessen eine Bestätigung, dass es im &#8220;Land mit Ernsthaftigkeit, Weisheit und politischer Verantwortung vorwärts ginge, weiter vorwärts, als mit jeder anderen Regierung zuvor.&#8221; Der Präsident der BROU (Banco República Oriental del Uruguay) sagte, man habe den Unternehmern bestätigt, &#8220;dass es so etwas wie Enteignungen und zusätzliche Steuern nicht geben werde und man die Praxis der Investitionsförderung beibehalten werde.&#8221;</p>
<p><strong>Die Arbeitgeber haben gehört, was sie von der neuen Regierung hören wollten</strong></p>
<p>Mujica wurde für seine wirtschaftliche Herangehensweise mit Lob überschüttet</p>
<p>von M. GALLARDO / G. PÉRGOLA PERGOLA</p>
<p>Sachlich, vielversprechend, positiv, kühn und modern. So umschrieben verschiedene Unternehmer die Worte des designierten Präsidenten. Cristiano Rattazzi, Carlos Bulgheroni, Pancho Dotto und Graciela Borges, alle waren sie im Conrad dabei.</p>
<p>Seit 12 Uhr Mittags bildeten sie vor den Türen des Hotel Conrad eine lange Schlange unter der heißen Sonne, um bei dem Treffen mit Mujica dabei zu sein. Diesen Andrang hatte man nicht erwartet, aber dieser unglückliche, ja fast schon kritische Organisationsfehler war vergessen, als die Wirtschaftsgrößen die ersten Worte Mujicas hörten.</p>
<p>Am Ende sah man an fast allen Tischen lächelnde Gesichter und Händeschütteln. Die Unternehmer speisten, applaudierten und hörten das, was sie zu hören erhofft hatten. &#8220;Fantastisch – es war wirklich eine sehr vielversprechende Rede. Mujica sprach mit einem hohen Maß philosophischer Abstraktion, alles was er sagte, war einfach genial.&#8221;, sagte Martin Eurnekian von der Eurnekian Gruppe des Flughafens Carrasco gegenüber &#8220;El País&#8221;, &#8220;es wurde klar, dass er die Regeln einhalten wird und die Türen für Investoren offen sind.&#8221;</p>
<p>In der gleichen Weise sprach auch Ruben Scarone, Präsident des Logistikunternehmens Grupo Ras. Er war sehr zufrieden mit dem Treffen und betonte, dass die Rede des zukünftigen Präsidenten ein öffentliches Engagement für die Unternehmen gewesen sei. &#8220;Das waren sehr sachliche Erklärungen und sowohl von Astori als auch von Mujica verbindliche, offene Aussagen. Wir sind zufrieden und vertrauen ihren Worten.&#8221;</p>
<p>Im Conrad waren bedeutende Unternehmer der Region anwesend, vor allem aus Argentinien, wie z. B. Cristiano Rattazzi, der Direktor von Fiat Argentinien, Carlos Bulgheroni, Chef der Bulgheroni-Gruppe, außerdem weitere bekannte lokale Größen wie Carlos Alberto Lecueder, Gabriel Rozman, Daniel Ferrere, Laetitia D`Arenberg, Juan Salgado und Vertreter verschiedener Firmen, wie Fripur, Sancor, Petrobras und PDVSA.</p>
<p>Rattazzi unterstrich das wichtige Signal der politischen Geschlossenheit in Uruguay, die man bei dem Treffen gezeigt habe, dass &#8220;die zukünftige Regierung zusammen mit den ehemaligen Präsidenten aufgetreten ist und einer gemeinsamen wirtschaftlichen Linie folgt.&#8221; Er verspüre einen &#8220;gesunden Neid&#8221; und beklagte, dass es so etwas in Argentinien nicht gebe. &#8220;Dort geschieht genau das Gegenteil. Dort wirft man ständig alles über Bord. Wir sehnen uns danach, dass Argentinien eines Tages so sein möge.&#8221;, fuhr der argentinische Geschäftsmann fort.</p>
<p>Für den Direktor von Petrobras Uruguay, Iran Varela, war die Rede des zukünftigen Präsidenten das, was die Wirtschaft hören wollte. &#8220;Es war ein moderner Diskurs, objektiv und zukunftsweisend. Man hat klar herausgestellt, dass die Unternehmen ein wichtiger Motor für das Land sind.&#8221;</p>
<p>Auch Alexander Vik, laut den Zeitschriften Forbes und Fortune einer der 150 reichsten Unternehmer der Welt, nahm zusammen mit seiner Frau Carrie an dem Mittagessen teil.</p>
<p>Auch er bezeichnete das Treffen als ausgezeichnet. &#8220;Die Reden von Astori und Mujica haben mir sehr gut gefallen, denn sie waren geprägt von einer weltoffenen Philosophie und verdeutlichten, dass Arbeit die Grundlage von allem ist. Man muss im Leben Risiken eingehen, um Wohlstand für alle zu schaffen. Das ist der Weg in die Zukunft, sich in einem freien und reichen Land für die Armen einzusetzen. Wenn Uruguay dieser Linie weiter folgt, geht es einer großen Zukunft entgegen. Darauf kommt es an.&#8221;, sagte Vik.</p>
<p>Bulgheroni für seinen Teil sagte, dass dieses Treffen &#8220;Uruguay die Möglichkeit gab, sich zu präsentieren, wie es ist.&#8221;</p>
<p><strong>Persönliche Betreuung</strong></p>
<p>Vor den Reden der Politiker wurden Unternehmer, die sich für eine Geschäftstätigkeit in Uruguay interessieren, dazu aufgerufen, ein Formular auszufüllen, mit den Kontaktdaten des Unternehmens, dem Unternehmenskonzept, der angedachten Investitionssumme und der Möglichkeit, um ein Beratungsgespräch mit den Ministern zu bitten. Der künftige Industrieminister Roberto Kreimerman betonte in diesem Zusammenhang, dass jeder, der sich dafür interessiere, von den Ministern zu einem Gespräch eingeladen würde, wenn das Thema von entsprechendem Interesse sei, könnte ein solches Gespräch sogar mit bis zu drei Ministern gleichzeitig stattfinden. &#8220;Ein Investor muss z. B. in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht sowie bezüglich der Nutzung von Grund und Boden nach Lösungen suchen. Das fällt in die Zuständigkeit verschiedener Ministerien und alles auf diese einzelnen Ministerien zu verteilen, würde die Sache unnötig verzögern.&#8221;</p>
<p><strong>Juan Carlos López Mena war der glücklichste, der Unternehmer</strong></p>
<p>Trotz des anfänglichen Chaos stand er in der Eingangshalle des Hotel Conrad und begrüßte die eintreffenden Gäste. Die Schlange vor dem Hotel wurde immer länger und es ging kaum vorwärts. Juan Carlos Lopez Mena, der argentinische Geschäftsmann, Inhaber von Buquebus, war der große Held des Tages und machte aus seiner Freude am Ende der Sitzung keinen Hehl.</p>
<p>&#8220;Wir haben sämtliche Erwartungen übertroffen. Die Teilnahme so vieler Unternehmer, die hören wollten, was Mujica zu sagen hat, zeigt das enorme Interesse an dem neuen Präsidenten Uruguays.&#8221;, sagte er.</p>
<p>Bezüglich der Reden von Astori und Mujica sparte er nicht an Lob. &#8220;Ausgezeichnet. Sehr viele Unternehmer, die Mujica nie zuvor haben reden hören, fielen regelrecht aus den Wolken. Die Anwesenheit der ehemaligen Präsidenten war ebenfalls etwas völlig Unerwartetes. Das ist eine Botschaft, die von der Zivilität und der Sicherheit Uruguays zeugt, etwas, was es in vielen Ländern so nicht mehr gibt, nicht einmal in Spanien. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir mit Mujica noch die positivsten Überraschungen erleben werden.&#8221;, betonte er mit Nachdruck.</p>
<p>Es kamen fast alle und sie kamen auf unterschiedlichste Weise. Einige waren bereits in Punta del Este, einige waren im eigenen Fahrzeug angereist und der Rest kam mit der Fähre von Buquebus über den Río de la Plata aus Buenos Aires.</p>
<p>Die argentinische Präsenz beschränkte sich nicht nur auf Unternehmer aus dem Nachbarland, die interessiert waren, den gewählten Präsidenten zu hören. Es kamen auch Künstler, Politikanalysten, Journalisten und Modellpromoter.</p>
<p>Im Conrad waren gestern alle, vom ehemaligen Leiter von Interpol Mexico, Juan Miguel Ponce Edmonton, über alles, was in der argentinischen Wirtschaft Rang und Namen hat, bis zu herausragenden Journalisten wie Daniel Hadad und Marcelo Longobardi, Künstlern wie Graciela Borges und der Unternehmerin Martha Fort, Mutter von Media Ricardo Fort. &#8220;Für mich hat der neue Präsident sehr klare Vorstellungen, wie man ein Land zu führen hat. Er hat mich wirklich fasziniert.&#8221;, sagte die Unternehmerin.</p>
<p><strong>Meinungen zum Treffen mit Mujica</strong></p>
<p><strong>Luis Alberto Lacalle</strong>, Senator der Nationalpartei und Ex-Präsident</p>
<p>&#8220;Die Rede von Präsident Mujica erschien mir sehr vielversprechend, ein gravierender Richtungswechsel seitens des Frente Amplio (Breite Front, das z. Z. regierende Linksbündnis, Anm. des Übersetzers). Das gibt uns in vieler Hinsicht Hoffnung, denn es ist eine empirische Position, wenn man erkennt, dass es keine Arbeitsplätze ohne Kapital geben kann, ohne in- und ausländische Investitionen. Wir denken, dass es wirklich eine substantielle Neuausrichtung ist, von der wir hoffen, dass die Parteien des Frente Amplio sie unterstützen, das ist die entscheidende Frage.&#8221;</p>
<p><strong>Pedro Bordaberry</strong>, Senator und Vorsitzender der konservativen Partei der Colorados</p>
<p>&#8220;Sehr gut, dass Mujica von Liberalismus sprach. Zu sagen, an erster Stelle stünde die Investition und dann komme die Arbeit, das war sehr wichtig und mutig. Das war eine starke Aussage. Außerdem, die finanzielle Vernunft, die Astori andeutete – das sind Dinge, die ich niemals zu hören erwartete, vor allem nicht schon gleich zu Beginn der Regierung. Das ist es, was die internationale Gemeinschaft der Investoren zu hören hoffte. Die Tatsache, dass auch die Opposition anwesend war, ist einem positiven Klima sehr förderlich.&#8221;</p>
<p><strong>Julio Sanguinetti</strong>, Senator der Partei der Colorados und Ex-Präsident</p>
<p>&#8220;Wir waren hier, um vor den anwesenden Wirtschaftsleuten der Region zu zeigen, dass das politische System Uruguays dem Dialog Platz bietet und wir alle gemeinsam in die Zukunft schauen. Wir freuen uns, dass hier von der Ökonomie der Märkte, einer offenen Wirtschaft, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und der Einhaltung der damit verbundenen Verträge gesprochen wurde. All das galt bis vor ganz kurzer Zeit nur für den &#8220;Konsens von Washington&#8221; und den neoliberalen Staat.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immobilienuruguay.com/2010/02/17/vom-saulus-zum-paulus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Kraftfahrzeug-Steuern in Uruguay</title>
		<link>http://immobilienuruguay.com/2009/07/07/die-kraftfahrzeug-steuern-in-uruguay/</link>
		<comments>http://immobilienuruguay.com/2009/07/07/die-kraftfahrzeug-steuern-in-uruguay/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 21:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael van Bevern</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auto & Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen & Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Leben & Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Behörden]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immobilienuruguay.com/?p=97</guid>
		<description><![CDATA[Die Kraftfahrzeugsteuer (Patente de Rodados) wird in Uruguay meist noch bar bezahlt. Auf die regelmäßige Zahlung muss man dabei selbst achten, denn für diese und viele andere Abgaben gibt es noch keine mit deutschen Verhältnissen vergleichbare zentrale Rechnungsstelle, von der man bei Fälligkeit informiert würde. In einigen Departamentos wird die Rechnung unter Umständen zugestellt, in anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kraftfahrzeugsteuer (Patente de Rodados) wird in Uruguay meist noch bar bezahlt. Auf die regelmäßige Zahlung muss man dabei selbst achten, denn für diese und viele andere Abgaben gibt es noch keine mit deutschen Verhältnissen vergleichbare zentrale Rechnungsstelle, von der man bei Fälligkeit informiert würde.<span id="more-97"></span> In einigen Departamentos wird die Rechnung unter Umständen zugestellt, in anderen gar nicht. Im Falle einer Zahlungsverzögerung bekommt man in der Regel nicht einmal eine Mahnung. Rein theoretisch könnte man jahrelang sein Auto fahren, ohne Steuern zu bezahlen und es wird mit Sicherheit auch nicht wenige Fälle geben, in denen das tatsächlich so ist.</p>
<p>Problematisch wird es dann, wenn man das Fahrzeug verkaufen will, denn das geht nur mit der notariellen Hilfe einer sog. Escribana, die für den Verkauf sämtliche Fahrzeug-Dokumente vom Registro des jeweiligen Departamentos anfordert. Spätestens dann würde man also zur Kasse gebeten und müsste zusätzlich zu den ohnehin nicht ganz geringen Kfz-Steuern empfindliche Strafen zahlen. Eine pünktliche Zahlung wird hingegen belohnt. Wer die jährlich fällige Steuer nicht in Quoten, sondern in einer Summe schon im Januar bezahlt, erhält beispielsweise in Maldonado 20 % Rabatt, im Februar noch 10 %.</p>
<p>Die Bezahlung erfolgt bei der jeweils zuständigen &#8220;Stadtverwaltung&#8221;, der Intendencia.</p>
<p>Die Höhe der Kfz-Steuern schwankt von Departamento zu Departamento erheblich und ist abhängig vom Hubraum, davon ob es sich um einen Diesel- oder Benzinmotor handelt und vor allem vom Alter des Fahrzeugs. Im Gegensatz zu Deutschland werden Neufahrzeuge höher besteuert. Dies erklärt unter anderem die hohe Nachfrage auf dem Gebrauchtwagen-Markt.</p>
<p>Aufgrund der undurchsichtigen Bemessungsgrundlagen ist es praktisch unmöglich, verlässliche Aussagen zur Höhe der Kraftfahrzeugsteuer zu machen. Ungefähr sollte man bei einem Kleinwagen mit etwa 200 &#8211; 350 Euro, bei größeren Fahrzeugen mit bis zu 700 Euro rechnen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-98" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; border: 5px solid grey;" title="patente" src="http://immobilienuruguay.com/wp-content/uploads/2009/07/patente.jpg" alt="patente" width="450" height="338" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://immobilienuruguay.com/2009/07/07/die-kraftfahrzeug-steuern-in-uruguay/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

